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Foerderstopp

Die passende Förderung für Ihre Heizung

Der Staat unterstützt bei Investitionen in energieeffiziente und erneuerbare Heiztechnik – seit 2021 mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Informieren Sie sich über die Optionen für die Förderung der Heizung.

Anpassung der BEG-Heizungsförderung im August 2022

2021 wurde die Förderung energiesparender Heiztechnik durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) neu aufgesetzt. Im Juli 2022 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Anpassungen an den förderfähigen Techniken und den Förderanteilen vorgenommen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Maßnahmen des BEG und die aktuellen Anpassungen.

Sparen beim Sanieren dank Heizungsförderung durch BEG

Einer der größten Energiefresser in Ihrem Haushalt steht wahrscheinlich in Ihrem Keller – Ihre Heizung. In Deutschland arbeiten drei von vier Heizungen ineffizient. Veraltete Heiztechnik oder eine falsch eingestellte Anlage lassen den Energieverbrauch steigen. Richtig heizen mit moderner Technik spart dagegen Energie und Heizkosten. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern entlastet auch das Klima – und wird daher mit öffentlichen Mitteln gefördert. Wer die Effizienz einer bestehenden Heizungsanlage verbessern oder eine neue Heizung installieren möchte, muss also die Kosten dafür nicht allein tragen: Bund, Länder und Kommunen bieten attraktive Fördermittel für eine effiziente Heizung.

Mit der Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist klimafreundliches Heizen noch attraktiver geworden: Die BEG bündelt die Förderprogramme des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Energieeffizienz und führt weitere Vergünstigungen ein. Sie schafft neue Anreize für Investitionen in energieeinsparende Technologie für Gebäude und Wohnungen und ist ein wichtiger Schritt bei der Energiewende: Denn bis 2045 soll der Immobilienbestand in Deutschland nahezu klimaneutral sein. Das heißt, es sollen dann kaum noch klimaschädliche Emissionen freigesetzt werden, um so die globale Erwärmung zu bremsen.

Auf Ebene des Bundes stehen Ihnen diese Optionen für die Förderung der Heizung zur Verfügung:

Staatliche Förderung der Heizung durch BEG

Wenn Sie den Energieverbrauch beim Heizen langfristig senken möchten, empfiehlt sich der Einbau einer neuen Heizungsanlage. Dadurch machen Sie sich auch unabhängiger von konventionellen Energieträgern – und steigern den Marktwert Ihrer Immobilie.

Die Konditionen für die Förderung eines Heizungstauschs durch die Förderinstitutionen von BAFA und KfW wurden durch die Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die seit 2021 gilt, besonders attraktiv. Mit der BEG wird der Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizungstausch, bei Komplettsanierungen oder im Neubau gefördert sowie heizsparende digitale Lösungen. Gefördert werden zudem Beratung, Planung und Installation sowie weitere Maßnahmen, die nötig sind, um die eigentliche Sanierung durchzuführen. 

Seit August 2022 sind Änderungen am BEG in Kraft getreten. Die Förderung fossilbetriebener Anlagen wurde eingestellt. Gleichzeitig wird der Austausch einer fossilen Heizung mit dem Heizungs-Tausch-Bonus zusätzlich gefördert. Auf diese Weise können Sie beispielsweise Ihre Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen und erhalten künftig nicht nur 25-30 Prozent der Investitionskosten, sondern mit dem Heizungs-Tausch-Bonus bis zu 40 Prozent. Voraussetzung ist, dass das Gebäude nach dem Austausch nur noch mit Erneuerbaren Energien beheizt wird.

Die BEG erfreut sich sehr großer Beliebtheit, um weiterhin einem möglichst großen Kreis an Antragsstellern eine Förderung zu ermöglichen, wurden die Förderquoten für Solaranlagen, Wärmepumpen, Pelletheizungen und Hybridheizungen deswegen angepasst.

Wer ist zuständig?

Wenn Sie Ihre Immobilie nicht umfassend sanieren, sondern lediglich Ihre Heizungsanlage erneuern möchten, sind Sie beim BAFA an der richtigen Adresse. Über die BAFA-Förderung erhalten Sie im Rahmen der BEG für Einzelmaßnahmen (BEG EM) Zuschüsse für das Heizen mit erneuerbaren Energien: Unterstützung gibt es bspw. beim Einbau einer Wärmepumpe, Biomasseanlage, Solarthermieanlage oder auch einer erneuerbaren Hybridheizung.

Die KfW-Förderung kommt für Sie infrage, wenn Sie im Rahmen einer Komplettsanierung oder beim Bau effizienter Neubauten eine neue Heizung einbauen möchten. Wenn Sie mit Fördermitteln der KfW Ihr Haus oder Gebäude auf einen Effizienzhausstandard bringen möchten, greift das zweite Teilprogramm der Bundesförderung – die BEG WG. In diesem Fall unterstützt Sie die KfW mit einem Kredit. Fördermittel erhalten Sie für verschiedene Maßnahmen, die ein Gebäude auf einen Effizienzhausstandard bringen, wie bspw. für den Einbau von Brennstoffzellensystemen zur Energiegewinnung oder den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Mit der Einführung der BEG wurden außerdem neue Effizienzhaus-Klassen eingeführt, die bei der KfW-Förderung eine wichtige Rolle spielen: die Effizienzgebäude Klasse für Erneuerbare Energien (EE) und für Nachhaltigkeit (NH). Die neue EE-Klasse wird erreicht, wenn mindestens 55 Prozent der Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes aus erneuerbaren Energien stammt. Neubauten mit einem Nachhaltigkeitszertifikat werden in die NH-Klasse eingeordnet. Wird die EE- oder NH-Klasse erreicht, erhöht sich die Förderung bei einer Sanierung um 5 Prozent und beim Neubau um 2,5 Prozent. Eine Kombination von EE-Klasse und NH-Klasse ist nicht möglich.

Als alternative Förderung zu BAFA und KfW gibt es zudem seit 2020 die steuerliche Förderung für eine energetische Gebäudesanierung. Wenn Sie im Laufe des Jahres zum Beispiel eine neue Heizung einbauen, Ihre Fenster erneuern oder die Außenwände dämmen, können Sie die Kosten dafür im darauffolgenden Jahr von der Steuer absetzen und eine saftige Steuerermäßigung erhalten. Achtung: Den Steuerbonus können Sie nicht zusätzlich zu einer Förderung durch BAFA oder KfW in Anspruch nehmen.

Neue Heizung einbauen mit staatlicher Förderung

Die meisten Gebäude in Deutschland werden derzeit mit Erdgas oder Öl beheizt. Bei der Verbrennung dieser Energieträger wird CO2 freigesetzt. Mit dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien will der Staat den Ausstoß des Treibhausgases im Gebäudebereich reduzieren. Wenn Sie daher bei der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien setzen, können Sie im Rahmen des BEG für Ihre neue Heizung eine Förderung beim BAFA beantragen und bekommen einen Teil der Investitionskosten zurück. Besonders hoch fällt die BAFA-Förderung für eine neue Wärmepumpe  sowie für Kombinationen aus erneuerbarer Heiztechnik aus: So erhalten Sie zum Beispiel für den Einbau Hybridheizung aus Wärmepumpe und Solaranlage eine Förderung in Form eines Zuschusses von 25 Prozent der Investitionskosten.

Und auch beim Austausch einer Gas- oder Ölheizung gibt es einen Zusatzbonus: War zuvor eine Ölheizung im Gebäude installiert, erhöht sich der Zuschuss um weitere 10 Prozent auf insgesamt 35 Prozent. 

Eine Förderung für eine neue Gas- oder Ölheizung ist sowohl bei Sanierung als auch im Neubau ausgeschlossen.

Fördermittel für die Heizungsoptimierung

Die Optimierung der Heizungsanlage wird auch im Rahmen der BEG von beiden Institutionen gefördert. Denn bereits mit kleineren Maßnahmen an einer bestehenden Heizung – ob durch den Einbau neuer Heizungspumpen und einen hydraulischen Abgleich – lässt sich die Energieverschwendung beim Heizen eindämmen. Bei einer professionellen Heizungsoptimierung sparen Sie gleich doppelt. Der Austausch veralteter Heizungs- oder Warmwasserzirkulationspumpen sowie ein hydraulischer Abgleich der gesamten Heizungsanlage durch den Fachhandwerker senkt die jährlichen Heizkosten. Gleichzeitig erhalten Sie dafür eine staatliche Förderung für die Heizungsoptimierung.

Indem Sie alte Pumpen durch moderne hocheffiziente Modelle ersetzen, tilgen Sie den oft größten Stromfresser im Haushalt. Nach einem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage erhalten die Heizkörper und Heizflächen exakt die benötigte Menge an Heizwasser, um alle Räume im Haus gleichmäßig und energieeffizient zu erwärmen. Im Förderprogramm des BAFA für die Heizungsoptimierung können Sie einen Zuschuss von 15 Prozent auf die Nettokosten für die genannten Optimierungsmaßnahmen beantragen. Die Investition rentiert sich daher schon nach wenigen Jahren. Werden im Zuge eines hydraulischen Abgleichs zum Beispiel zudem voreinstellbare Thermostatventile, Einzelraumtemperaturregler oder Pufferspeicher eingebaut, werden auch diese Maßnahmen vom BAFA bezuschusst.

Heizung optimieren und sparen

Testen Sie, wie viel Strom und Heizenergie Sie mit Optimierungsmaßnahmen wie dem Austausch der Heizungspumpe und einem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage in einem Einfamilienhaus einsparen können.

Förderung der Heizung bei umfassender energetischer Sanierung

Mit einer energetischen Sanierung machen Sie Ihre Immobilie fit für die Zukunft. Dabei werden einzelne Maßnahmen wie die Erneuerung von Fenstern und Außentüren, die Dämmung von Dach und Außenwänden oder die Installation einer modernen Heizung kombiniert. Bei der Umsetzung eines solchen Maßnahmenpakets oder beim Kauf einer sanierten Immobilie unterstützen Sie die KfW-Förderprogramme. Eine neue Heizung sowie die weiteren Sanierungsmaßnahmen an Haus oder Wohnung werden von der Bank mit einem zinsgünstigen Kredit gefördert.

Bei einer Rundumsanierung erhalten Sie zum Beispiel eine Förderung für eine Pelletheizung oder andere Biomasseanlagen sowie für eine Wärmepumpe oder eine Solarthermieanlage.

Steuerliche Förderung für die Heizung

Mit der steuerlichen Förderung für die Heizung gibt es seit Januar 2020 eine weitere Förderoption auf Bundesebene. Als Eigentümer einer selbst genutzten Immobilie können Sie sich 20 Prozent der Kosten für eine energetische Sanierung vom Finanzamt zurückholen. Maximal ist eine Steuerermäßigung von 40.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren möglich. Die Kosten können erstmals in der Steuererklärung für das Kalenderjahr, in dem die Arbeiten abgeschlossen wurden, geltend gemacht werden. Im ersten und zweiten Kalenderjahr sind dabei sieben Prozent (je maximal 14.000 Euro), im dritten Jahr weitere sechs Prozent der Aufwendungen (maximal 12.000 Euro) absetzbar.

Den Steuerbonus gibt es für einzelne Maßnahmen für mehr Energieeffizienz oder für schrittweise umgesetzte größere Sanierungen. Auch die Fachplanung und energetische Baubegleitung Ihres Vorhabens werden gefördert. Beispielsweise können Sie so den Einbau erneuerbarer Heiztechnik wie etwa eine Wärmepumpe mithilfe der Förderung finanzieren, Wände dämmen, Fenster erneuern oder eine Lüftungsanlage einbauen. Ebenso kann die Optimierung einer mindestens zwei Jahre alten Gasheizung bei der steuerlichen Förderung berücksichtigt werden.

Regionale Förderung einer neuen Heizung

Neben den Förderprogrammen auf Ebene des Bundes lohnt es sich, auch im regionalen Umfeld Ausschau nach weiteren Möglichkeiten für die Förderung Ihrer Heizung zu halten. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Förderungsmodalitäten: Die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) unterstützt beispielsweise Bauherren und Eigentümer bei Neubau beziehungsweise bei der Sanierung von Wohneigentum im ländlichen Raum Sachsens mit einem Kredit von maximal 80.000 Euro (Neubau) und maximal 40.000 Euro (für Sanierungsmaßnahmen). Die Förderung kann allerdings nur in Kombination mit einem KfW-Wohnraumförderdarlehen beantragt werden, wenn die Umrüstung oder Umstellung einer Heizungsanlage auf umweltfreundliche Wärme geplant ist. In einigen Kommunen in Deutschland sind auch die kommunalen Energieversorger geeignete Ansprechpartner zum Thema Heizungsförderung.

Weitere Tipps für die Fördermittelsuche

Über die Fülle der Optionen für die Förderung einer Heizung sollten Sie sich vorab in Ruhe einen Überblick verschaffen. Denn in den meisten Fällen gilt: Antragstellung und Bewilligung müssen vor der Umsetzung des geplanten Vorhabens erfolgt sein. Holen Sie sich daher frühzeitig Rat von Experten. Erster Ansprechpartner ist dabei Ihr Fachhandwerker für Sanitär, Heizung und Klima. Weitere Informationen erhalten Sie zudem bei Ihrem Energieversorger, Ihrer Kommune, einer örtlichen Kammer oder Verbraucherverbänden. Auch das kostenfreie Fördermittel-Tool hilft Ihnen, schnell und gezielt die passende Fördermöglichkeit für Ihr Vorhaben zu finden.

Bildnachweise (v. o. n. u.): © iStock.com/AndreyPopov (Bild 1)

Das Fördermittel-Tool führt Sie ans Ziel

Mit dem Fördermittel-Tool erfahren Sie nach wenigen Klicks, welche staatliche Förderung Ihrer Heizung möglich ist. Das Online-Tool sucht Fördermittel von Bund, Ländern und Kommunen für Sie heraus.

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