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Die passende Förderung für Ihre Heizung

Der Staat unterstützt bei Investitionen in energieeffiziente und erneuerbare Heiztechnik – seit 2021 mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Informieren Sie sich über die Optionen für die Förderung der Heizung.

Heizungsförderung 2021

Zu Anfang 2021 wurde die Förderung energiesparender Heiztechnik durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) neu aufgesetzt. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Maßnahmen der BEG und die schrittweise Umsetzung.

Sparen beim Sanieren dank Heizungsförderung durch BEG

Einer der größten Energiefresser in Ihrem Haushalt steht wahrscheinlich in Ihrem Keller – Ihre Heizung. In Deutschland arbeiten drei von vier Heizungen ineffizient. Veraltete Heiztechnik oder eine falsch eingestellte Anlage lassen den Energieverbrauch steigen. Richtig heizen mit moderner Technik spart dagegen Energie und Heizkosten. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern entlastet auch das Klima – und wird daher mit öffentlichen Mitteln gefördert. Wer die Effizienz einer bestehenden Heizungsanlage verbessern oder eine neue Heizung installieren möchte, muss also die Kosten dafür nicht allein tragen: Bund, Länder und Kommunen bieten attraktive Fördermittel für eine effiziente Heizung.

Mit der Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird klimafreundliches Heizen noch attraktiver: Die BEG bündelt die Förderprogramme des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Energieeffizienz und führt weitere Vergünstigungen ein. Sie schafft neue Anreize für Investitionen in energieeinsparende Technologie für Gebäude und Wohnungen und ist ein wichtiger Schritt bei der Energiewende: Denn bis 2045 soll der Immobilienbestand in Deutschland nahezu klimaneutral sein. Das heißt, es sollen dann kaum noch klimaschädliche Emissionen freigesetzt werden, um so die globale Erwärmung zu bremsen.

Auf Ebene des Bundes stehen Ihnen diese Optionen für die Förderung der Heizung zur Verfügung:

Staatliche Förderung der Heizung durch BEG

Wenn Sie den Energieverbrauch beim Heizen langfristig senken möchten, empfiehlt sich der Einbau einer neuen Heizungsanlage. Dadurch machen Sie sich auch unabhängiger von konventionellen Energieträgern – und steigern den Marktwert Ihrer Immobilie.

Die Konditionen für die Förderung eines Heizungstauschs durch die Förderinstitutionen von BAFA und KfW wurden bereits 2020 angehoben. Durch die BEG, die seit 2021 gilt, kommen noch höhere Prämien für den Einsatz erneuerbarer Energien bei Komplettsanierungen oder im Neubau und neue Fördermittel für heizsparende digitale Lösungen hinzu. Gefördert werden zudem Beratung, Planung und Installation sowie weitere Maßnahmen, die nötig sind, um die eigentliche Sanierung durchzuführen. Eine weitere wichtige Änderung bei der Förderung einer Heizung durch die BEG ist die Einführung eines zusätzlichen Förderbonus von 5 Prozent, wenn Sie eine Sanierung als Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) vornehmen lassen. Auf diese Weise können Sie beispielsweise Ihre Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen und erhalten künftig nicht nur 45 Prozent der Investitionskosten, sondern mit dem iSFP-Bonus sogar 50 Prozent. Bei einer Biomasseanlage sind es sogar 55 Prozent, denn in diesem Fall greift der durch die BEG neu eingeführte Innovationsbonus Biomasse in Höhe von fünf Prozent. Voraussetzung dafür ist, dass Ihre neue Anlage die Grenzwerte für Feinstaub von maximal 2,5 Milligramm je Kubikmeter einhält. Das BAFA und die KfW setzen die BEG seit 2021 schrittweise um.

Termine der BEG im Überblick

Seit 1. Januar 2021

  • sind Zuschüsse für die Förderung von Einzelmaßnahmen im Bestand (BEG EM) über die BAFA abrufbar

Seit 1. Juli 2021

  • entfällt die Möglichkeit für Zuschüsse für Einzelmaßnahmen im Neubau
  • startet die KfW die Kreditförderung für Einzelmaßnahmen im Bestand (BEG EM)
  • starten jeweils Maßnahmen für Wohngebäude (BEG WG) und Nichtwohngebäude (BEG NWG) als Zuschuss- und Kreditförderung durch die KfW.

Zum 01. Januar 2023

  • Zuschüsse für Effizienzhäuser und Effizienzgebäude gehen an das BAFA über, sodass ab diesem Zeitpunkt alle Zuschussförderungen beim BAFA und alle Kreditförderungen bei der KfW verwaltet werden.

Im Rahmen der BEG gelten weiterhin die Anforderungen an Effizienzhäuser bzw. -gebäude sowie an Einzelmaßnahmen, wie sie im Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2020 festgelegt wurden.

Wer ist zuständig?

Wenn Sie Ihre Immobilie nicht umfassend sanieren, sondern lediglich Ihre Heizungsanlage erneuern möchten, sind Sie beim BAFA an der richtigen Adresse. Über die BAFA-Förderung erhalten Sie im Rahmen der BEG für Einzelmaßnahmen (BEG EM) Zuschüsse für das Heizen mit erneuerbaren Energien: Unterstützung gibt es bspw. beim Einbau einer Wärmepumpe, Biomasseanlage, Solarthermieanlage oder auch einer Hybridheizung.

Die KfW-Förderung kommt für Sie infrage, wenn Sie im Rahmen einer Komplettsanierung oder beim Bau effizienter Neubauten eine neue Heizung einbauen möchten. Seit 1. Juli 2021 setzt die KfW die BEG für Einzelmaßnahmen (BEG EM) sowie für Wohngebäude (BEG WG) um. Einzelne Sanierungsmaßnahmen können Sie ausschließlich für Bestandsgebäude beantragen, also für Wohngebäude, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die Umsetzung der BEG EM über die KfW ist nur über eine Kreditförderung möglich. Wenn Sie mit Fördermitteln der KfW Ihr Haus oder Gebäude auf einen Effizienzhausstandard bringen möchten, greift das zweite Teilprogramm der Bundesförderung – die BEG WG. In diesem Fall unterstützt Sie die KfW sowohl mit einem Zuschuss als auch mit einem Kredit. Fördermittel erhalten Sie für verschiedene Maßnahmen, die ein Gebäude auf einen Effizienzhausstandard bringen, wie bspw. für den Einbau von Brennstoffzellensystemen zur Energiegewinnung oder den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Mit der Einführung der BEG wurden außerdem neue Effizienzhaus-Klassen eingeführt, die bei der KfW-Förderung eine wichtige Rolle spielen: die Effizienzgebäude Klasse für Erneuerbare Energien (EE) und für Nachhaltigkeit (NH). Die neue EE-Klasse wird erreicht, wenn mindestens 55 Prozent der Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes aus erneuerbaren Energien stammt. Neubauten mit einem Nachhaltigkeitszertifikat werden in die NH-Klasse eingeordnet. Wird die EE- oder NH-Klasse erreicht, erhöht sich die Förderung bei einer Sanierung um 5 Prozent und beim Neubau um 2,5 Prozent. Eine Kombination von EE-Klasse und NH-Klasse ist nicht möglich.

Als alternative Förderung zu BAFA und KfW gibt es zudem seit 2020 die steuerliche Förderung für eine energetische Gebäudesanierung. Wenn Sie im Laufe des Jahres zum Beispiel eine neue Heizung einbauen, Ihre Fenster erneuern oder die Außenwände dämmen, können Sie die Kosten dafür im darauffolgenden Jahr von der Steuer absetzen und eine saftige Steuerermäßigung erhalten. Achtung: Den Steuerbonus können Sie nicht zusätzlich zu einer Förderung durch BAFA oder KfW in Anspruch nehmen.

Neue Heizung einbauen mit staatlicher Förderung

Die meisten Gebäude in Deutschland werden derzeit mit Erdgas oder Öl beheizt. Bei der Verbrennung dieser Energieträger wird CO2 freigesetzt. Mit dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien will der Staat den Ausstoß des Treibhausgases im Gebäudebereich reduzieren. Wenn Sie daher bei der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien setzen, können Sie im Rahmen des BEG für Ihre neue Heizung eine Förderung beim BAFA beantragen und bekommen einen Teil der Investitionskosten zurück. Besonders hoch fällt die BAFA-Förderung für eine neue Wärmepumpe oder Biomasseanlage sowie für Kombinationen aus erneuerbarer Heiztechnik aus: So erhalten Sie zum Beispiel für den Einbau einer effizienten Pelletheizung eine Förderung in Form eines Zuschusses von 35 Prozent der Investitionskosten.

Ergänzend dazu wurde im Rahmen der BEG ein Innovationsbonus Biomasse in Höhe von fünf Prozent eingeführt. Diesen können Sie beanspruchen, wenn Ihre neue Anlage die Grenzwerte für Feinstaub von maximal 2,5 Milligramm je Kubikmeter einhält. Und auch beim Austausch einer Ölheizung gibt es einen Zusatzbonus: War zuvor eine Ölheizung im Gebäude installiert, erhöht sich der Zuschuss um weitere zehn Prozent auf insgesamt 45 Prozent. Mit dem bereits erwähnten iSFP-Bonus durch die BEG sind es 50 Prozent und mit dem Innovationsbonus Biomasse sogar 55 Prozent.

Eine staatliche Förderung für eine neue Gasheizung ist über die BEG nur dann möglich, wenn eine Gasbrennwertheizung entweder direkt bei Einbau oder aber innerhalb der darauffolgenden zwei Jahre mit erneuerbaren Energien kombiniert wird. Der Zuschuss beträgt im ersten Fall 30 Prozent und im zweiten Fall 20 Prozent. In Neubauten ist keine Förderung für eine Gasheizung möglich. Eine Förderung für eine neue Ölheizung ist sowohl bei Sanierung als auch im Neubau ausgeschlossen.

Fördermittel für die Heizungsoptimierung

Die Optimierung der Heizungsanlage wird auch im Rahmen der BEG von beiden Institutionen gefördert. Denn bereits mit kleineren Maßnahmen an einer bestehenden Heizung – ob durch den Einbau neuer Heizungspumpen und einen hydraulischen Abgleich – lässt sich die Energieverschwendung beim Heizen eindämmen. Bei einer professionellen Heizungsoptimierung sparen Sie gleich doppelt. Der Austausch veralteter Heizungs- oder Warmwasserzirkulationspumpen sowie ein hydraulischer Abgleich der gesamten Heizungsanlage durch den Fachhandwerker senkt die jährlichen Heizkosten. Gleichzeitig erhalten Sie dafür eine staatliche Förderung für die Heizungsoptimierung.

Indem Sie alte Pumpen durch moderne hocheffiziente Modelle ersetzen, tilgen Sie den oft größten Stromfresser im Haushalt. Nach einem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage erhalten die Heizkörper und Heizflächen exakt die benötigte Menge an Heizwasser, um alle Räume im Haus gleichmäßig und energieeffizient zu erwärmen. Im Förderprogramm des BAFA für die Heizungsoptimierung können Sie einen Zuschuss von 20 Prozent auf die Nettokosten für die genannten Optimierungsmaßnahmen beantragen. Die Investition rentiert sich daher schon nach wenigen Jahren. Werden im Zuge eines hydraulischen Abgleichs zum Beispiel zudem voreinstellbare Thermostatventile, Einzelraumtemperaturregler oder Pufferspeicher eingebaut, werden auch diese Maßnahmen vom BAFA bezuschusst.

Heizung optimieren und sparen

Testen Sie, wie viel Strom und Heizenergie Sie mit Optimierungsmaßnahmen wie dem Austausch der Heizungspumpe und einem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage in einem Einfamilienhaus einsparen können.

Förderung der Heizung bei umfassender energetischer Sanierung

Mit einer energetischen Sanierung machen Sie Ihre Immobilie fit für die Zukunft. Dabei werden einzelne Maßnahmen wie die Erneuerung von Fenstern und Außentüren, die Dämmung von Dach und Außenwänden oder die Installation einer modernen Heizung kombiniert. Bei der Umsetzung eines solchen Maßnahmenpakets oder beim Kauf einer sanierten Immobilie unterstützen Sie die KfW-Förderprogramme. Eine neue Heizung sowie die weiteren Sanierungsmaßnahmen an Haus oder Wohnung werden von der Bank mit einem zinsgünstigen Kredit oder alternativ mit einem Zuschuss gefördert.

Bei einer Rundumsanierung erhalten Sie zum Beispiel eine Förderung für eine Pelletheizung oder andere Biomasseanlagen sowie für eine Wärmepumpe oder eine Solarthermieanlage. Auch bietet die KfW eine Förderung für eine Heizung mit Brennwertkessel, allerdings nicht für ölbetriebene Anlagen, sondern nur für solche mit Brennwerttechnik.

Steuerliche Förderung für die Heizung

Mit der steuerlichen Förderung für die Heizung gibt es seit Januar 2020 eine weitere Förderoption auf Bundesebene. Als Eigentümer einer selbst genutzten Immobilie können Sie sich 20 Prozent der Kosten für eine energetische Sanierung vom Finanzamt zurückholen. Maximal ist eine Steuerermäßigung von 40.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren möglich. Die Kosten können erstmals in der Steuererklärung für das Kalenderjahr, in dem die Arbeiten abgeschlossen wurden, geltend gemacht werden. Im ersten und zweiten Kalenderjahr sind dabei sieben Prozent (je maximal 14.000 Euro), im dritten Jahr weitere sechs Prozent der Aufwendungen (maximal 12.000 Euro) absetzbar.

Den Steuerbonus gibt es für einzelne Maßnahmen für mehr Energieeffizienz oder für schrittweise umgesetzte größere Sanierungen. Auch die Fachplanung und energetische Baubegleitung Ihres Vorhabens werden gefördert. Beispielsweise können Sie so den Einbau erneuerbarer Heiztechnik wie etwa eine Wärmepumpe mithilfe der Förderung finanzieren, Wände dämmen, Fenster erneuern oder eine Lüftungsanlage einbauen. Ebenso kann die Optimierung einer mindestens zwei Jahre alten Gasheizung bei der steuerlichen Förderung berücksichtigt werden.

Regionale Förderung einer neuen Heizung

Neben den Förderprogrammen auf Ebene des Bundes lohnt es sich, auch im regionalen Umfeld Ausschau nach weiteren Möglichkeiten für die Förderung Ihrer Heizung zu halten. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Förderungsmodalitäten: In Berlin können Eigentümer oder Eigentümergemeinschaften zum Beispiel mit dem Programm HeiztauschPLUS des Berliner Senats für den Einbau einer effizienten Heizung, die erneuerbare Energien nutzt, einen Zuschuss von bis zu 4.500 Euro erhalten. Die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) unterstützt Bauherren und Eigentümer bei Neubau beziehungsweise bei der Sanierung von Wohneigentum im ländlichen Raum Sachsens mit einem Kredit von maximal 80.000 Euro (Neubau) und maximal 40.000 Euro (für Sanierungsmaßnahmen). Die Förderung kann allerdings nur in Kombination mit einem KfW-Wohnraumförderdarlehen beantragt werden, wenn die Umrüstung oder Umstellung einer Heizungsanlage auf umweltfreundliche Wärme geplant ist. In einigen Kommunen in Deutschland sind auch die kommunalen Energieversorger geeignete Ansprechpartner zum Thema Heizungsförderung.

Weitere Tipps für die Fördermittelsuche

Über die Fülle der Optionen für die Förderung einer Heizung sollten Sie sich vorab in Ruhe einen Überblick verschaffen. Denn in den meisten Fällen gilt: Antragstellung und Bewilligung müssen vor der Umsetzung des geplanten Vorhabens erfolgt sein. Holen Sie sich daher frühzeitig Rat von Experten. Erster Ansprechpartner ist dabei Ihr Fachhandwerker für Sanitär, Heizung und Klima. Weitere Informationen erhalten Sie zudem bei Ihrem Energieversorger, Ihrer Kommune, einer örtlichen Kammer oder Verbraucherverbänden. Auch das kostenfreie Fördermittel-Tool hilft Ihnen, schnell und gezielt die passende Fördermöglichkeit für Ihr Vorhaben zu finden.

Bildnachweise (v. o. n. u.): © iStock.com/AndreyPopov (Bild 1)

Das Fördermittel-Tool führt Sie ans Ziel

Mit dem Fördermittel-Tool erfahren Sie nach wenigen Klicks, welche staatliche Förderung Ihrer Heizung möglich ist. Das Online-Tool sucht Fördermittel von Bund, Ländern und Kommunen für Sie heraus.

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