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Ein Fachhandwerker und ein Mann stehen im Heizungskeller. Sie sind von hinten zu sehen.  Der Fachhandwerker zeigt auf ein Gerät und erklärt etwas.

Heizsysteme der Zukunft

Wie sich das Heizen verändert

Deutschland verfolgt das Ziel, bis 2045 treibhausgasneutral zu werden. Welche Heiztechnologien gibt es, wie funktionieren sie und welche Faktoren sollten Sie bei der Auswahl eines Heizsystems für Ihr Gebäude berücksichtigen?

Warum ist Heizen ein Thema der Zukunft?

Energiepreise, gesetzliche Anforderungen und technische Entwicklungen beeinflussen, wie wir künftig heizen. Auch der Wunsch, den Einsatz fossiler Brennstoffe zu verringern und Treibhausgasemissionen zu reduzieren, spielt bei der Wahl eines Heizsystems eine Rolle.

  • Staatliche Förderprogramme können den Umstieg auf bestimmte Heiztechnologien und erneuerbare Energien finanziell unterstützen.
  • Heiztechnologien, die erneuerbare Energien nutzen, können dazu beitragen, den Verbrauch fossiler Energieträger und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
  • Digitale Steuerungs- und Regelungssysteme können dabei helfen, den Betrieb der Heizungsanlage an den tatsächlichen Wärmebedarf anzupassen.
Eine Infografik gibt an, wie viel Energie private Haushalte 2020 im Bereich Wohnen verbraucht haben.

Energieverbrauch privater Haushalte im Jahr 2020. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023. Rundungsbedingte Abweichungen möglich.

Treibhausgasemissionen im Gebäudebereich verringern

Gebäude sind für einen erheblichen Anteil des Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Im Jahr 2024 entfielen 32,5 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs auf Raumwärme und Warmwasser in Gebäuden. Quelle: Umweltbundesamt.

Der Einsatz erneuerbarer Energien kann dazu beitragen, den Verbrauch fossiler Energieträger und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Wie stark die Emissionen sinken, hängt unter anderem von der eingesetzten Heiztechnik, dem Energieträger und dem Betrieb der Anlage ab.

Deutschland hat sich gesetzlich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Bis 2045 soll Netto-Treibhausgasneutralität erreicht werden. Das bedeutet, dass verbleibende Treibhausgasemissionen durch den Abbau von Treibhausgasen ausgeglichen werden müssen.

Die Energiewende in den eigenen vier Wänden

Bei der Wärmeversorgung können Hauseigentümer Entscheidungen treffen, die zur Energiewende beitragen. Welche Möglichkeiten infrage kommen, hängt unter anderem vom Zustand des Gebäudes, dem Energiebedarf und der vorhandenen Heiztechnik ab.

Neben der Wahl des Heizsystems spielen auch die Gebäudedämmung, moderne Fenster und Türen sowie die richtige Einstellung der Heizungsanlage eine Rolle. Maßnahmen zur Heizungsoptimierung können dazu beitragen, den Energieverbrauch zu verringern. Welche Einsparungen bei Energie und Kosten möglich sind, hängt von der jeweiligen Ausgangssituation ab.

Auch im Alltag können Sie auf einen bedarfsgerechten Betrieb Ihrer Heizung achten. Durch das regelmäßige Entlüften der Heizung lassen sich Luftansammlungen im Heizsystem beseitigen, die die Wärmeverteilung beeinträchtigen können. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass alle Komponenten der Heizung richtig aufeinander eingestellt sind. Er wird vom Fachbetrieb durchgeführt.

Eine Frau sitzt mit einer Katze auf dem Schoß im Wohnzimmer auf dem Fußboden.
Ein Vater rennt mit seinen Töchtern auf einer  Wiese vor dem  Haus.

Das Haus als System

Sie können Ihr Haus als eigenes Energiesystem gestalten: Gut aufeinander abgestimmte Komponenten können die Energieeffizienz verbessern und den Wohnkomfort erhöhen. Der Markt bietet zahlreiche technische Möglichkeiten.

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Welche Heizsysteme kommen für die Zukunft infrage?

Wenn Sie aktuell vorhaben, Ihre Heizung auszutauschen, sollten Sie neben den aktuellen (gesetzlichen) Anforderungen auch die langfristige Eignung des Heizsystems berücksichtigen. Eine Heizungsanlage bleibt häufig viele Jahre in Betrieb. Deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl die technischen Möglichkeiten, die geltenden gesetzlichen Vorgaben und die voraussichtlichen Betriebskosten einzubeziehen.

In einem Heizungskeller stehen drei große Geräte nebeneinander. Durch eine geöffnete Tür ist ein Mann zu sehen, der einen Schlauch in den Tank seines Autos steckt.

Bevor Sie sich für ein Heizsystem entscheiden, sollten Sie genau abwägen, was Sie auf lange Sicht vorhaben und eventuelle Sanierungen oder gesetzliche Vorhaben mit berücksichtigen. Heizsysteme mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien – wie beispielsweise eine Solarthermie-Anlage oder eine Wärmepumpe – können dazu beitragen, den Einsatz fossiler Energieträger zu verringern. Wenn eine vollständige Umstellung auf eine Heiztechnologie mit erneuerbaren Energien für Sie nicht infrage kommt, kann eine Hybridheizung eine mögliche Option sein. Sie kombiniert unterschiedliche Wärmeerzeuger, beispielsweise eine Brennwertheizung mit einer Solarthermieanlage. Ob eine solche Kombination sinnvoll ist, sollte anhand der Gegebenheiten Ihres Gebäudes geprüft werden. Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb zu den Möglichkeiten für Ihr Gebäude beraten.

Ein neuer Heizkessel kann gegenüber einer älteren Anlage den Energieverbrauch verringern. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt unter anderem von der bisherigen Heizung, der neuen Technik und den Betriebsbedingungen ab. Wenn Sie Ihre Heizung erneuern möchten, können auch Heizsysteme infrage kommen, die erneuerbare Energien nutzen. Solarthermieanlagen wandeln Sonnenenergie in Wärme um. Wärmepumpen nutzen Wärme aus der Umgebung, beispielsweise aus der Luft oder dem Erdreich, und benötigen dafür Strom. Mit geeigneten Speichern lässt sich Wärme oder selbst erzeugter Strom zeitversetzt nutzen. Welche Lösung für Ihr Gebäude geeignet ist und wie sich Energieverbrauch, Betriebskosten und Treibhausgasemissionen verändern, hängt von der Anlagentechnik, dem Gebäude und der Nutzung ab.

Der Umstieg auf eine Wärmepumpe oder eine andere Heizlösung, die erneuerbare Energien nutzt, kann den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren. Wie sich die Treibhausgasemissionen und die laufenden Energiekosten verändern, hängt unter anderem von der eingesetzten Technik, dem Energieträger, der Herkunft der Energie und dem Energiebedarf des Gebäudes ab.

Eigene Energieversorgung: Möglichkeiten und Grenzen

Mit selbst erzeugter Solarenergie können Sie einen Teil Ihres Strom- oder Wärmebedarfs decken und Ihre Abhängigkeit vom Energiebezug aus dem Netz verringern. Wie hoch der Eigenversorgungsanteil ausfällt und welche Kosten entstehen, hängt unter anderem von der Anlagentechnik, dem Energiebedarf und den Möglichkeiten zur Speicherung ab.

Eime Familie steht vor einem Haus mit einer Solaranlage auf dem Dach. Die Familie ist von hinten zu sehen.
Solaranlagen nutzen die Energie der Sonne zur Strom- oder Wärmeerzeugung.

Solarenergie nutzen

Die Kombination von Solarthermie und Photovoltaik kann dazu beitragen, einen Teil des Wärme- und Strombedarfs eines Gebäudes durch Sonnenenergie zu decken. Wie hoch der Eigenversorgungsanteil ausfällt, hängt unter anderem von der Anlagenauslegung, dem Energiebedarf und den Möglichkeiten zur Speicherung ab.

Vorteile von Photovoltaik

Photovoltaik und Wärmepumpe lassen sich miteinander kombinieren: Im Neubau oder in einem energetisch sanierten Gebäude kann eine Photovoltaikanlage einen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpe decken. Ein Energiemanagementsystem kann den Stromverbrauch auf die verfügbare Solarenergie abstimmen. Ein Stromspeicher ermöglicht es, selbst erzeugten Strom zeitversetzt zu nutzen. Wie hoch der Eigenverbrauchsanteil ausfällt, hängt unter anderem von der Anlagengröße, dem Wärmebedarf, der Jahreszeit und dem Nutzerverhalten ab.

Strom- und Wärmekreisläufe verknüpfen

In einem vernetzten Gebäude können Stromerzeuger, Speicher und Verbraucher aufeinander abgestimmt werden. So kann selbst erzeugter Solarstrom beispielsweise zum Laden eines Elektroautos oder zum Betrieb einer Wärmepumpe genutzt werden.

Ein Energiemanagementsystem koordiniert die angeschlossenen Anlagen und kann ihren Betrieb an die verfügbare Energie und den jeweiligen Bedarf anpassen. Ein Home Energy Management System (HEMS) übernimmt dabei die Steuerung der vernetzten Energieflüsse. Welche Funktionen möglich sind, hängt von den angeschlossenen Geräten und ihrer technischen Kompatibilität ab.

Null- oder Plusenergiehäuser

Null- und Plusenergiehäuser sind Gebäudekonzepte, bei denen die Energiebilanz über einen festgelegten Zeitraum im Mittelpunkt steht. Ein Nullenergiehaus gleicht seinen Energiebedarf innerhalb der zugrunde gelegten Bilanz durch die eigene Energieerzeugung aus. Ein Plusenergiehaus erzeugt bilanziell mehr Energie, als es verbraucht.

Dafür können verschiedene Technologien kombiniert werden, beispielsweise eine Photovoltaikanlage, eine Wärmepumpe und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Eine gut gedämmte Gebäudehülle kann dazu beitragen, den Wärmebedarf zu reduzieren. Dennoch kann das Gebäude zeitweise Energie aus dem öffentlichen Netz beziehen, etwa wenn die eigene Erzeugung den aktuellen Bedarf nicht deckt. Entscheidend ist die Energiebilanz über den betrachteten Zeitraum.

Haus als Energiesystem planen

Wenn ein Gebäude selbst Strom erzeugt und ein Speichersystem nutzt, kann es einen größeren Anteil seines Energiebedarfs durch selbst erzeugte Energie decken. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt unter anderem von der Anlagengröße, dem Verbrauch und der Speicherkapazität ab.

Werden Stromerzeugung, Speicher und Verbraucher aufeinander abgestimmt, lässt sich der Eigenverbrauch gezielt steuern. Die Auswirkungen auf das Stromnetz hängen unter anderem davon ab, wann Strom verbraucht, gespeichert oder eingespeist wird.

Die neue Rolle des Hauses als Energielieferant

Mit der zunehmenden Elektrifizierung, etwa durch Wärmepumpen und das Laden von Elektroautos, verändert sich der Strombedarf von Gebäuden. Gleichzeitig werden Anlagen zur Stromerzeugung und -speicherung zunehmend miteinander vernetzt.

Verfügt ein Gebäude über eine Photovoltaikanlage, einen Speicher und ein geeignetes Energiemanagement, kann überschüssiger Solarstrom gespeichert oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Wie diese Möglichkeiten genutzt werden können, hängt von der technischen Ausstattung, dem aktuellen Energiebedarf und den geltenden Anschlussbedingungen ab.

Modernes Haus mit Photovoltaik auf dem Dach.

Praxisbeispiel Neubau

Beim Neubau eines Hauses kann ein Fachbetrieb Sie bei der Planung und Umsetzung unterstützen und die technischen Komponenten auf das Gebäude abstimmen.

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Heizen mit fossilen Energien: Wie geht es weiter?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz ermöglicht Eigentümerinnen und Eigentümern, beim Einbau einer neuen Heizung zwischen verschiedenen Heiztechnologien zu wählen. Auch Gas- und Ölheizungen sind weiterhin zulässig. Für neu eingebaute Anlagen gelten jedoch zusätzliche Anforderungen an die künftig eingesetzten Brennstoffe.

Ein Wald von oben mit einer reinmontierten  Grafik von einem Fußabdruck.

Erneuerbare Energien

Das Gebäudemodernisierungsgesetz schreibt keinen einheitlichen Anteil von 65 Prozent erneuerbaren Energien und keine bestimmte Heiztechnik mehr vor. Wärmepumpen, Wärmenetzanschlüsse, Hybridheizungen und Biomasseanlagen bleiben ebenso möglich wie Gas- und Ölheizungen. Eine rechtlich zulässige Heizung ist jedoch nicht automatisch die wirtschaftlichste oder langfristig günstigste Lösung. Entscheidend sind das Gebäude, die örtliche Infrastruktur und die künftigen Kosten des Energieträgers.

Ein Wasserstofftank steht vor einem Haus.

Zukunftstechnologie Wasserstoff?

Wasserstoff kann künftig in einzelnen Bereichen der Wärmeversorgung eine Rolle spielen. Ob und zu welchen Kosten er für Wohngebäude zur Verfügung stehen wird, hängt jedoch vom Ausbau der Infrastruktur, der Erzeugung und der örtlichen Netzplanung ab. Die Kennzeichnung einer Gasheizung als „H₂-ready“ garantiert nicht, dass das Gebäude später tatsächlich mit Wasserstoff versorgt werden kann. Vor einer entsprechenden Investition sollten Verbraucher daher konkrete und verbindliche Informationen des örtlichen Netzbetreibers einholen.

Eine Ölheizung steht in einem Heizungskeller.

Austauschpflicht für Ölheizungen: Was gilt?

Nach Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes können Eigentümer grundsätzlich frei entscheiden, welche Heiztechnik sie einbauen. Damit bleiben auch neue Gas- und Ölheizungen zulässig. Für neu eingebaute Anlagen sollen jedoch ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe vorgeschrieben werden. Für 2045 ist eine vollständige Umstellung der zur Wärmeversorgung von Gebäuden eingesetzten Brennstoffe auf klimaneutrale Brennstoffe vorgesehen. Vor der Entscheidung für eine neue Öl- oder Gasheizung sollten daher die langfristige Verfügbarkeit und die Kosten der Brennstoffe sowie mögliche CO₂-Kosten und die Perspektive des örtlichen Versorgungsnetzes berücksichtigt werden.

Heizsysteme im Überblick

Moderne Heizsysteme bieten unterschiedliche Möglichkeiten, den Energiebedarf eines Gebäudes zu decken und den Energieverbrauch zu beeinflussen.

Neben Öl- und Gasheizungen kommen beispielsweise Wärmepumpen sowie Biomasseheizungen infrage, die mit Holz oder Pellets betrieben werden. Welche Technologie für ein Gebäude geeignet ist, hängt unter anderem vom energetischen Zustand, dem Wärmebedarf und den örtlichen Gegebenheiten ab. Informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Heizsysteme.

Eine Infrarotheizung in Form eines Bildes hängt an der Wand.

Infrarotheizung

Die Infrarotheizung wandelt elektrische Energie in Infrarotstrahlung um und erzeugt eine Wärme, die viele Menschen als angenehm empfinden.

Ein Heizungsfachmann steht vor einer Hybridheizung und gibt etwas auf einem Display ein.

Hybridheizung

Heiztechnologien kombiniert: Eine Hybridheizung kombiniert zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger, beispielsweise eine Wärmepumpe mit einem Gas- oder Ölkessel.

Eine Fachmann und ein Mann schauen sich gemeinsam eine Wärmepumpe im Heizungskeller an.

Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen Wärme aus der Umgebung – beispielsweise aus der Luft, dem Erdreich oder dem Wasser – und heben sie mithilfe von Strom auf ein für die Heizung geeignetes Temperaturniveau an.

Ein Fachmann repariert eine Solarmodul, das sich auf dem Dach befindet.

Solarthermie-Anlage

Solarthermieanlagen nutzen Sonnenenergie, um Wärme zu erzeugen. In Kombination mit einem geeigneten Heizsystem können sie die Raumheizung unterstützen und den Energiebedarf des Gebäudes für die Wärmeerzeugung reduzieren.

Eine Pelletheizerin leert den Aschekasten

Holz- & Pelletheizung

Holzheizungen nutzen Holzscheite oder Holzpellets zur Wärmeerzeugung. Welche Eigenschaften der Brennstoff hat und woher er stammt, hängt vom jeweiligen Produkt und Anbieter ab.

Eine Brennstoffzellenheizung steht in einem Raum.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzellenheizung erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme. Je nach Anlagentyp wird dafür Wasserstoff eingesetzt oder ein wasserstoffhaltiger Brennstoff wie Erdgas zunächst in Wasserstoff umgewandelt.

Häufige Fragen

Welche Heizung für Ihr Haus infrage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Anschaffungskosten, der Energiebedarf des Gebäudes, die laufenden Kosten, der Wartungsaufwand und mögliche staatliche Fördermittel. Eine höhere Investition kann sich langfristig rechnen – ob das der Fall ist, hängt von den individuellen Bedingungen ab. Wichtig ist, dass das Heizsystem zum Gebäude und dessen Wärmebedarf passt. Ein Fachbetrieb kann die technischen Möglichkeiten einschätzen. Für eine umfassende Bewertung der Kosten und möglicher Förderungen kann auch eine Energieberatung sinnvoll sein.

Auch hier müssen unterschiedliche Aspekte betrachtet werden. Welche Heizung für einen Altbau geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören der energetische Zustand des Gebäudes, der Wärmebedarf, die verfügbaren Energieträger und die Investitionskosten. Heizsysteme, die erneuerbare Energien nutzen, können dazu beitragen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu verringern. Prüfen Sie deshalb, welche Heiztechnik für Ihr Gebäude infrage kommt, welche energetischen Verbesserungen sinnvoll sind und wie sich die Investitions- und Betriebskosten voraussichtlich entwickeln. Auch mögliche Fördermittel sollten Sie bei der Entscheidung berücksichtigen.

Das deutsche Klimaschutzgesetz sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Bis 2045 soll Deutschland netto treibhausgasneutral sein. Für die Wahl einer Heizung bedeutet das nicht, dass bestehende Heizsysteme ab 2030 grundsätzlich nicht mehr genutzt werden dürfen. Welche Heiztechnik für ein Gebäude infrage kommt, hängt unter anderem vom energetischen Zustand, dem Wärmebedarf, den verfügbaren Energieträgern und den gesetzlichen Anforderungen ab. Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Hybridheizungen können je nach Gebäude eine Möglichkeit sein, den Verbrauch fossiler Brennstoffe und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu verringern. Welche Lösung geeignet ist, sollte individuell geprüft werden.

Eine neue Gasheizung bleibt nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz zulässig. Vor dem Einbau sollten Sie jedoch prüfen, welche Brennstoffe künftig vor Ort verfügbar sind, wie sich Gasnetz- und CO₂-Kosten entwickeln und ob ein Wärmenetz oder eine andere Heiztechnik geplant ist. Die Bezeichnung „H₂-ready“ garantiert keinen späteren Wasserstoffanschluss. Erkundigen Sie sich deshalb beim örtlichen Netzbetreiber, ob und in welchem Zeitraum eine Wasserstoffversorgung für Ihren Anschluss vorgesehen ist.

Eine Wärmepumpe kann auch in vielen Bestandsgebäuden eingesetzt werden. Ob sie für ein Gebäude geeignet und wirtschaftlich ist, hängt unter anderem vom Wärmebedarf, den Heizflächen und den erforderlichen Vorlauftemperaturen ab. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto effizienter kann eine Wärmepumpe in der Regel arbeiten. Ein Fachbetrieb kann prüfen, welche Voraussetzungen erfüllt sind und ob Anpassungen an der Heizungsanlage oder am Gebäude sinnvoll sind.

Bildnachweise: © VdZ, iStock / Halfpoint, iStock / Petmal, iStock / audioundwerbung

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