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Foerderstopp

Förderung für eine neue Heizung: jetzt staatliche Zuschüsse sichern

Der Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen entlastet das Klima und spart Heizkosten. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt Sie beim Umstieg auf eine neue Heizung.

Förderung im Überblick

Mit einer Förderung vom Staat zur neuen Heizung

Sanieren lohnt sich: Fördermittel für eine neue Heizung bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Diese können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

  • Das BAFA bietet eine Förderung für die neue Heizung, wenn die Anlage erneuerbare Energien nutzt.
  • Durch Zusatzboni kann sich die Heizungsförderung auf bis zu 40 Prozent erhöhen.

Förderoptionen für Ihre neue Heizung durch BEG

Informieren Sie sich umfassend über mögliche Förderungen für die Heizung. Diese Optionen gibt es:

Zuschuss vom BAFA für erneuerbare Heiztechniken

Die Heizung mit staatlicher Förderung modernisieren – dafür gibt es seit 1. Januar 2021 die BEG, die im Juli 2022 noch mal angepasst wurde. Die BEG vereint verschiedene Programme zur Heizungsförderung. Bei der BAFA können Sie im Rahmen der BEG Einzelmaßnahmen einen Zuschuss für den Einbau einer neuen Heizung beantragen, wenn es sich dabei um effiziente Technologien auf Basis erneuerbarer Energien handelt. Denn das Heizen mit erneuerbaren Energieträgern wie Sonnenenergie, Umweltwärme (z. B. Energie aus Erdreich und Grundwasser) sowie Biomasse (z. B. Holzpellets oder Hackschnitzel) verringert den Ausstoß an Treibhausgasen und schont dadurch das Klima. Ihr Vorteil dabei: Als Hauseigentümer profitieren Sie bei einer Heizungserneuerung von der Förderung sowie von geringeren Heizkosten und einer größeren Unabhängigkeit von Erdgas oder Heizöl.

Für den Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung gibt es keine Förderung, auch nicht in Kombination mit erneuerbarer Heiztechnik. Die erneuerbare Komponente einer Hybridheizung wird weiterhin gefördert. Dafür wird der Ersatz einer alten Gas- oder Ölheizung durch ein förderfähiges Heizsystem mit einem zusätzlichen Austauschbonus belohnt.

Bei einer Heizungsmodernisierung lohnt es sich, wenn Sie vollständig auf die Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien umsteigen. Dafür können Sie Fördermittel erhalten. Lassen Sie sich vorab in jedem Falle von einem Fachhandwerker dazu beraten, welches Heizsystem am besten zu Ihrem konkreten Gebäude und Ihren Ansprüchen passt.

Voraussetzung für eine BAFA-Förderung beim Heizungstausch ist, dass Sie Ihre alte Heizung zum Zeitpunkt der Antragstellung seit mehr als 5 Jahren nutzen. Je nachdem, mit welcher Technik Sie Ihre alte Heizung erneuern, gibt es einen Zuschuss auf die Investitionskosten (Bruttokosten inklusive Mehrwertsteuer).

Änderungen bei der BEG

Im Juli 2022 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Anpassungen an den förderfähigen Techniken und den Förderanteilen vorgenommen. Die wesentlichen Änderungen im Überblick:

  • Die Förderung von gasverbrauchenden Anlagen wurde aufgehoben.
  • Die Fördersätze für Einzelmaßnahmen wurden um 5-10 Prozentpunkte gesenkt.
  • Die Austauschprämie für Ölheizungen wurde durch den Heizungs-Tausch-Bonus (10 Prozent) ersetzt.
  • Der Wärmepumpen-Bonus (5 Prozent) wurde eingeführt.
  • Der iSFP-Bonus kann nur noch für Lüftungstechnik und Maßnahmen zur Heizungsoptimierung genutzt werden.

Neue Fördersätze und Zusatzboni bei der Heizungsförderung

Im Zuge der genannten Änderungen wurden die Fördersätze bei der Basisförderung geändert und neue Regelungen für Zusatzboni eingeführt.

Folgende Fördersätze gelten bei der Basisförderung seit 15. August 2022:

  • 25 Prozent für Wärmepumpen
  • 25 Prozent für Solarthermieanlagen 
  • 10 Prozent für Biomasseanlagen
  • 25 Prozent für Solaranlage und Wärmepumpe (Erneuerbare-Energien-Hybridheizungen)
  • 20 Prozent für Erneuerbare-Energien-Hybridheizungen mit Biomasse

Folgende Fördersätze gelten bei den Zusatzboni seit 15. August 2022:

Neu: Heizungs-Tausch-Bonus

Die Austauschprämie für Ölheizungen wurde durch den Heizungs-Tausch-Bonus (10 Prozent) ersetzt. Dieser wird unter folgenden Kriterien gewährt:

  • beim Austausch von funktionstüchtigen Öl-, Kohle- und Nachtspeicherheizungen
  • beim Austausch von funktionstüchtigen Gasheizungen, vorausgesetzt die Inbetriebnahme liegt zum Zeitpunkt der Antragsstellung mindestens 20 Jahre zurück. Hinweis: bei Gasetagenheizungen wird der Bonus unabhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme gewährt.

Wichtig: Nach dem Austausch darf das Gebäude nicht mehr mit fossilen Brennstoffen im Gebäude oder gebäudenah beheizt werden. Der Bonus gilt nicht für Solarkollektoranlagen sowie die Errichtung, den Umbau oder die Erweiterung eines Gebäudenetzes.

Neu: Wärmepumpen-Bonus

Wenn Sie sich bei einer neuen Heizung für eine Wärmepumpe entscheiden, können Sie einen zusätzlichen Bonus von 5 Prozent erhalten, wenn Sie als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser erschließen.

Biomasse Innovationsbonus

Den Biomasse Innovationsbonus in Höhe von 5 Prozent können Sie weiterhin beantragen. Voraussetzung ist, dass die neue Heizanlage die Grenzwerte für Feinstaub von maximal 2,5 Milligramm je Kubikmeter einhält.

iSFP-Bonus

Den iSFP-Bonus erhalten Sie, wenn Sie energetische Maßnahmen im Rahmen eines individuellen Sanierungsplans für Wohngebäude (iSFP) vornehmen lassen. Seit August 2022 können Sie diesen beim Einbau einer neuen Heizung nicht mehr nutzen. Für die Heizungsoptimierung oder Lüftung können Sie den iSFP-Bonus weiterhin beantragen.

Fördermittel für Lüftungstechnik

BAFA-Zuschüsse in Höhe von 15 Prozent gibt es darüber hinaus auch für den Einbau und die Erneuerung von Lüftungsanlagen. Folgende Maßnahmen sind beispielsweise förderfähig:

  • Bedarfsgeregelte zentrale Abluftsysteme
  • Zentrale, dezentrale oder raumweise Anlagen mit Wärmeübertrager
  • Kompaktgeräte mit Luft-/Luft-Wärmeübertrager und mit Abluftwärmepumpe
  • Kompaktgeräte ohne Luft-/Luft-Wärmeübertrager und mit Abluftwärmepumpe

Wenn Sie eine Lüftungsanlage als Teil einer Sanierung im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) einbauen lassen, können Sie von dem iSFP-Bonus profitieren und Ihren Zuschuss um weitere 5 Prozent erhöhen

Smart-Home-Systeme zur Verbrauchsoptimierung

Auch Digitalisierungsmaßnahmen sind förderfähig, die zu einer besseren Energiebilanz Ihrer Heizung oder anderer Anlagen, wie beispielsweise der Lüftungstechnik, beitragen. Einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent erhalten Sie vom BAFA im Rahmen der BEG EM für die Umsetzung folgender Maßnahmen:

  • Smart-Meter, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik für Heizungs-, Beleuchtungs-, Lüftungs- bzw. Klimatechnik
  • Systeme zur Erfassung und Auswertung von Energieflüssen, Energieverbräuchen, Teilverbräuchen der unterschiedlichen Sparten- und Energiekosten
  • elektronische Heizkostenverteiler
  • elektronische Systeme zur Betriebsoptimierung
  • Wohnungsdisplay zur Heiz- und Elektroenergie
  • elektronische Heizkörperthermostate / Raumthermostate

Auch Umfeldmaßnahmen anrechenbar!

Bei der Berechnung des Zuschusses können Sie auch Kosten für die Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme der neuen Heizung anrechnen lassen. Darüber hinaus sind sogenannte Umfeldmaßnahmen förderfähig. Dazu zählen Maßnahmen wie die Entsorgung der alten Heizung, der Einbau von Niedertemperatur-Heizkörpern oder die Sanierung des Heizraums. Ebenso werden Kosten berücksichtigt, die für Beratung, Planung und Baubegleitung anfallen.

Förderfähige Kosten erhöht

Mit der Einführung der BEG wurde die Obergrenze bei den förderfähigen Kosten von 50.000 Euro auf 60.000 Euro erhöht. Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt für BEG geförderte Einzelmaßnahmen bei 2.000 Euro (brutto). Weitere Informationen zu den Fördermitteln des BAFA im Rahmen der BEG finden auf der Website der BAFA.

Mit der Installation einer Solarthermieanlage können Sie die Warmwasserbereitung und die Raumheizung in Ihrem Zuhause unterstützen.

Erneuerbare Energien – warum es sich lohnt

Ihnen ist Klimaschutz wichtig? Sie möchten unabhängiger von möglichen Preissteigerungen bei herkömmlichen Brennstoffen werden? Dann ist es Zeit, Ihre bestehende Heizung zu erneuern und eine der attraktiven Fördermöglichkeiten des BAFA für den Umstieg auf erneuerbare Energien zu beantragen. Sie haben die Wahl:

Wärmepumpen und Biomasseanlagen

Wenn Sie Ihr Haus künftig vollständig mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgen möchten, bietet sich in vielen Fällen der Einbau einer Wärmepumpen- oder einer Biomasseanlage an. Wärmepumpen entziehen dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Außenluft die darin gespeicherte Energie, um daraus mithilfe von elektrischer Energie Wärme zu erzeugen. Alternativ kann auch eine Biomasseanlage ein Gebäude komplett mit Wärme und Warmwasser versorgen. Zu den vom BAFA geförderten Anlagen gehören beispielsweise Holzpellet- oder Hackschnitzelkessel, Pelletöfen mit Wassertasche oder emissionsarme Scheitholzvergaserkessel. Kachel- oder Kaminöfen, die nur in einem einzelnen Raum Wärme abgeben, werden dagegen nicht vom BAFA gefördert.

Solaranlage

Mit der Installation einer Solaranlage können Sie die Warmwasserbereitung und die Raumheizung in Ihrem Zuhause unterstützen. Eine solche Anlage ersetzt keine Heizung, sie ist aber eine ökologisch wie ökonomisch empfehlenswerte Ergänzung zu einem bestehenden Heizsystem – wie zum Beispiel einer Wärmepumpe. Auch in einer EE-Hybridanlage stellt sie eine wichtige Komponente dar: Diese koppelt verschiedene Wärmequellen, wie z.B. eine Wärmepumpe oder Biomasseanlage mit einer Solaranlage. Die genannten erneuerbaren Energiequellen verfügen bei einer EE-Hybridanlage über eine gemeinsame Steuerungs- und Regelungstechnik.

Achtung: Wichtig ist, dass die neue Heizung die für eine Förderung notwendigen Voraussetzungen und technischen Mindestanforderungen erfüllt. Ihr Fachhandwerker berät Sie dahingehend gern.

Das ist bei der Antragstellung für die Förderung der neuen Heizung zu beachten

Die Förderung beantragen Sie über ein Online-Formular des BAFA und zwar unbedingt, bevor Sie einen Fachbetrieb mit den geplanten Maßnahmen beauftragen. Beachten sollten Sie, dass die Summe der Kosten, die Sie im Antrag auf der Grundlage von Kostenvoranschlägen angeben, nicht mehr nachträglich nach oben korrigiert werden kann. Neben den Anschaffungskosten der Heizungsanlage können für die Förderung der neuen Heizung auch die Kosten für Installation und Inbetriebnahme sowie für sogenannte Umfeldmaßnahmen berücksichtigt werden. Darunter sind Arbeiten zu verstehen, die unmittelbar für den Heizungstausch notwendig sind. Das kann beispielsweise die Errichtung eines Lagerraums für Holzpellets, die Sanierung des Schornsteins, die Wärmedämmung von Rohrleitungen oder der Ersatz alter Heizkörper durch Niedertemperatur-Heizkörper sein. Auch Kosten für Beratung, Planung und Baubegleitung können im Antrag aufgeführt werden. Bei Wohngebäuden werden Investitionskosten maximal in Höhe von insgesamt 60.000 Euro brutto pro Wohneinheit berücksichtigt. Den Antrag für die Förderung der neuen Heizung können auch andere Personen – etwa Fachhandwerker, Energieberater oder Architekten – für Sie beim BAFA stellen. Dafür müssen sie eine entsprechende Vollmacht ausfüllen.

Um Fördergeld vom BAFA für eine neue Heizung zu erhalten, ist bei allen Anlagen die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs Pflicht. Denn nur wenn die Anlage dadurch richtig eingestellt ist, heizen Sie energieeffizient. Die Kosten dafür werden ebenfalls gefördert.

Was Sie noch beachten müssen: Wenn Sie die Zuschüsse des BAFA für Maßnahmen rund um die neue Heizung in Anspruch nehmen, können Sie dafür nicht zusätzlich die steuerliche Förderung für die energetische Sanierung nutzen.

Weitere Informationen zu den einzelnen Konditionen und zur Antragstellung finden Sie auf der Website der BAFA. Ebenso können Sie sich mit Fragen an die Hotline der BAFA wenden (+49 6196 908-1625) oder das Kontaktformular des Portals nutzen.

Steuerliche Förderung für die Heizung

Sie haben 2021 und 2022 bereits den Einbau einer neuen Heizung beauftragt, aber nicht vorab eine BAFA-Förderung beantragt? Dann können Sie sich 2021 immer noch die steuerliche Förderung für Ihre neue Heizung sichern.

KfW-Förderung für die Sanierung zum Effizienzhaus

Wenn Sie nicht nur Einzelmaßnahmen planen, sondern Ihr Haus komplett sanieren und damit auf einen höheren Effizienzstandard bringen wollen, können Sie dafür zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschuss bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen.

Die KfW-Förderung lohnt sich zum einen, da der Zinssatz für einen Kredit in den ersten 10 Jahren der Laufzeit aus Bundesmitteln verbilligt wird. Zum anderen müssen Sie dank attraktiver Tilgungszuschüsse einen Teil des Darlehens nicht zurückzahlen. Dabei gilt: Je besser der KfW-Effizienzhaus-Standard der neuen Immobilie ist, desto höher fällt der Tilgungszuschuss aus.

Sie wollen Ihr Haus zum Effizienzhaus sanieren oder ein frisch saniertes Effizienz­haus kaufen? Dann können Sie die Fördermittel für Wohngebäude der BEG nutzen. Die Fördersätze (Tilgungszuschuss) für die Sanierung wurden im Zuge der erwähnten Anpassungen geändert.

Folgende Fördersätze gelten seit 15. August 2022:

  • Effizienzhaus Denkmal: 5 Prozent (mit EE 10 Prozent)
  • Effizienzhaus 85: 5 Prozent (mit EE 10 Prozent)
  • Effizienzhaus 70: 10 Prozent (mit EE 15 Prozent)
  • Effizienzhaus 55: 15 Prozent (mit EE 20 Prozent)
  • Effizienzhaus 40: 20 Prozent (mit EE 25 Prozent)

Der maximale Kreditbetrag beziehungsweise die Höhe der förderfähigen Kosten beträgt 120.000 Euro pro Wohneinheit, für die Effizienzhäuser EE-Klasse 150.000 Euro. Eine Effizienzgebäude EE-Klasse wird erreicht, wenn erneuerbare Energien einen Anteil von mindestens 55 Prozent des erforderlichen Energiebedarfs für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erbringen.

KfW-Förderung für nachhaltige Neubauten

Wenn Sie einen Neubau planen, wird dieser nur dann gefördert, wenn es sich dabei um ein Effizienzhaus 40 in der NH-Klasse handelt. Die Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse) wird erreicht, wenn ein Nachhaltigkeitszertifikat mit dem Qualitätssiegel „Nachhaltiges Bauen“ ausgestellt wurde. Dazu müssen Sie einen Energie-Experten hinzuziehen, der das Zertifikat ausstellt. Nur dann können die Leistungen gefördert werden. Die Effizienzgebäude NH-Klasse gilt ausschließlich für den Neubau. Der Tilgungszuschuss beträgt dann 5 Prozent. Die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten ist bei einem Neubau auf maximal 120.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt.

Bildnachweise (v. o. n. u.): © Intelligent heizen/Thilo Ross, © iStock/Ingo Bartussek

Umfassende Sanierung mit staatlicher Förderung

Sie haben vor, Ihre Immobilie einer Rundumsanierung zu unterziehen? Dann informieren Sie sich über die Fördermöglichkeiten der KfW-Bank in Form von attraktiven Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten.

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