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Ein Kaminofen mit einer Glasscheibe steht im Wohnzimmer, in dem ein Paar auf einem Sofa sitzt.

Kachel- und Kaminofen

Wenn Heizen zum Genuss wird

Ein echtes Holzfeuer ist ein sinnliches Erlebnis. Die milde, langwellige Strahlungs­wärme eines Kachelofens ist ein echter Wohlfühlgarant.

Kachelöfen und Kaminöfen sorgen für ganz individuelle Wärmeerlebnisse

Moderne Öfen und Kamine verbinden technische Innovation mit individuellen Designwünschen und sehr hohen Standards im Umweltschutz.

  • Heizen mit nachwachsendem Holz aus der Region als Teil des natürlichen CO₂-Kreislaufs
  • Strahlungswärme und sichtbares Feuer schaffen eine besondere Wohnatmosphäre
  • Intelligent vernetzbar mit Wassertechnik und Solarthermie

Für wen eignet sich ein Kaminofen oder ein Kachelofen?

Es ist Ihnen wichtig, klimaschonend zu heizen, Ihnen sind Wohlfühlmomente wichtig und Sie genießen es, in die Flammen zu blicken? Und all das wünschen Sie sich in Verbindung mit einem einzigartigen Wohnambiente? Dann passt ein moderner Ofen oder Kamin zu Ihnen. Sie sorgen für einen hohen Wirkungsgrad, sparsamen Verbrauch und natürlichem Heizen. Holz ist ein nachwachsender Brennstoff. Regional verfügbares Holz kann die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern.Moderne Holzfeuerstätten verbinden behagliche Wärme mit fortschrittlicher Technik. Dank optimierter Verbrennung, gezielter Luftführung und bei Bedarf zusätzlicher Filtertechnik arbeiten sie heute deutlich emissionsärmer als ältere Anlagen.

Was gilt nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) schreibt keine bestimmte Heiztechnik vor. Kamin-, Kachel- und Pelletöfen sind grundsätzlich erlaubt. Für ihre Planung und ihren Betrieb gelten bestimmte technische, immissionsschutzrechtliche und brandschutzrechtliche Anforderungen.

Neue Broschüre: Vom Kaminofen-Traum zur passenden Einzelfeuerstätte

Sie träumen von einem Kaminofen, der angenehme Wärme spendet, eine wunderbare Atmosphäre in Ihrem Zuhause schafft und im Fall eines Stromausfalls als wertvolle zusätzliche Wärmequelle dient? Sie sind sich aber unsicher, welcher Ofen zu Ihrem Zuhause passt? Unsere neue Einstiegshilfe bietet Ihnen eine erste Orientierung und unterstützt Sie auf dem Weg zur passenden Einzelfeuerstätte.

Kostenfrei downloaden

Heizsysteme und System-Ergänzungen kennenlernen

Eine Fachmann und ein Mann schauen sich gemeinsam eine Wärmepumpe im Heizungskeller an.

Wärmepumpe

Mit einer Wärmepumpe setzen Sie ganz auf die Natur: Denn Wärmepumpen wandeln Wärme aus Erdreich, Wasser oder Luft in Heizwärme um. Und in Kombination mit einem Warmwasserspeicher stellt sie auch die Warmwasserbereitung sicher.

Eine Frau steht in einem Badezimmer und macht eine Yogaübung.

Durchlauferhitzer

Ob in Küche, Bad oder WC: Elektronische Durchlauferhitzer produzieren täglich benötigtes Warmwasser.

In einem Badezimmer steigt ein Fuß aus der Dusche.

Flächenheizung

Fußboden-, Decken- oder Wandheizungen verteilen die Wärme großflächig, gleichmäßig und behaglich und können auf Wunsch auch kühlen.

Eine Infrarotheizung in Form eines Bildes hängt an der Wand.

Infrarotheizung

Die Infrarotheizung wandelt elektrische Energie in Infrarotstrahlung um und erzeugt eine Wärme, die als sehr angenehm empfunden wird.

Eine Brennstoffzellenheizung steht in einem Raum.

Brennstoffzelle

Innovative, hocheffiziente Technologie: Die Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff Strom und Wärme im Doppelpack.

Ein Heizungskeller mit einer Ölheizung und anderen Geräten.

Ölheizung

Eine Ölheizung ist ein zuverlässiger Partner für Heizung und Warmwasser. Heutige Brennwertgeräte schöpfen den Energiegehalt von Heizöl maximal aus.

Verschiedene Geräte stehen in einem Heizungskeller.

Stromspeicher

Stromspeicher ermöglichen es, die Energie von erneuerbaren Energieerzeugern wie Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ins eigene Stromnetz einzubinden und für das Heizen nutzbar zu machen.

Eine Pelletheizerin leert den Aschekasten

Holz- & Pelletheizung

Eine Holzheizung ist für viele eine Herzensangelegenheit. Sie verzichtet auf fossile Brennstoffe und setzt auf Holz(-pellets) aus heimischen Wäldern.

Eine Hand hält ein Haus aus Papier ins Sonnenlicht.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Richtig heizen: Das Privathaus wird zur Power-Station, in dem ein Mikro-Blockheizkraftwerk nicht nur Wärme erzeugt, sondern auch Strom.

Ein Fachmann und ein Mann stehen auf dem Dachboden vor einer Lüftungsanlage, die geöffnet ist.

Lüftungsanlage

Im Team unschlagbar: Lüftungsanlagen sind nicht nur ein Garant für ein perfektes Raumklima und gesunde Lufthygiene. In Kombination mit einem modernen Heizsystem sorgen sie für optimale Energieeffizienz.

Ein Hund liegt vor einem Heizkörper

Moderne Heizkörper

Moderne Heizkörper sind längst zu Stilobjekten und Designstatements geworden. Sie wärmen nicht nur, sondern dienen gleichzeitig als Wandgemälde, Raumteiler oder Treppengeländer.

Ein Kaminofen mit einer Glasscheibe steht im Wohnzimmer, in dem ein Paar auf einem Sofa sitzt.

Kachel- und Kaminofen

Ein echtes Holzfeuer ist ein sinnliches Erlebnis. Die milde, langwellige Strahlungs­wärme eines Kachelofens ist ein echter Wohlfühlgarant.

Ein Heizungsfachmann steht vor einer Hybridheizung und gibt etwas auf einem Display ein.

Hybridheizung

Der Mix macht‘s: Die Hybridheizung ist ein wahres Multitalent. Sie vereint die Vorteile konventioneller und erneuerbarer Energieträger und versorgt Sie zuverlässig mit Wärme.

Ein Fachmann und ein Mann stehen vor einem Gerät im Heizungskeller.

Effiziente Heizsysteme

Die Heizung von heute kann mehr als nur Wärme und warmes Wasser erzeugen. Moderne Heizsysteme vereinen Effizienz, Klimaschutz und Zuverlässigkeit. Und: Es gibt passende Lösungen für jedes Gebäude.

Energieträger

Öl, Gas, Holz, Solarenergie oder Umweltwärme – beim Heizen kommen heute viele verschiedene Energieträger zum Einsatz. Einzeln oder clever kombiniert, versorgen sie Ihr Zuhause zuverlässig und effizient mit Wärme.

Ein Dach, das mit Photovoltaik-Modulen bedeckt ist.

Photovoltaik

Photovoltaik-Anlagen wandeln mithilfe von Solarzellen Sonnenlicht in elektrischen Strom um.

Ein Mann steht vor einem technischen Gerät, das geöffnet ist und blickt in die Kamera.

Gasheizung

Die Gasheizung ist der Klassiker unter den Heizsystemen. Moderne Geräte arbeiten mit Brennwerttechnik und heizen dadurch effizient, kostengünstig und emissionsarm.

Ein Fachhandwerker und ein Mann sitzen in der Hocke im Heizungskeller vor einem Pufferspeicher.

Pufferspeicher

Wenn Sie Ihre Heizung neu planen, ist das Speichern von Energie ein wichtiges Thema. Ein Pufferspeicher im System sorgt dafür, dass Sie weniger Energie verbrauchen und erhöht den Wohnkomfort.

Ein Mann steht vor einem Display in der Wohnung und tippt mit einem Finger darauf.

Digitale Heizung

Digitalisierung der Heizung: ein spannendes Trendthema in der Heiztechnik. Bereits heute setzt die digitale Heizung Standards.

Ein Fachmann repariert eine Solarmodul, das sich auf dem Dach befindet.

Solarthermie-Anlage

In Kombination mit modernen Wärmeerzeugern lassen Solaranlagen Ihre Heizkörper wunderbar warm werden.

Vielfalt zum Wohlfühlen – Ofentypen im Überblick

Ein Grundofen steht in einem Wohnzimmer.

Der Grundofen

Der Grundofen ist ein Ofen zum Ankuscheln. Er ist das kreative, handwerkliche Meisterstück des Ofenbauers, der beim Design die individuellen Wünsche des Kunden einfließen lässt. Dieser Ofen-Klassiker hat einen hohen Wirkungsgrad. Der Kachelgrundofen braucht einige Zeit zum Aufwärmen, gibt dann aber viele Stunden gleichmäßig Wärme ab.

Ein Kachelofen steht in einer Küche.

Der Warmluftofen/Kombi-Kachelofen

Er sorgt rasch für wohlige Wärme, indem er die Raumluft ansaugt, erwärmt und dann wieder an den Raum abgibt. Über Warmluftkanäle können damit auch mehrere Räume beheizt werden. Ein Kombi-Kachelofen vereint die Vorteile von Grundofen und Warmluft-Kachelofen: Er gibt zunächst warme Luft und dann zeitversetzt über mehrere Stunden angenehme Strahlungswärme ab.

Ein Heizkamin steht in einem modern eingerichteten Wohnzimmer.

Der Heizkamin

Der Blick aufs Feuer macht die Faszination des Heizkamins aus. Große Glasscheiben ermöglichen den Blick in die wärmenden Flammen. Heizkamine eignen sich besonders für die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter sowie als Zusatzheizung an kalten Tagen. Sie erwärmen den Raum schon nach kurzer Zeit durch warme Luft und Strahlungswärme.

Ein Kachelherd steht in einer Küche.

Der Kachelherd

Ein moderner Kachelherd vereint Kochen, Backen, Warmhalten sowie das Zubereiten von Warmwasser und Heizen. In seiner Funktionsweise entspricht er einem aus Schamottesteinen gemauerten Grundofen. Die Hitze erwärmt sowohl die Koch- und Backvorrichtungen und Kacheloberflächen, die Wärme wird aber auch in die Küche und gegebenenfalls angrenzende Räume abgegeben.

Ein Pelletofen steht in einem modern eingerichteten Zimmer mit einer Design-Liege.

Der Pelletofen

Pelletöfen sind effizient und komfortabel, ihre Befüllung erfolgt auf Wunsch vollautomatisch und die Zündung stets auf Knopfdruck. Sie sind optimal geeignet für Wohnungen oder Häuser mit geringem Wärmebedarf. Pelletöfen eignen sich in Kombination mit Wasserwärmetauschern und Pufferspeichern auch als Herzstück eines Heizsystems.

Ein in die Wand eingelassener Heizkamin in einem Arbeitszimmer.

Der Gaskamin

Ein Gas-Kachelofen, Gas-Heizkamin und Gaskaminofen ist mit speziellen Heizeinsätzen ausgestattet und spendet rasch behagliche Wärme. Statt Holz verbrennt dieser Bio- oder Erdgas mit täuschend echtem Flammenspiel. Dabei bietet der Gas-Heizeinsatz eine Menge Vorteile: hohen Bedienungskomfort, wirtschaftlichen Brennstoffverbrauch und geringe Schadstoffemissionen.

Häufige Fragen zu Kamin- und Kachelöfen

Ganz und gar nicht. In kleineren Wohnungen oder Mietwohnungen kann zum Beispiel ein Kaminofen installiert werden. Er nimmt wenig Platz ein, ist vergleichsweise günstig in der Anschaffung und die ideale Zweitheizung für die Übergangszeit. So ein Kaminofen überzeugt mit effizienter Heiztechnik und einer schönen Feuersicht. Außerdem ist er transportabel, falls Sie einmal umziehen.

Nein. Kamin- oder Kachelöfen können auch in Gebäuden mit Lüftungsanlage betrieben werden. Voraussetzung ist, dass Verbrennungsluftversorgung, Feuerstätte, Schornstein und Lüftungssystem sicher aufeinander abgestimmt sind. Bei raumluftabhängigen Feuerstätten können zusätzliche Sicherheitseinrichtungen erforderlich sein, damit Lüftungsanlage, Abluft-Dunstabzugshaube oder andere absaugende Geräte keinen gefährlichen Unterdruck erzeugen.

Moderne Feuerstätten leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz. Denn einerseits bleiben der Umwelt Emissionen aus fossilen Brennstoffen erspart. Andererseits nutzen Kamine und Öfen den nachwachsenden Rohstoff Holz effizient und CO2-neutral. Hinzukommt, dass das Holz aus heimischen Wäldern stammt und so keine langen Transportwege nötig sind.

Die heutige Generation an Öfen und Kaminen ist mit moderner Verbrennungstechnik ausgestattet. Sie können guten Gewissens als CO2-neutrale Energietechnik betrieben werden, die höchste Umweltschutzanforderungen erfüllt. In den letzten Jahren wurden moderne Holzfeuerstätten hinsichtlich ihrer Emissionen stark optimiert. Aufgrund ihrer emissionsarmen Technik dürfen Öfen, die nach dem 1. Januar 2015 eingebaut wurden und damit die Stufe 2 der 1. BImSchV erfüllen, selbst an Tagen mit Feinstaubalarm betrieben werden.

Verwenden Sie ausschließlich die Brennstoffe, für die Ihre Feuerstätte laut Herstellerangaben und Typenschild zugelassen ist. Behandeltes, beschichtetes, lackiertes oder verleimtes Holz, Abfälle, Verpackungen und Altholz dürfen nicht verbrannt werden. Auch Papier ist kein geeigneter Brennstoff; es sollte höchstens in der vom Hersteller zugelassenen Form zum Anzünden verwendet werden.

Für ältere Feuerstätten gelten Übergangsregelungen der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung. Geräte mit einem Typenschild-Datum vom 1. Januar 1995 bis einschließlich 21. März 2010 mussten bis Ende 2024 die vorgeschriebenen Grenzwerte nachweisen, nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden. Für bestimmte Anlagen gelten Ausnahmen, beispielsweise für Grundöfen, offene Kamine oder Feuerstätten, die eine Wohneinheit ausschließlich mit Wärme versorgen. Ob Ihr Ofen weiterbetrieben werden darf, klären Sie am besten mit dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger.

Ja. Ein Heizkamin kann auch Teil eines modularen Heizsystems werden. Zum Beispiel in Verbindung mit einem Wärmespeichersystem oder einem Aufsatzspeicher. Ein wasserführender Kamin kann zur Unterstützung des Heizungs- und Warmwasserkreislaufes genutzt werden. Selbst die Kombination mit einer Solaranlage und einem Pufferspeicher ist möglich.

Ein offener Kamin ist Sinnbild für das wohl ursprüngliche Feuererlebnis mit Sicht auf die freie Flamme. Grundsätzlich ist gegen einen gelegentlichen Betrieb nichts einzuwenden, als Dauerheizung ist ein offener Kamin jedoch nicht geeignet, weil zu viel Wärme ungenutzt verloren geht, der Wirkungsgrad also gering ist. Außerdem entstehen vergleichsweise hohe Emissionen. Auch entzieht er dem Raum relativ viel Sauerstoff, sodass offene Kamine auf große Räume angewiesen sind. Nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung dürfen sie deshalb nur gelegentlich betrieben werden. Als reguläre Raumheizung sind sie nicht geeignet.Eine interessante Alternative hierzu wäre zum Beispiel ein Kaminofen. Sie können einen offenen Kamin durch den Einbau einer Kaminkassette in einen geschlossenen Kamin umwandeln. Das erhöht die Wohnraumsicherheit und den Wirkungsgrad und senkt die Emissionswerte ab. Ein Schornstein ist bei einem offenen Kamin zwingende Voraussetzung.

Der passende Schornstein ist ein wichtiges Element bei der sorgfältigen Planung einer Feuerungsanlage. Denn der Schornstein ist für die sichere Ableitung der Abgase und für den emissionsarmen und effizienten Feuerstättenbetrieb verantwortlich. Ganz wichtig: Schornstein und Feuerstätte müssen zueinander passen.

In Kachel- und Kaminöfen kommt Holz als Brennstoff zum Einsatz. Holz als der ursprünglichste Energieträger (Definition) der Menschheit ist nicht nur altbewährt, sondern auch besonders nachhaltig. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und verbrennt umweltfreundlich, emissionsarm und CO₂-neutral. Je nach Ofen- und Kaminart wird Scheitholz, Holz in Pellet-Form oder als Hackschnitzel verwendet. Gaskamine nutzen Erdgas als Energieträger statt Holz. In Dauerbrandöfen werden Braunkohlenbriketts verfeuert.

Ein Kamin- oder Kachelofen, der nur den Aufstellraum beheizt, wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in der Regel nicht gefördert. Förderfähig können dagegen bestimmte Biomasseheizungen sein, die in das zentrale Heizsystem eingebunden werden und die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Dazu zählen beispielsweise geeignete Pelletöfen mit Wassertasche.

Ofenquiz

Das Ofenquiz

Richtig bedient versorgen Kamine und Öfen Ihr Zuhause mit angenehmer Wärme, ohne dabei Klima und Umwelt zu belasten. Sind Sie ein Profi beim Heizen mit Holz? Finden Sie es heraus mit unserem Quiz.

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Handwerker­suche und Ausstellungs­­verzeichnis

Hier finden Sie mithilfe dreier landesweiter Online-Datenbanken einen Fachbetrieb für den ordnungsgemäßen Um- oder Einbau einer neuen Heizung, einen Ofenbauer oder Fachausstellungen, um Inspiration und Beratung zu erhalten.

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Moderne Feuerstätten: Darauf kommt es an

Jede Kamin- und Ofenart benötigt einen speziell auf das System zugeschnittenen und abgestimmten Schornstein. Seine Aufgabe ist es, die Abgase sicher aus dem Gebäude zu leiten und der Feuerstätte genügend frische Luft zuzuführen, damit das Feuer brennen kann.

Welcher Schornstein der richtige ist, berechnet der Fachmann mit modernen Messwerkzeugen. So ist eine sichere, energieeffiziente Nutzung einer modernen Holzfeuerstätte garantiert. Der Schornstein wird so dimensioniert, dass die entstehende Abgasmenge störungsfrei durch den Schornstein abtransportiert werden kann. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme sorgt für den Auftrieb im Schornstein. Die oben abgeführten Abgase sorgen für eine Saugwirkung von unten. An der Feuerstätte wird Luft angesaugt, die auch gleichzeitig den nötigen Sauerstoff für die Verbrennung liefert. Bei Feuerstätten ohne Ventilator regelt sich das System selbst, man spricht hierbei vom Naturzug. Sowohl ein zu stark und schnell ziehender Schornstein als auch ein zu träger und schwacher Schornstein führen zu deutlichen Einbußen in der Effizienz der Feuerstätte und erhöhen die Emissionen. Ergo: Nicht jeder Schornstein funktioniert mit jeder Feuerstätte. Um den richtigen Schornstein für Ihre Feuerstätte zu finden oder die Anlage prüfen zu lassen, sollten Sie eine „Schornsteinberechnung“ vom Fachbetrieb durchführen lassen.

Allein oder zentral

Viele Ofentypen, zum Beispiel ein wasserführender Kaminofen, Pelletkamin oder Kachelofen mit einem Heizeinsatz mit Wassertechnik, können an die Zentralheizungsanlage angeschlossen werden. Auf diese Weise kann eine wasserführende Feuerstätte einen Teil der erzeugten Wärme in das zentrale Heizsystem einspeisen. In Verbindung mit einem Pufferspeicher und gegebenenfalls einer Solarthermieanlage kann sie den Hauptwärmeerzeuger entlasten. Wie groß die Einsparung ausfällt, hängt von der Auslegung und dem tatsächlichen Betrieb des Gesamtsystems ab.

Thema Holz: die Holzbeschaffenheit

Große Auswirkungen auf das richtige Brennverhalten hat der Wassergehalt des gewählten Energieträgers Holz. Achten Sie bei der Verfeuerung von Scheitholz darauf, dass es trocken ist. Denn nur so kann das Holz viel Wärme abgeben und umweltfreundlich verbrennen. Bei optimaler Trocknung liegt der Wasseranteil zwischen 15 bis 20 Prozent. Lagern sollten Sie das Holz an einem vor Regen und Schnee geschützten Platz. Achten Sie darauf, dass das Brennholz keinen Kontakt zur Erde hat, so vermeiden Sie, dass es die Feuchtigkeit des Bodens aufnimmt. Wenn Sie mit Holzbriketts heizen möchten, dann sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass sie der Norm DIN EN ISO 17225-3 entsprechend zertifiziert sind. Im Fall von Holzpellets können Sie sich an der DIN EN ISO 17225-2 orientieren. Holzpellets, die in Haushalten eingesetzt werden, müssen der Klasse A1 dieser Norm entsprechen. Übrigens gibt es auch Holzpellets, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen.

Ein offener Kamin mit gestapeltem Holz  steht in einem Wohnzimmer.
Kachel- und Kaminöfen sorgen für einen hohen Wirkungsgrad, sparsamen Verbrauch und umweltgerechtes Heizen, denn Holz verbrennt CO₂-­neutral.

Die richtige Befeuerung und Bedienung

Wenn Sie Ihren Scheitholzofen richtig anheizen möchten, gibt es generell zwei Wege zum Ziel: Anheizen von oben und von unten. Beim Anheizen von oben platzieren Sie zwei bis drei Holzscheite nebeneinander auf dem Feuerraumboden. Dann legen Sie die Anzündhölzchen quer über die Scheite. Dazwischen, auf einem der Scheite, platzieren Sie dann den Anzünder. Anschließend sollten Sie weitere Anzündhölzchen mit Abständen quer darüber legen. Vorteil dieser Methode ist, dass sehr wenig unverbrannte Brenngase den Feuerraum verlassen. Sie dauert etwas länger als das Anheizen von unten. Beim Anheizen von unten legen Sie die Anzündhölzchen einlagig über den Bodenrost und platzieren dazwischen den Anzünder. Dann legen Sie weitere Anzündhölzchen mit Abständen quer darüber. Anschließend legen Sie zwei bis drei mittelgroße Holzscheite mit der scharfen Spaltkante nach unten. Nachdem die Anzündscheite brennen, müssen Sie den Verbrennungsluftschieber für circa drei Minuten öffnen. Wenn nach dem Anheizen der Verbrennungsvorgang im Gang ist, muss die Verbrennungsluftversorgung im Glutbereich weitgehend und der Sekundärluftschieber entsprechend Bedienungsanleitung etwas zurückgenommen werden.

Planung ist die halbe Miete, denn das volle Potenzial der Feuerstätte wird erst durch die richtige Bedienung ausgeschöpft. Ihre moderne Feuerstätte kann Sie sogar bei der richtigen Befeuerung unterstützen. Sie bietet Ihnen elektronische Informationen und automatische Hilfestellungen zur Steuerung und Regelung mit dem Ziel, die Feuerstätte jederzeit mit der notwendigen Verbrennungsluftmenge zu versorgen. Eine manuelle Verbrennungsluftsteuerung ist damit hinfällig. Bei der Auswahl der Einzelfeuerstätte können Sie entscheiden, in welchem Umfang Sie beim Betrieb Ihrer Feuerstätte unterstützt werden möchten. Moderne Geräte machen die Anzeige, Steuerung und Einstellung sämtlicher Funktionen zudem über mobile Endgeräte für den Nutzer zugänglich.

Kaminofen und Kachelofen reinigen

Wie häufig Ihr Ofen gereinigt werden muss, hängt davon ab, wie stark Sie Ihren Ofen nutzen und um was für einen Ofen es sich handelt. Der Schornsteinfeger muss mindestens einmal pro Jahr zur Schornsteinreinigung vorbeikommen. Wenn Ihr Ofen stark eingesetzt wird, kann es auch viermal pro Jahr sein. Sie selbst sollten regelmäßig Brennraum, Ofenrohr und Heizgaszüge von Ruß befreien. Wenn dies nicht geschieht, hat das negative Folgen. Ein durch Rußablagerung verengter Abzug sorgt dafür, dass der Ofen schlechter zieht und wärmt. Außerdem steigen Schadstoffemissionen, Rauchbelästigung und vor allem die Brandgefahr. Durch regelmäßiges Reinigen von Kaminofen und Kachelofen verringern Sie Ablagerungen und das Risiko eines Schornsteinbrands. Unser Tipp: Als Ofenbesitzer sollten Sie vor Beginn der Heizsaison Feuerstätte, Ofenrohr und Verbindungsstück gründlich reinigen. Dabei kann Ihnen auch der Schornsteinfeger behilflich sein. Gut gereinigt kann Ihr Kamin- und Kachelofen richtig heizen und Sie können das Flammenspiel voll und ganz genießen.

Kaminofen Schritt für Schritt planen

Wenn Sie sich für einen Ofen oder Kamin interessieren, sollten Sie Ihre Wünsche an Komfort, Technik und Design mit einem Architekten oder Ofenbauer abstimmen. Sie stimmen das Zusammenspiel von Designansprüchen, technischen Vorgaben und dem Wärmebedarf des Gebäudes aufeinander ab. Denn zeitgemäße Architektur stellt die Faszination und Magie des echten Feuers moderner Design-Holzfeuerstätten in den Mittelpunkt. Die Integration von Öfen oder Kaminen in die Wärmeversorgung ist heute nahezu selbstverständlich und unkompliziert – ob als Stand-alone-Lösung oder im Wärmeverbund vernetzt mit anderen (regenerativen) Energiesystemen, ob im Neubau oder im Zuge einer Modernisierung. Eine Planung und Umsetzung von Feuerstätten, unter Berücksichtigung von Designansprüchen und technischen Vorgaben sowie der Beachtung des reduzierten Wärmebedarfs von hochgedämmten Gebäuden, ist einfach zu realisieren.

Folgende Planungsschritte sollten hierbei beachtet werden:

  1. Ofentyp auswählen
  2. Nutzung festlegen
  3. Fachbetrieb einbeziehen
  4. Brennstoff wählen
  5. Heizbedarf bestimmen
  6. Standort festlegen
  7. Schornstein prüfen
  8. Planung & Umsetzung
  9. Einfach genießen

Heizungs_Check

Infoblatt

Einen Kaminofen Schritt für Schritt planen

Das Infoblatt zeigt, welche Fragen Sie vor dem Kauf klären sollten, wann Sie den Bezirksschornsteinfeger und den Fachbetrieb einbeziehen und welche Unterlagen, technischen Voraussetzungen und Sicherheitsabstände wichtig sind

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Bildnachweise: © VdZ / Bjoern Luelf, AdK / www.kachelofenwelt.de

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