Loading...

BAFA bietet attraktive Förderung für die Heizung

Machen Sie Ihre Heizung fit für die Zukunft. Seit 2021 setzt das BAFA die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) um. Hier erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten einer BAFA-Förderung.

Heizungsförderung 2021

Zu Anfang 2021 wurde die Förderung energiesparender Heiztechnik durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) neu aufgesetzt. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Maßnahmen der BEG und die schrittweise Umsetzung.

Förderung im Überblick

BAFA-Förderung für energieeffiziente Heizung

Mit verschiedenen Zuschüssen unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter anderem Privatpersonen, die den Energieverbrauch ihrer Heizungsanlage minimieren. Durch die BEG ist klimafreundliches Heizen noch attraktiver geworden:

  • je größer die Einbindung von erneuerbaren Energien, desto höher der Fördersatz
  • Zuschüsse von bis zu 55 Prozent für das Heizen mit erneuerbaren Energien durch neue Zusatzboni
  • Zuschuss von 20 Prozent für die Optimierung der Heizungsanlage

Förderoptionen für Ihre neue Heizung durch BEG

Informieren Sie sich umfassend über mögliche Förderungen für die Heizung. Diese Optionen gibt es:

Zuschüsse für erneuerbare Energien und Heizungsoptimierung

Ihre Heizung im Keller tut schon seit einigen Jahren ihren Dienst? Dann verbraucht die Anlage sehr wahrscheinlich unnötig viel Energie. Das verursacht hohe CO2-Emissionen und Sie geben mehr Geld fürs Heizen aus als eigentlich nötig. Abhilfe schafft der Einbau energieeffizienter Heiztechnik. Die Kosten dafür können Sie mit der BAFA-Förderung für die Heizung deutlich senken.

Diese wurde neu strukturiert: Seit 1. Januar 2021 gelten die Richtlinien der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG). Sie ersetzt bisherige Förderprogramme wie das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE), das Heizungsoptimierungsprogramm (HZO) und das Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ des Marktanreizprogramms (MAP) der BAFA sowie andere Programme der KfW. Diese wurden in der BEG zusammengeführt und zum Teil weiterentwickelt. An den Anforderungen für Einzelmaßnahmen hat sich nichts geändert: Die bereits 2020 angehobenen Fördersätze wurden beibehalten. Seit 1. Januar 2021 erhalten Sie die Zuschüsse für das Heizen mit erneuerbaren Energien im Rahmen der Einzelmaßnahmen der BEG (BEG EM) über die BAFA-Förderung: Unterstützung gibt es bspw. beim Einbau einer Wärmepumpe, Biomasseanlage, Solarthermieanlage oder auch einer Hybridheizung.

Neu durch die BEG: Wenn Sie die Maßnahme als Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) vornehmen lassen, ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich. Das bedeutet mit dem iSFP-Bonus bekommen Sie sogar 50 Prozent, wenn Sie auf erneuerbare Energieträger umsteigen. Besonders lukrativ wird es, wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen eine Biomasseanlage austauschen: Dann können Sie neben der Austauschprämie Ölheizung zusätzlich vom Innovationsbonus Biomasse von 5 Prozent profitieren – vorausgesetzt Ihre neue Anlage hält die Grenzwerte für Feinstaub von maximal 2,5 Milligramm je Kubikmeter ein. In diesem Fall sieht die Rechnung so aus:

  • 10 Prozent Austauschprämie Ölheizung
  • 35 Prozent Biomasseanlage
  • 5 Prozent Biomasse Innovationsbonus
  • 5 Prozent ISFP Bonus

Der Staat trägt in diesem Fall also insgesamt 55 Prozent der Kosten. Das gilt übrigens auch, wenn Ihre Ölheizung von der Austauschpflicht betroffen ist.

Zum anderen können Sie über die BEG EM beim BAFA weiterhin einen Zuschuss für die Heizungsoptimierung beantragen, wenn Sie die Energieeffizienz Ihrer bestehenden Anlage erhöhen, etwa durch den Einbau hocheffizienter Pumpen und einen hydraulischen Abgleich. Diese Maßnahmen sparen Energie und Heizkosten  und erhöhen dazu noch den Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden. Sie erhalten 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben zurück. Außerdem wird erstmalig durch die BEG der Einbau von Smart-Home-Systemen gefördert, die zu einem reduzierten Heizbedarf beitragen.

Mit der BAFA-Förderung im Rahmen der BEG in erneuerbare Energien investieren

Für das Heizen mit erneuerbaren Energiequellen gibt es heute ausgefeilte Technologien. Sie versorgen Ihre Immobilie zuverlässig und kostengünstig mit Wärme und Warmwasser – und punkten gleichzeitig im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz. Erneuerbare Heiztechnik kann ein Gebäude entweder vollständig oder in Kombination mit einer Gasheizung mit Wärme oder Warmwasser versorgen. Die Heizungsförderung durch die BEG fällt bei der BAFA beim Umstieg auf die alleinige Wärmversorgung mit erneuerbaren Energien höher aus als bei der Kombination von Erdgas und erneuerbaren Energiequellen.

Förderung für erneuerbare Heiztechnik im Altbau

Das BAFA fördert im Rahmen der BEG eine Heizung auf Grundlage erneuerbarer Energien bei der Sanierung einer mindestens fünf Jahre alten Heizung in bestehenden Gebäuden. Die Förderung ist für nachfolgende Heizsysteme in Bestandsgebäuden möglich:

  • 30 Prozent für Solarthermieanlagen
  • 35 Prozent für Wärmepumpen
  • 35 Prozent für Biomasseanlagen (z. B. Pellet- oder Hackschnitzelkessel)
  • 35 Prozent für Kombinationen erneuerbarer Heiztechnik (sogenannte Erneuerbare-Energien-Hybridheizungen)
  • 30 Prozent für Gas-Hybridheizungen (Kombination aus Gasbrennwerttechnik und erneuerbarer Heiztechnik)
  • 20 Prozent für Gasbrennwertheizungen, die innerhalb von zwei Jahren durch erneuerbare Heiztechnik erweitert werden („Renewable Ready“-Anlagen)
  • Zusätzliche zehn Prozent auf die gewährte Förderung beim Umstieg von einer alten Ölheizung auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien

Bei der Berechnung des Zuschusses können Sie außerdem die Kosten für die Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme der neuen Heizung angeben. Darüber hinaus sind sogenannte Umfeldmaßnahmen förderfähig. Dazu zählen Maßnahmen wie die Entsorgung der alten Heizung, der Einbau von Niedertemperatur-Heizkörpern oder die Sanierung des Heizraums. Ebenso werden Kosten berücksichtigt, die für Beratung, Planung und Baubegleitung anfallen.

Fördermittel für Lüftungstechnik

BAFA- Zuschüsse erhalten Sie auch für den Einbau und die Erneuerung von Lüftungsanlagen. Folgende Maßnahmen sind beispielsweise förderfähig:

  • Bedarfsgeregelte zentrale Abluftsysteme
  • Zentrale, dezentrale oder raumweise Anlagen mit Wärmeübertrager
  • Kompaktgeräte mit Luft-/Luft-Wärmeübertrager und mit Abluftwärmepumpe
  • Kompaktgeräte ohne Luft-/Luft-Wärmeübertrager und mit Abluftwärmepumpe

Neu durch BEG: Smart-Home-Systeme zur Verbrauchsoptimierung

Mit der Einführung der BEG haben Sie nun auch die Möglichkeit, für Digitalisierungsmaßnahmen Zuschüsse zu erhalten – vorausgesetzt diese tragen zu einer besseren Energieeffizienz Ihrer Heizung oder anderer Anlagen, wie beispielsweise der Lüftungstechnik, bei. Fördermittel erhalten Sie vom BAFA im Rahmen der BEG EM für die Umsetzung folgender Maßnahmen:

  • Smart-Meter, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik für Heizungs-, Beleuchtungs-, Lüftungs- bzw. Klimatechnik
  • Systeme zur Erfassung und Auswertung von Energieflüssen, Energieverbräuchen, Teilverbräuchen der unterschiedlichen Sparten und Energiekosten
  • elektronische Heizkostenverteiler
  • elektronische Systeme zur Betriebsoptimierung
  • Wohnungsdisplay zur Heiz- und Elektroenergie
  • elektronische Heizkörperthermostate / Raumthermostate

Mit der Einführung der Bundesförderung 2021 wurde die Obergrenze bei den förderfähigen Kosten von 50.000 Euro auf 60.000 Euro erhöht. Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt für BEG geförderte Einzelmaßnahmen bei 2.000 Euro (brutto). Eine Ausnahme bildet die Heizungsoptimierung: In diesem Fall ist ein Mindestinvestitionsvolumen von 300 Euro (brutto) erlaubt. Im Rahmen der Heizungsoptimierung können Sie neben den erwähnten Leistungen auch den Einbau einer Flächenheizung angehen oder Ihre alten Heizkörper gegen moderne Niedertemperaturheizkörper austauschen.

Achtung: Mit der Einführung der BEG EM entfällt die bisherige Fördermöglichkeit von regenerativen Wärmeerzeugern wie Wärmepumpen, Biomassekesseln und Solarthermieanlagen für Neubauten. Wenn Sie Fördermittel für Einzelmaßnahmen im Neubau nutzen möchten, können Sie noch bis zum 31. Juni 2021 den Förderkredit Energieeffizient Sanieren – Kredit (151, 152) bei der KfW beantragen, da die KfW ihre Förderprogramme erst am 1. Juli 2021 umstellt. Weitere Informationen finden Sie auf den FAQ- Seiten des BMWi.

Hinweise zur Antragstellung beim BAFA

Das Wichtigste vorweg: Beim BAFA muss der Antrag für die neue Heizung noch vor Vertragsschluss mit dem Fachbetrieb und Beauftragung der Maßnahmen eingehen.

Die BAFA-Förderung beantragen können:

  • Privatpersonen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
  • Unternehmen
  • gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften

Für die Beantragung nutzen Sie ein Online-Formular des BAFA. Vorab holen Sie dazu Kostenvoranschläge für die geplanten Maßnahmen ein. Wenn Sie für die BAFA-Förderung einen Antrag stellen, können Sie die darin angegebene Gesamtsumme der Investitionskosten nicht mehr im Nachhinein nach oben korrigieren.

Bei der BAFA-Förderung für die neue Heizung kann der Antrag auch zum Beispiel von einem Fachhandwerker, Architekten oder Energieberater gestellt werden. Beim Heizungsaustausch als Einzelmaßnahme ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten nicht zwingend erforderlich. In diesem Fall genügt es, wenn Sie Ihrem Antrag eine Erklärung des Fachunternehmers beifügen. Darin muss die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen bestätigt werden ebenso wie die durch die Maßnahme erreichte Verbesserung des energetischen Niveaus.

Wenn die Antragsprüfung durch das BAFA positiv ausfällt, können Sie die Maßnahmen beauftragen. Sind die Arbeiten abgeschlossen, reichen Sie die entsprechenden Nachweise und Rechnungen im BAFA-Portal ein. Nach positiver Prüfung der eingereichten Unterlagen überweist das BAFA den Zuschuss. Nähere Informationen zur energetischen Sanierung im Rahmen der BEG finden Sie auf dem BAFA-Portal zur BEG. Weitere Auskünfte erhalten Sie über die Hotline des BAFA (+49 6196 908-1625).

Steuerbonus als Alternative zur BAFA-Förderung

Sie haben bereits den Einbau einer neuen Heizung beauftragt, aber nicht vorab eine BAFA-Förderung beantragt? Dann können Sie sich im darauffolgenden Jahr immer noch die steuerliche Förderung für Ihre neue Heizung sichern.

BAFA-Förderung der Solarthermie

Eine Solarthermieanlage wandelt die kostenlose Energie der Sonne in Wärme um. Sie erzeugt jedoch nicht ausreichend Wärme, um ein Haus als eigenständiges Heizsystem zu versorgen. Sie können damit aber die Heizung und Warmwasserbereitung unterstützen. Zum Beispiel lässt sich eine bestehende Gasbrennwertheizung gut mit Solarthermie kombinieren. Auch die Kombination mit weiterer erneuerbarer Heiztechnik ist möglich. Das BAFA bietet für den Einbau einer Solarthermieanlage einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

Die BAFA-Solarförderung erhalten Sie für die Raumheizung oder Warmwasserbereitung mit einer Solarthermieanlage. Um die Förderung zu erhalten, muss eine Anlage bestimmte Anforderungen des BAFA an die solare Energieerzeugung erfüllen. Das BAFA führt eine entsprechende Liste von Anlagen. Weitere Details zur BAFA-Förderung für solare Technologie finden Sie auf dem BAFA-Portal zur BEG.

BAFA-Förderung für die Wärmepumpe

Den Einbau einer effizienten Wärmepumpe belohnt das BAFA mit einem Zuschuss von 35 Prozent. Die BAFA-Wärmepumpenförderung unterstützt Haushalte, die künftig die erneuerbare Wärme aus Grundwasser, Außenluft und Erdreich zum Heizen nutzen möchten. Für die Förderung werden neben der Anschaffung und dem Einbau der Wärmepumpe zum Beispiel Maßnahmen wie Erdsondenbohrungen oder der Einbau von Photovoltaikanlagen berücksichtigt. Der von der Photovoltaikanlage erzeugte Strom darf dann aber nur überwiegenden zur Eigenversorgung genutzt und nicht nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vergütet werden.

Seit März 2020 wird auch die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gefördert.

Bitte beachten Sie, wenn Sie für die BAFA-Förderung zur Wärmpumpe einen Antrag stellen, dass Luft/Luft-Wärmepumpen sowie sonstige Wärmepumpen, die die erzeugte Wärme direkt an die Luft übertragen, nicht gefördert werden. Für einen erfolgreichen BAFA-Antrag muss die Wärmepumpe auf der BAFA-Liste förderfähiger Wärmepumpen aufgeführt sein, die auf dem BAFA-Portal zur BEG eingesehen werden kann.

BAFA-Förderung von Heizungen mit Biomasse

Grundsätzlich fördert das BAFA den Einsatz von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen sowie zum Beispiel Pellet- oder Hackschnitzelkessel.

Mit einer Biomasseanlage wird die erneuerbare Wärme von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz zum Heizen genutzt. Die BAFA-Förderung unterstützt die Investition in bestimmte Biomasseanlagen mit einem Zuschuss von 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Wenn Ihre neue Anlage die Grenzwerte für Feinstaub von maximal 2,5 Milligramm je Kubikmeter einhält, können Sie im Rahmen den durch die BEG eingeführten Innovationsbonus Biomasse in Anspruch nehmen. In diesem Fall erhöht sich der Zuschuss um weitere 5 Prozent.

Das BAFA bietet eine Förderung für Pelletkessel und Hackschnitzelkessel. Auch Kombinationskessel, die mit Biomassepellets bzw. Hackschnitzel und Scheitholz befeuert werden, sind förderfähig. Ebenso erhalten Sie die BAFA-Förderung für einen Pelletofen mit Wassertasche oder einen emissionsarmen Scheitholzvergaserkessel. Auch die Nachrüstung von Sekundärbauteilen zur Partikelabscheidung oder zur Brennwertnutzung wird bezuschusst.

Generell gilt: Eine BAFA-Förderung für Heiztechnik mit Pellets oder Scheitholz ist nur möglich, wenn Biomasse thermisch genutzt wird. Das heißt: Die erzeugte Wärme wird nicht nur an einen Raum abgegeben, sondern auch genutzt, um Heizwasser oder Trinkwasser zu erwärmen. Ein Kachel- oder Kaminofen, der nur Wärme im Aufstellraum abgibt, wird daher nicht gefördert.

Biomasseanlagen müssen darüber hinaus bestimmte technische Mindestanforderungen einhalten, die auf dem BAFA-Portal zur BEG nachzulesen sind.

BAFA-Förderung von Hybridheizungen

Auch wenn Sie sich für eine Hybridheizung entscheiden – also eine Anlage, die mehrere Energieträger kombiniert­ ­– können Sie die BAFA-Förderung im Rahmen der BEG in Anspruch nehmen. Beim Einbau einer Erneuerbare-Energien-Hybridheizung, die verschiedene erneuerbare Technologien nutzt, erhalten Sie einen Zuschuss von 35 Prozent der förderfähigen Kosten.

In bestehenden Gebäuden ist auch eine BAFA-Förderung für eine Gasheizung möglich, wenn diese bereits beim Einbau oder zu einem späteren Zeitpunkt mit erneuerbaren Energien kombiniert wird. Ersetzen Sie einen alten Kessel direkt durch eine Gas-Hybridheizung, gewährt das BAFA einen Zuschuss von 30 Prozent der Investitionskosten. Installieren Sie zunächst nur einen Gasbrennwertkessel und lassen erst später erneuerbare Heiztechnik einbauen, ist ein Zuschuss in Höhe von 20 Prozent möglich. Voraussetzung für die Förderung einer solchen „Renewable Ready“-Anlage ist, dass schon bei der Installation des Gasbrennwertkessels hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik eingebaut wird. Außerdem muss die Erweiterung zur Hybridheizung innerhalb von zwei Jahren vorgenommen werden. Dafür können Sie dann auch eine BAFA-Förderung beantragen.

Förderbonus für den Austausch von Ölheizungen

Einen besonderen Bonus gibt es seit Anfang 2020 für Hausbesitzer, die ihre Ölheizung mithilfe der BAFA-Förderung für die Heizung ersetzen. Der jeweilige Fördersatz für die neue Heizung erhöht sich in diesem Fall noch einmal um zehn Prozent. Wer zum Beispiel von der Ölheizung auf eine Kombination von Gasbrennwerttechnik und erneuerbaren Energien wechselt, kann sich über einen Fördersatz von insgesamt 40 Prozent freuen (30 Prozent Förderung für Gas-Hybridheizung plus 10 Prozent Austauschprämie). Wird nach einer Sanierung nur noch mit erneuerbaren Energien geheizt, sieht die BAFA-Förderung für die neue Heizung einen Zuschuss von 45 Prozent vor (35 Prozent Förderung für erneuerbare Heiztechnik plus 10 Prozent Austauschprämie). Wird lediglich eine Solarthermieanlage eingebaut, ist kein Förderbonus möglich, weil diese nur zur Unterstützung eines weiteren Heizsystems dient, nicht aber eine alte Heizung ersetzt. Es gibt allerdings weitere Bonusregeln, von denen Sie profitieren können.

Weitere Zusatzboni bei der Heizungsförderung

Den iSFP-Bonus erhalten Sie, wenn Sie den Einbau einer neuen Heizung im Rahmen eines individuellen Sanierungsplans für Wohngebäude (iSFP) erledigen lassen. Der Fördersatz für die jeweilige Maßnahme erhöht sich dann um 5 Prozent. Beim iSFP werden der energetische Zustand des Hauses ermittelt und Sanierungsmaßnahmen festgelegt. Weitere Infos dazu erhalten Sie auf dem Fachportal Energieeffizientes Bauen und Sanieren FEBS.

Den Innovationsbonus Biomasse von 5 Prozent können Sie beanspruchen, wenn Ihre neue Biomasseanlage die Grenzwerte für Feinstaub von maximal 2,5 Milligramm je Kubikmeter einhält. In Kombination mit dem Austausch einer alten Ölheizung bekommen Sie dann über die Hälfte der Kosten vom Staat geschenkt.

Rundumsanierung mit staatlicher Förderung

Sie möchten nicht nur Ihre Heizung erneuern, sondern Ihre Immobilie umfassend energetisch sanieren? Dann informieren Sie sich über die Fördermöglichkeiten der KfW-Bank in Form von zinsgünstigen Krediten mit attraktiven Tilgungszuschüssen.

BAFA-Förderung für Optimierung der Heizung

Geringere Heizkosten, mehr Komfort, weniger Umweltbelastung – und all das ohne größeren zeitlichen und finanziellen Aufwand. All das spricht für die Optimierung einer bestehenden Heizungsanlage. Hinzu kommt, dass die Heizungsoptimierung auch im Rahmen der BEG Einzelmaßnahmen, die die BAFA seit 2021 umsetzt, staatlich gefördert wird. Die Arbeiten zur Verbesserung der energetischen Effizienz einer Heizungsanlage rentieren sich schon nach wenigen Jahren. Wenn Sie ineffiziente Heizungspumpen austauschen oder die Heizungsanlage durch einen hydraulischen Abgleich optimal einstellen lassen, gibt es dafür vom BAFA einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der Nettokosten. Voraussetzung ist, dass Ihre Heizung mindestens zwei Jahre alt ist und ein Fachhandwerker die Optimierungsmaßnahmen übernimmt.

BAFA-Förderung für einen hydraulischen Abgleich z.B. inklusive Pumpentausch

Erst nach der Durchführung eines hydraulischen Abgleichs ist eine Heizungsanlage optimal auf das Gebäude abgestimmt. Dank dieser Maßnahme verteilt sich die Heizwärme gleichmäßig im ganzen Gebäude: Ohne Abgleich ist es in Räumen, die nahe am Heizkessel liegen, in der Regel zu warm und in Räumen, die weiter entfernt liegen, zu kalt. Daher sorgt ein hydraulischer Abgleich nicht nur für geringere Energiekosten, sondern erhöht auch den Wohnkomfort. Wenn Sie für weitere Optimierungsmaßnahmen, wie beispielsweise den Austausch einer alten Heizungspumpe oder den Einbau einer Flächenheizung Fördermittel beantragen wollen, ist der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage Pflicht.

Der Austausch einer alten Heizungspumpe ist sinnvoll,  weil diese dafür sorgt, dass das von der Heizungsanlage erwärmte Wasser zu den Heizkörpern oder Flächenheizungen gelangt. Veraltete Modelle können ihre Leistung nicht dem tatsächlichen Bedarf anpassen und verursachen unnötig hohe Stromkosten. Daher lohnt sich der Umstieg auf eine moderne, geregelte Hocheffizienzpumpe. Die Kosten dafür können im Rahmen der BAFA Förderung für die Heizungsoptimierung berücksichtigt werden. Das gleiche gilt auch für den Einbau von Flächenheizungen, von Niedertemperaturheizkörpern und von Wärmespeichern.

Folgende Maßnahmen werden in Kombination mit dem hydraulischen Abgleich gefördert: 

  • Umwälzpumpen und Trinkwasser-Zirkulationspumpen
  • Austausch von Heizkörpern und Einbau von Flächenheizung
  • Heizkörperregelung
  • Verbesserung der Verteilung, einschließlich Umbau von Ein- in Zweirohrsysteme
  •  Rohrleitungsdämmung
  •  Pufferspeicher
  • Integration des Warmwassersystems in die Heizungsanlage
  • Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer
  • Rohrsanierung

Achtung: Im Rahmen der Heizungsoptimierung ist der Einbau bzw. Austausch von Wärmeerzeugern nicht förderfähig. Weitere Informationen erhalten auf dem BAFA-Portal zur BEG.

Zuschuss für die Heizungsoptimierung ist einfach zu beantragen

Den Antrag für die BAFA-Förderung können Sie einfach und bequem über ein Online-Formular des BAFA stellen. Wichtig ist jedoch, dass Sie den Antrag stellen, bevor ein Fachbetrieb mit den Optimierungsmaßnahmen loslegt. Sie erhalten im Anschluss eine Bestätigung über den Eingang des Antrags und eine persönliche Registriernummer. Danach können Sie den Handwerksbetrieb beauftragen.

Nach Abschluss der Maßnahmen – und innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung – beantragen Sie dann den Zuschuss über das BAFA-Portal. Das vom Portal erzeugte Antragsformular unterschreiben Sie und laden es mit den Rechnungskopien für die Maßnahmen hoch. Sie können das Formular und die Rechnungen alternativ auch per Post an das BAFA schicken. Achten Sie darauf, dass Material- und Lohnkosten auf den Rechnungen ersichtlich sind. Auch müssen für die zu fördernden Maßnahmen Einzelrechnungen vorgelegt werden.

Die BAFA-Förderung zur Optimierung der Heizung ist nicht mit anderen Förderungen aus öffentlichen Mitteln kombinierbar. Auch dürfen Sie für die Handwerkerleistungen, die über den Zuschuss gefördert wurden, nicht zusätzlich noch eine Steuerermäßigung beantragen.

Bildnachweise (v.o.n.u.): © Intelligent heizen, iStock/Media Raw Stock

Finden Sie den passenden Fachbetrieb

Der Antrag zur BAFA-Förderung muss vor Umsetzung der Maßnahmen gestellt werden. Holen Sie vorab Angebote eines Fachbetriebs ein. Kompetente Ansprechpartner beraten Sie zu allen Fragen rund um die Förderung für Ihre Heizung.

Jetzt teilen auf

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen