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Heizsaison: So machen Sie Ihre Heizung fit für den Winter

Jetzt ist die richtige Zeit zur Heizungswartung

Die Heizsaison beginnt: Jetzt sollten Hausbesitzer ihre Heizung überprüfen lassen und sich auf die kalten Monate vorbereiten. SHK-Experte Christoph Ulland erklärt, worauf es bei der Heizungswartung ankommt, wie sich Heizkosten sparen lassen und wann es sinnvoll ist, über eine neue Heizung nachzudenken.

1. Herr Ulland, die Heizsaison steht vor der Tür: Was sollten Eigenheimbesitzer jetzt unbedingt an ihrer Heizung prüfen lassen?

Christoph Ulland: Hausbesitzer sollten ihre Heizung spätestens jetzt zum Start der Heizsaison warten lassen. Noch besser wäre es, die Wartung bereits in den Sommermonaten einzuplanen. Dann ist die Nachfrage bei den Fachbetrieben häufig geringer und es lässt sich leichter ein Termin finden. Wenn sich kurz vor den ersten kalten Tagen herausstellt, dass etwas repariert oder ausgetauscht werden muss, ist das ungünstig. Deshalb lohnt es sich, rechtzeitig vorzusorgen.

Wie beim Auto gilt: Regelmäßige Wartung beugt Problemen vor. Sie trägt außerdem zum Werterhalt bei und kann die Effizienz der Heizungsanlage verbessern.

Bei der Wartung prüft der Fachbetrieb unter anderem den Anlagendruck, die Pumpen und die Sicherheitseinrichtungen. Auch die Einstellungen werden kontrolliert. Wenn Heizkörper gluckern, der Druck abfällt oder Räume nicht richtig warm werden, sollten Hausbesitzer das dem Fachbetrieb zeitnah mitteilen. So lassen sich mögliche Probleme noch vor den kalten Tagen beheben.

2. Wo können Hausbesitzer mit einfachen Maßnahmen Energie und Heizkosten sparen – und welche Fehler beobachten Sie in der Praxis besonders häufig?

Christoph Ulland: Als SHK-Profi fallen mir immer wieder dieselben Fehler auf: zugestellte Heizkörper, falsch eingestellte Raumtemperaturen und falsches Lüften. Das kann den Energieverbrauch erhöhen und Probleme wie Schimmel begünstigen. Mit dem richtigen Verhalten lassen sich viele dieser Probleme vermeiden.

Außerdem lohnt es sich, die Heizkurve vom Fachbetrieb überprüfen und bei Bedarf anpassen zu lassen. Ein typischer Irrtum ist, das Thermostat auf Stufe fünf zu drehen, damit der Raum schneller warm wird. Das funktioniert nicht: Die höhere Stufe sorgt nicht für ein schnelleres Aufheizen, sondern stellt eine höhere Zieltemperatur ein.

3. Und wann ist der richtige Zeitpunkt, über eine neue Heizung nachzudenken, statt die alte Anlage noch einmal für den Winter fit zu machen?

Christoph Ulland: Wenn Reparaturen häufiger nötig werden oder eine größere Reparatur ansteht, sollten Hausbesitzer prüfen lassen, ob sich ein Austausch lohnt. Dabei kommt es nicht nur auf die Anschaffungskosten an, sondern auch auf die laufenden Kosten. Wer frühzeitig plant, hat mehr Zeit, eine passende Lösung zu finden.

Und mit einem alten Vorurteil möchte ich aufräumen: Auch in einem älteren Haus kann eine Wärmepumpe funktionieren. Dafür müssen allerdings der Wärmebedarf des Gebäudes und die vorhandenen Heizkörper geprüft werden. Unabhängig davon, ob Altbau oder Neubau, sollte das Ziel sein, möglichst wenig Energie von außen beziehen zu müssen.

Über den Interview-Partner

Christoph Ulland ist Geschäftsführer der Ulland GmbH Sanitär-Heizung-Klima und der Modularis GmbH, einem Anbieter modularer Energiezentralen.

Bilder: Titelbild: Intelligent heizen/Thilo Ross; Porträt: Ulland GmbH

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