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Der Eckring: Woran Verbraucher qualifizierte SHK-Fachbetriebe erkennen

Der Eckring ist das offizielle Zeichen des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks. Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen daran, dass ein Betrieb Mitglied einer SHK-Innung ist und damit Zugang zu fachlichen Informationen, Weiterbildung und aktuellen Branchenstandards hat.

Im Verbraucherinterview erklärt Nina Esche, warum der Eckring Orientierung bietet, was hinter dem Zeichen steckt und wie Verbraucher passende Innungsfachbetriebe in ihrer Nähe finden.

Frau Esche, viele Verbraucher kennen den Eckring von Fahrzeugen oder der Arbeitskleidung, wissen aber nicht genau, wofür er steht. Was bedeutet dieses Zeichen?

Nina Esche: Der Eckring ist das offizielle Zeichen des Sanitär-, Heizungs- und Klimafachhandwerks und der dazugehörigen Verbandsorganisation in Deutschland. Dabei sind Innungsfachbetriebe solche, die sich freiwillig in einer starken SHK-Fachorganisation zusammengeschlossen haben. SHK steht für Sanitär, Heizung und Klima. Wobei sich hinter der Abkürzung viel mehr verbirgt, wie u.a. Bad, Wasser, Hygiene, Wärmeerzeugung und -verteilung, effizientes Heizen, Raumluft, Kühlung und Lüftung. Die drei Bereiche SHK spiegeln sich auch in den Farben des Eckrings wider: blau steht für Wasser und damit Sanitär, rot für Wärme und Heizung und gelb für Luft und damit Klima. Das Zeichen wurde 1973 vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima eingeführt.

Warum kann der Eckring Eigenheimbesitzern dabei helfen, einen qualifizierten SHK-Fachbetrieb zu finden?

Nina Esche: Der Eckring hilft Eigenheimbesitzern, da er auf einen Blick zeigt: Dieser Betrieb gehört zur SHK-Innung. Für Verbraucher ist das eine wichtige Orientierung, denn die Schwerpunkte Sanitär, Heizung und Kima betreffen oft zentrale Bereiche des Hauses und erfordern geschulte Tätigkeiten, wie die Arbeit an Trinkwasser- oder Gasleitungen.  

In Nordrhein-Westfalen verbinden wir den Eckring in einer Bild-/Wortmarke mit dem Begriff “Innungsfachbetrieb”. Dieses Logo dürfen nur SHK-Innungsfachbetriebe in NRW nutzen.  Es verdeutlicht für Endverbraucher nur noch mehr, dass dieser Betrieb in der Innung organisiert ist. 

Was unterscheidet einen Innungsfachbetrieb von anderen Anbietern am Markt – etwa mit Blick auf Weiterbildung, Beratung und fachliche Standards?

Nina Esche: Die Anforderungen an die Planung und Installationspraxis verändern sich laufend.

Innungsfachbetriebe werden durch ihre Innung und den Fachverband regelmäßig mit aktuellen Fachinformationen, technischen Entwicklungen, rechtlichen Änderungen und Weiterbildungsangeboten unterstützt. Damit wird der Eckring zwar nicht zum Qualitätsgarant für jeden einzelnen Auftrag, aber zu einem starken Hinweis auf fachliche Einbindung, Seriosität und Qualitätsanspruch.

Was raten Sie Eigenheimbesitzern konkret: Wie finden sie einen guten Handwerksbetrieb?

Nina Esche: Eigenheimbesitzern rate ich, bei der Suche nach einem SHK-Betrieb nicht nur über Suchmaschinen oder Preisportale zu gehen. Persönliche Empfehlungen von Nachbarn, Freunden oder Bekannten sind nach wie vor ein sehr guter Weg, um einen zuverlässigen Handwerksbetrieb zu finden. Hilfreich ist auch die offizielle SHK-Handwerkersuche auf www.wasserwaermeluft.de des Zentralverbandes SHK, über die Verbraucher bundesweit Innungsfachbetriebe der Haus- und Gebäudetechnik finden können.

Für Nordrhein-Westfalen gibt es mit www.fachbetrieb-shk.de eine eigene Fachbetriebssuche. Dort finden Endverbraucher gezielt Innungsfachbetriebe in ihrer Nähe und nach dem passenden Fachbereich sortiert.

Nina Esche ist Referentin für Marketing beim Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW.

Über die Interview-Partnerin

Nina Esche ist Referentin für Marketing beim Fachverband Sanitär Heizung Klima NRW.

Porträtfoto: FVSHK NRW; Foto Header: Intelligent heizen/ Björn Lülf

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