Ressourcenschonend, kostengünstig und unabhängig heizen – das ist keine ferne Zukunftsvision. Schon heute können Sie den Wärmebedarf im eigenen Zuhause zu großen Teilen mit erneuerbaren Energien decken. Das geht zum Beispiel, indem Sie den Strom für den Betrieb einer Wärmepumpe aus kostenloser Sonnenenergie gewinnen.

Fachhandwerker erklärt dem Besitzer einer Wärmepumpe die Anlage im Keller„Die natürlichen Ressourcen der Erde für 2016 sind seit heute erschöpft“, meldete die internationale Organisation Global Footprint Network am 8. August. Jedes Jahr errechnet sie den so genannten Erdüberlastungstag: Ab diesem Tag verbrauchen wir mehr Ressourcen, als sie die Erde in einem Jahr aufbauen kann – und wir verursachen mehr CO2-Emissionen, als Wälder und Ozeane aufnehmen können.

Statt weiter Schulden bei Mutter Erde zu machen, fordern Umweltschützer deshalb, sorgsamer mit natürlichen Ressourcen umzugehen.

Wärmepumpe statt Wärme auf Pump

Aber was hat das mit Ihrer Heizung zu tun? Eine ganze Menge. Wenn Sie beim Heizen auf erneuerbare Energien und effiziente Technologien setzen, schonen Sie die endlichen Ressourcen und vermeiden viele Tonnen schädliche CO2-Emissionen. Wenn Sie Ihr Haus zum Beispiel mit einer Wärmepumpe ausstatten, können Sie bis zu 75 % Ihres Wärmebedarfs mit Umweltwärme decken. Als Umweltwärme bezeichnet man die in der Natur – in Boden, Luft oder Wasser – gespeicherte Sonnenwärme. Diese kostenlose Energie „pumpt“ die Wärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau und wärmt so selbst bei kalten Außentemperaturen zuverlässig das ganze Haus. Dafür benötigt die Wärmepumpe Strom. Für eine gute Umweltbilanz sollten Sie für den Betrieb der Wärmepumpe deshalb Ökostrom beziehen.

Noch ein Stück unabhängiger von endlichen Ressourcen und Preisentwicklungen machen Sie sich, wenn Sie Ihre Wärmepumpe mit Strom aus einer Photovoltaikanlage betreiben. Aus 1 kWh Strom aus Sonnenenergie erzeugen Sie so bis zu 4 kWh Wärme. Den Strom aus der eigenen Solaranlage selbst zu verbrauchen, lohnt sich heute noch mehr als früher – denn während die Strompreise steigen, ist die Vergütung für die Einspeisung von selbst erzeugtem Strom in das öffentliche Netz in den vergangen Jahren kontinuierlich gesunken.

Eigenverbrauch intelligent steuern

Photovoltaikanlagen produzieren nicht den ganzen Tag über gleich viel Energie. Eine Wärmepumpe kann diese Schwankungen auffangen und Wärme auf Vorrat speichern. Dazu wird ein intelligentes Steuerungssystem benötigt, das die Wärmepumpe dann einschaltet, wenn die Solaranlage einen Überschuss an Strom produziert. Die so erzeugte Wärme wird in entsprechenden Speichermodulen zwischengespeichert und je nach Bedarf zur Verfügung gestellt.

Damit das Zusammenspiel klappt und auch die Anlagentechnik optimal zu Ihrem Haus und Ihren Bedürfnissen passt, sollten Sie sich vor der Anschaffung einer neuen Heizungsanlage umfassend von einem Fachbetrieb beraten lassen. Er berät Sie auch zu Förderprogrammen, mit denen der Staat den Einbau umweltfreundlicher Heizsysteme unterstützt. Einen ersten Überblick über Funktion und Einsatzmöglichkeiten von Wärmepumpen können Sie sich in unserer Broschüre verschaffen.