In Deutschland heizen rund 11 Millionen Haushalte mit Heizöl. Nach Erdgas ist Heizöl damit der zweitwichtigste Energieträger beim Heizen. Der Brennstoff wird in einem Tank direkt am oder im eigenen Haus gelagert. Damit das Heizöl weder an Qualität verliert, noch die Umwelt gefährdet, muss man als Besitzer der Heizungsanlage einiges beachten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Tipp.

Holzwand mit einem kleinen Vogelhaus und der Aufschrift Tipps Im flüssigen Brennstoff Heizöl steckt jede Menge Energie. Moderne Ölheizungen mit Brennwerttechnik nutzen diese deutlich effizienter als alte Kessel. Dadurch kann man heute auch mit einer Ölheizung ressourcenschonend und emissionsarm heizen, vor allem in Kombination mit regenerativen Energien. Da Sie den Brennstoff im eigenen Tank langfristig speichern können, machen Sie sich unabhängiger von Preisschwankungen: Ist der Preis gerade günstig, können Sie auf Vorrat tanken. Damit das Öl über lange Zeit seine Qualität behält, muss es allerdings richtig gelagert werden.

Alles fit im Heizöl-Tank?

Da Heizöl ein Naturprodukt ist, altert es mit der Zeit. Dabei entstehen Stoffe, die sich am Boden des Tanks absetzen. Sie können den Filter verstopfen, der in der Ölleitung zwischen Tank und Kessel liegt, und damit die Funktion der Anlage beeinträchtigen. Beschleunigt wird der Alterungsprozess durch die Faktoren Licht, Temperatur und Sauerstoff. Ihren Einfluss sollte man daher möglichst reduzieren.

Öltanks für die Aufstellung im Haus sind oftmals aus Kunststoff gefertigt. Da dieses Material lichtdurchlässig ist, sollte es vor Tageslicht geschützt werden, etwa indem man Kellerfenster abdunkelt. Steht der Öltank im Freien, muss dieser ebenso wie die Leitungen vor Frost geschützt werden. Die im Heizöl enthaltenen Paraffine bilden sonst Flocken, die ebenfalls Filter und Leitungen verstopfen können. Auch eine konstante Temperatur ist wichtig: Bei starken Schwankungen bildet sich Kondenswasser. Setzt sich dieses am Boden ab, kann das die Funktion der Heizung stören und bei Stahltanks zu Rostschäden führen.

Experten empfehlen außerdem, Ölanlagen mit einem sogenannten Einstrangsystem zu betreiben: Das Öl wird dabei über ein einzelnes Rohr zum Kessel geleitet. Bei einem Zweistrangsystem wird dagegen über eine Vorlaufleitung mehr Öl zum Brenner befördert als nötig. Das unverbrauchte Öl gelangt über ein Rücklaufrohr wieder zurück in den Tank – gleichzeitig aber auch der unerwünschte Sauerstoff. Im Neubau ist das Einstrangsystem daher mittlerweile Standard. Aber auch bei einer Modernisierung empfiehlt sich eine Umrüstung auf diese Variante.

Wer diese Tipps beachtet, sollte mit einer Tankfüllung mehr als einen Winter zuverlässig heizen können. Wichtig ist jedoch, den Öltank etwa alle zehn Jahre professionell reinigen zu lassen. Ob es Zeit für eine Tankreinigung ist, erfahren Sie bei einem Check durch einen Tankschutz-Fachbetrieb.

Auf Nummer sicher

Auch aus Sicherheitsgründen müssen Anlagenbesitzer ihrem Öltank besondere Aufmerksamkeit widmen. Denn Heizöl ist nicht nur ein brennbarer, sondern auch ein sogenannter wassergefährdender Stoff. Schon geringe Mengen auslaufenden Heizöls verseuchen großflächig Boden und Grundwasser. Für daraus entstehende Schäden haftet im Regelfall der Eigentümer der Anlage. Moderne Öltanks erfüllen zwar hohe Sicherheitsstandards, trotzdem müssen Besitzer den Zustand ihrer Anlage regelmäßig selbst prüfen – etwa auf Risse, Rost oder andere Schäden.

Auch wenn Sie planen, einen Öltank neu zu installieren, müssen Sie bestimmte rechtliche Pflichten beachten. Diese sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Nähere Auskunft darüber geben die zuständigen Wasserbehörden vor Ort.