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Heizungscheck

Heizungscheck spürt Schwachstellen auf

Arbeitet Ihre Heizungsanlage effizient? Finden Sie es heraus mit dem Heizungscheck, einem kostengünstigen und aussagekräftigen Prüfverfahren. Nach nur einer Stunde wissen Sie, ob Sie richtig heizen.

Das Wichtigste im Überblick

Heizung prüfen und langfristig sparen

Selbst wenn die Heizung aus Ihrer Sicht einwandfrei funktioniert, kann es sein, dass sie zu viel Energie verbraucht. Mit dem Heizungscheck können Sie Ihre Heizung überprüfen lassen.

  • Sorgfältige Inspektion der kompletten Heizung
  • Schnelle Identifizierung energetischer Schwachpunkte
  • Seriöse Kostenschätzung für Optimierung und Modernisierung
heizungscheck

Der Heizungscheck im Überblick

  1. Abgasverlust
  2. Wärmeverlust über Kesseloberfläche
  3. Ventilationsverluste
  4. Brennwertnutzung
  5. Kesselüberdimensionierung“
  6. Heizkesselregelung
  7. Art der Trinkwassererwärmung
  8. Hydraulischer Abgleich
  9. Heizungspumpe
  10. Rohrleitungsdämmung
  11. Systemtemperaturen
  12. Regeleinrichtung der Heizkörper
  13. Nutzung Erneuerbarer Energien

In Deutschland gibt es nach Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks etwa 16,5 Millionen Gas- und Ölheizungen. Ihr Alter variiert: Rund sechs Millionen Anlagen sind älter als 15 Jahre, etwa 1,2 Millionen sogar älter als 24 Jahre. Nur etwa jede zehnte Heizung ist auf dem aktuellen Stand der Technik, alle anderen können aus energetischer Sicht verbessert werden.

Heizungsanlagen sind komplexe Systeme mit vielen Bestandteilen. Wärmeerzeuger, Rohrleitungen, Heizungspumpen und Thermostatventile sorgen im Zusammenspiel dafür, dass Sie in jedem Raum die gewünschte Temperatur und beim Duschen angenehm warmes Wasser haben. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es in vielen Häusern anders aus: Durch technisch überholte, überdimensionierte Heizkessel, alte und oft noch ungeregelte Heizungspumpen, veraltete Thermostatventile und die fehlende Abstimmung der Komponenten aufeinander geht unnötig Energie verloren. Oftmals führen diese Faktoren neben zu hohen Heizkosten auch zu Einbußen beim Wohnkomfort, etwa, dass nicht alle Heizkörper im Haus gleichmäßig warm werden.

Wie sieht es bei Ihnen zu Hause aus? Wie viele Jahre hat Ihre Heizung bereits auf dem Buckel? Vielleicht ist es an der Zeit, Ihre Heizung einmal gründlich prüfen zu lassen: Ein professioneller Heizungscheck durch Fachbetriebe deckt die Schwachstellen Ihrer Heizung schnell auf.

Heizungscheck: neutrales Standardverfahren

Folgende Fragen geben Ihnen einen ersten Anhaltspunkt, ob Sie die Heizung kontrollieren lassen sollten. Hat die Anlage erkennbare Komfortmängel? Erzeugt die Heizung störende Geräusche? Werden die Heizflächen nur langsam warm? Werden die Räume nicht gleichmäßig warm? Haben Sie bauliche Maßnahmen zur Energieeinsparung durchgeführt, aber die Heizungseinstellung nicht anpassen lassen? Werden einzelne Räume anders genutzt oder ist die Raumaufteilung geändert worden, sodass sich der Wärmebedarf verändert hat? Ist Ihre Heizungsanlage älter als 15 Jahre?

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen bejahen, sollten Sie einen Fachbetrieb für Sanitär, Heizung und Klima kontaktieren, damit ein Heizungscheck durchgeführt wird. Dabei handelt es sich um ein standardisiertes, neutrales Checklisten-Verfahren, das von der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ) im Jahre 2010 entwickelt wurde. Der VdZ-Heizungscheck setzt die EU-Anforderungen an die Inspektion von Heizungen auf nationaler Ebene um – praxisgerecht, verbraucherorientiert und modernisierungsfördernd. Wer seine Heizung so überprüfen lässt, arbeitet mit einem einfachen, aber sehr aussagekräftigen Bewertungsverfahren, das die Energiesparpotenziale einer Heizungsanlage aufspürt.

Das beim Heizungscheck genutzte Formular ist genormt nach DIN EN 15378 und sorgt damit für neutrale und vergleichbare Ergebnisse. Beim Heizungscheck der VdZ überprüft das Fachhandwerk die einzelnen Bestandteile der gesamten Heizung und bewertet diese mit „Problempunkten“. Je höher die Anzahl der Punkte, desto ineffizienter arbeitet die Anlage. In 13 Schritten werden die Schwachstellen der Heizung ermittelt. Für den nach DIN EN 15378 genormten Heizungscheck sind in einem Einfamilienhaus circa 120 Euro einzuplanen, unabhängig davon, ob es sich um die Überprüfung einer Gasheizung handelt oder die Ölheizung einer Überprüfung unterzogen wird.

Ein professioneller Heizungscheck durch Fachbetriebe deckt die Schwachstellen Ihrer Heizung schnell auf.

Heizungscheck 2.0

Seit 2016 gibt es eine Weiterentwickelung des bewährten Verfahrens, das bei einer Öl- oder Gasheizung eine schnelle Prüfung ermöglicht: den Heizungscheck 2.0. Dieser baut auf dem bisherigen Heizungscheck nach DIN EN 15378 auf. Zu den bisher zehn Schritten sind drei weitere hinzugekommen. Das aktualisierte Verfahren untersucht neben den Bereichen Erzeugung, Verteilung und Abgabe von Raumwärme nun auch die Warmwasserbereitung. Ebenso werden zusätzliche Wärmeerzeuger, wie etwa Wärmepumpen, bewertet.

Wenn Sie erneuerbare Energien beim Heizen nutzen, gibt es dafür im Check einen Bonus. Der Heizungscheck 2.0 dauert im Einfamilienhaus in der Regel eine Stunde. Anschließend legt Ihnen der Fachhandwerker anhand der Prüfliste ganz genau dar, wie Sie mit einer Heizungsmodernisierung bares Geld sparen können.

Darüber hinaus können Sie im Rahmen des Heizungschecks 2.0 das nationale Energielabel für alte Heizungen erhalten – wenn Ihr Heizkessel älter als 15 Jahre ist. Das Label wurde von der Bundesregierung eingeführt, um Besitzer veralteter Heizgeräte auf die Vorteile einer Sanierung aufmerksam zu machen. Konkrete Verpflichtungen, wie etwa den Kessel zu erneuern, ergeben sich daraus nicht. Das Energielabel bewertet pauschal, wie effizient ein Kessel je nach Geräteart und Alter ist. Die Aussagen des Heizungschecks sind im Vergleich dazu weitaus aussagekräftiger, da nicht nur den Wärmeerzeuger, sondern die gesamte Anlage geprüft wird. Durch das Fachhandwerk werden zudem auch konkrete Messungen vorgenommen.

Achtung: Nicht zu verwechseln ist der Heizungscheck mit dem Heiz-Check, einem Angebot der Verbraucherzentralen, bei dem die Heizungsanlage automatisiert vermessen wird. Aus den Ergebnissen und verschiedenen Beobachtungen vor Ort wird eine Empfehlung bezüglich der Heizungsanlage generiert.

Was kommt nach dem Heizungscheck?

Die Einsparpotenziale der überprüften Heizungsanlage und mögliche Maßnahmen werden detailliert benannt.  Sie erhalten damit einen Leitfaden, mit dem Sie Ihre Heizkosten spürbar senken und eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz Ihrer Anlage erreichen können. Oftmals können Sie schon mit geringen Investitionen, sogenannten Optimierungsmaßnahmen, viel bewirken.

Heizung optimieren oder erneuern?

Ein erfolgter Heizungscheck verpflichtet Sie nicht dazu, die empfohlenen Maßnahmen durchführen zu lassen. Sie können selbst entscheiden, was Sie umsetzen. Tatsächlich holen Sie aber oftmals erst mit der Kombination mehrerer Einzelmaßnahmen das meiste aus Ihrer Anlage heraus. Der Austausch alter Thermostatventile spart beispielsweise bis zu 15 Prozent Energie ein, in Kombination mit einer neuen Heizungspumpe und einem hydraulischen Abgleich sind es sogar bis zu 20 Prozent. Ein weiterer Pluspunkt: Der handwerkliche Fachbetrieb wird Sie auch auf mögliche Förderungen für die Heizung hinweisen. Wurde Ihre Heizung vor mehr als zwei Jahren eingebaut, können Sie zum Beispiel eine Förderung der Heizungsoptimierung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Höhe von 20 Prozent der Nettokosten erhalten.

Der Heizungscheck kann auch zu dem Ergebnis führen, dass der weitere Betrieb Ihres Heizkessels aus energetischen Gründen nicht empfehlenswert ist. Dann gibt Ihnen der Fachhandwerker Tipps, wie Sie Ihren alten Heizkessel durch ein modernes Gerät ersetzen und dabei auch erneuerbare Energien nutzen können.

Heizungscheck: Voraussetzung für Förderung

Mit dem Heizungscheck erfüllen Sie außerdem eine der Voraussetzungen, um eine steuerliche Förderung für die Optimierung einer mindestens zwei Jahre alten Heizungsanlage zu erhalten – gleichzeitig zählt der Heizungscheck zu den förderfähigen Maßnahmen für den Steuerbonus.

Bildnachweise (v. o. n. u.): © Intelligent heizen/Thilo Ross (Bild 1, Bild 2)

Heizung optimieren und sparen

Spielen Sie einmal durch, wie auch Sie Strom und Heizenergie mit Optimierungsmaßnahmen einsparen können: Der Austausch der Heizungspumpe oder ein hydraulischer Abgleich rechnen sich.

Finden Sie den passenden Fachbetrieb

Ein Heizungscheck setzt eine Schulung voraus. Fachleute übernehmen die energetische Bewertung der gesamten Anlage. Daraus lässt sich die Dringlichkeit von Verbesserungsmaßnahmen ablesen. Kontaktieren Sie für den Heizungscheck einen Profi.

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