Rund 7.000 Anträge für das Förderprogramm zur Heizungsoptimierung sind im Januar 2018 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen. Nutzen auch Sie diese Chance: Optimieren Sie Ihre Heizung mit Geld vom Staat und profitieren Sie von geringeren Heizkosten und mehr Komfort. Wir erklären Schritt für Schritt, wie Sie an die Förderung gelangen.

Handwerker tauscht Heizungspumpe im Keller ausBereits seit August 2016 fördert die Bundesregierung bei mindestens zwei Jahre alten Heizungsanlagen den Einbau moderner, hocheffizienter Pumpen und die Durchführung des hydraulischen Abgleichs. Diese Maßnahmen der Heizungsoptimierung sparen kostbare Energie und steigern außerdem den Wohnkomfort. Das Förderprogramm läuft noch bis zum 31. Dezember 2020. Aber warum so lange warten, wenn Sie Ihre Strom- und Heizkosten ab sofort mit einer optimierten Heizung senken können? Die meisten Maßnahmen lassen sich auch während der Heizsaison leicht umsetzen – und der Spareffekt macht sich sofort bemerkbar.

Die Förderung erhalten Sie in Form eines Zuschusses von 30 % auf die Nettokosten. Wenn Sie also beispielsweise eine neue 10-Watt-Hocheffizienzpumpe für 400 € einbauen lassen, beträgt der Zuschuss 100 € (30 % auf 335 € Nettokosten). Mit der neuen Pumpe sparen Sie etwa 100 € Stromkosten pro Jahr. Nach drei Jahren hat sich die Investition also bereits ausgezahlt. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die neue Pumpe auf der BAFA-Liste förderfähiger Modelle steht. Bei einem hydraulischen Abgleich Ihrer Anlage können Sie den Zuschuss zugleich auch für weitere Optimierungsmaßnahmen beantragen, etwa für den Einbau neuer Thermostate oder eines Pufferspeichers. Lassen Sie sich dazu ausführlich vom Fachhandwerker beraten.

Infografik: In drei Schritten zur Förderung

Schritt 1: Vor Heizungsoptimierung für die Förderung registrieren

Achtung: Bevor der Handwerker mit den Arbeiten loslegt, müssen Sie sich auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Förderung registrieren. Das BAFA, eine Behörde des Bundeswirtschaftsministeriums, ist für die Bewilligung der Fördermittel zuständig. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung und eine persönliche Registriernummer. Nun können Sie den Handwerker beauftragen.

Schritt 2: Heizung vom Fachhandwerker optimieren lassen

Ebenfalls wichtig: Um die Fördergelder zu erhalten, muss ein Fachbetrieb die Arbeiten an Ihrer Anlage ausführen. Bei Marke Eigenbau haben Sie keinen Anspruch auf die Förderung, das Gleiche gilt für den Einbau gebrauchter Anlagenteile. Denn nur bei einer fachmännischen Installation einwandfreier Komponenten können Sie sicher sein, dass Ihre Heizung nach Pumpentausch bzw. hydraulischem Abgleich auch wirklich energieeffizient arbeitet.

Schritt 3: Nach Heizungsoptimierung Förderantrag und Rechnung einreichen

Die Arbeiten an Ihrer Anlage sind abgeschlossen? Dann können Sie jetzt den Zuschuss über das BAFA-Portal beantragen. Beachten Sie, dass zwischen der Registrierung (Schritt 1) und der Antragsstellung (Schritt 3) nicht mehr als sechs Monate liegen dürfen. Nachdem Sie die nötigen Daten eingegeben haben, erzeugt das Portal ein Antragsformular. Das drucken Sie aus, unterschreiben es und laden es zusammen mit der Kopie der Handwerkerrechnung hoch. Alternativ können Sie Formular und Rechnungskopie auch per Post einsenden. Dabei ist wichtig, dass auf den Rechnungen Material- und Lohnkosten ausgewiesen und nur die förderfähigen Maßnahmen aufgeführt sind. Das BAFA hat Musterrechnungen erstellt, an denen sich Ihr Fachbetrieb orientieren sollte.

Sie wollen noch mehr über die Förderung erfahren? Dann besuchen Sie auch unsere Themenseite zum Förderprogramm der Heizungsoptimierung. Dort finden Sie alle Infos auf einen Blick.