Endlich Frühling! Warum Sie jetzt trotzdem ans Thema Heizen denken sollten? Weil Sie in den wärmeren Monaten den Austausch Ihrer alten Heizung gegen eine neue, effiziente Anlage sorgsam planen und durchführen können. So sparen Sie schon ab dem nächsten Winter Heizkosten. Unsere Checkliste zeigt, worauf es bei der Planung einer neuen Heizung ankommt.

Beratung bei Planung einer neuen Heizung durch FachhandwerkerSie wollen Ihre Heizkosten dauerhaft senken? Dann überprüfen Sie einmal das Alter Ihrer Heizungsanlage. Ist diese bereits seit 15 oder sogar mehr Jahren in Betrieb? In diesem Fall kann es sein, dass Sie beim Heizen unnötig viel Energie verbrauchen. Schließlich nimmt die Effizienz einer Heizung mit zunehmendem Alter ab. Moderne Anlagen arbeiten deutlich sparsamer. Außerdem können Sie im Rahmen einer Modernisierung teilweise oder vollständig auf Heizsysteme umsteigen, die erneuerbare Energien nutzen. So machen Sie Ihr Haus fit für die Zukunft.

Damit der Umstieg auf Ihre neue Heizung gelingt, sollten Sie sich im Vorfeld ausführlich informieren. Die wichtigsten Fragestellungen haben wir in unserer Checkliste für Sie zusammengestellt.

(1) Überblick verschaffen: Welche Heizsysteme und Energieträger gibt es?

Die Auswahl an modernen Heiztechnologien ist groß. Sie haben die Wahl zwischen den konventionellen Brennstoffen Erdgas und Heizöl und erneuerbaren Energieträgern wie Sonnenenergie, Umweltwärme oder Holzpellets. Auch eine Kombination aus beiden ist oftmals möglich. Welche Heizungsart optimal zu Ihren Ansprüchen und Ihrem Haus passt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Am besten verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, zum Beispiel mithilfe unserer kostenlosen Info-Broschüren zu einzelnen Heizsystemen. Dabei werden Sie feststellen, dass nicht jede Heizung in jedem Gebäude möglich oder sinnvoll ist – und können so Ihre Auswahl Schritt für Schritt eingrenzen.

(2) Bauliche Voraussetzungen: Welche Heizung passt zum Haus?

Für eine Gasheizung brauchen Sie in der Regel einen Gasanschluss, für eine Wärmepumpe mit Erdkollektor ein großes Grundstück, für eine Holzheizung ausreichend Lagerfläche. Bei der Wahl des passenden Heizsystems kommt es auch darauf an, wo das Haus steht, wie viele Stockwerke es hat, wie es um die Dämmung bestellt ist und vieles mehr. Am besten lassen Sie sich ausgiebig von einem Fachbetrieb beraten, inwiefern Ihr „Wunsch-Heizsystem“ mit den baulichen Voraussetzungen Ihrer Immobilie und der örtlichen Infrastruktur vereinbar ist. Fachbetriebe für Heizungsbau in Ihrer Nähe finden Sie über unsere Handwerker-Suche.

(3) Individuelle Vorlieben: Welche Ansprüche soll die neue Heizung erfüllen?

Sie wollen möglichst günstig heizen? Ist Ihnen eine umweltfreundliche Heizung wichtiger? Sie möchten sich weitgehend unabhängig von schwankenden Rohstoffpreisen machen? Wenn Sie diese und ähnliche Fragen zu Ihren Erwartungen sorgfältig beantworten, können Sie die Auswahl geeigneter Heizsysteme weiter eingrenzen. Außerdem ersparen Sie sich unangenehme Überraschungen nach dem Einbau der neuen Heizung. Ein kompetenter Fachhandwerker hilft Ihnen dabei, sich die richtigen Fragen zu stellen.

(4) Kosten-Check: Wie viel kosten Technik, Einbau und Betrieb der Heizung?

Neben der baulichen Eignung Ihres Hauses und persönlichen Ansprüchen muss das gewählte Heizsystem natürlich auch zu Ihrem Budget passen. Je nach System und Umfang der Maßnahmen können die Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich liegen. Einige Heizsysteme, wie etwa die Erd-Wärmepumpe, sind in der Anschaffung teuer, haben aber niedrige laufende Kosten. Die Wärmepumpe heizt mit kostenloser Umweltwärme statt mit Brennstoffen wie Gas oder Holz, die Sie zusätzlich einkaufen müssen. Sie müssen sich also vorab sowohl über die Anschaffungs- als auch über die Betriebskosten klar werden und diese für einen längeren Zeitraum miteinander vergleichen. Informationen zu den Anschaffungskosten finden Sie auf unserer Website bei den einzelnen Heizsystemen. Bei den Brennstoffkosten sollten Sie sich anschauen, wie sich die Preise in den vergangenen Jahren entwickelt haben – und nach günstigen Versorgern suchen. Um die Kosten für den Einbau einer Heizung einzuschätzen, können Sie mehrere Angebote von Fachbetrieben einholen.

(5) Förderung nutzen: Welche Fördermittel gibt es für die neue Heizung?

In vielen Fällen wird eine Heizungsmodernisierung staatlich gefördert. So bietet zum Beispiel die KfW-Bank zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für den Tausch Ihrer Heizung. Wenn Sie bei Ihrer neuen Heizung auf erneuerbare Energien umsteigen, können Sie dafür auch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) attraktive Zuschüsse beantragen. Wichtig: Den Antrag auf eine Förderung müssen Sie sowohl bei der KfW als auch beim BAFA vor Beginn der Maßnahmen stellen. Neben dem Bund fördern zum Teil auch Länder und Kommunen die Erneuerung der Heizung. Suchen Sie daher in unserer Fördermitteldatenbank gezielt nach entsprechenden Angeboten.

Haben Sie sich eingehend mit diesen Punkten auseinandergesetzt, ein überzeugendes Angebot vom Fachhandwerker erhalten und mögliche Förderungen beantragt, steht dem Einbau der neuen Anlage nichts mehr im Wege. Der Aufwand im Vorfeld lohnt sich: Sie sparen unnötige Kosten und haben viele Jahre Freude an Ihrer neuen Heizung.