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Wie Sie mit einem hydraulischen Abgleich Energie und Kosten sparen können

Seit Russland die Gaslieferungen Mitte Juni deutlich verringert hat, hat die Bundesregierung die Stufe zwei des Notfallplans Gas ausgerufen. Jetzt geht es darum, möglichst sparsam mit Energie umzugehen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) empfiehlt deshalb einen hydraulischen Abgleich für Ihre Heizung. Warum das wichtig ist und wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie in unserem Tipp.

Dass die Gaspreise weiter steigen werden, werden auch die Haushalte zu spüren bekommen. Die Botschaft von Robert Habeck ist klar. Er rät, vor dem Winter einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen und weist darauf hin, dass dadurch 15 Prozent Heizkostenersparnis möglich sind.

Wenn Sie für Ihre Heizung einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen, profitieren Sie sogar mehrfach:

  • Ihre Heizung verbraucht weniger Energie und Sie sparen Kosten,
  • Störungsgeräusche verschwinden,
  • alle Räume heizen gleichmäßig auf,
  • die Thermostatventile funktionieren besser.

Sinnvoll ist ein hydraulischer Abgleich bei allen Gebäuden – unabhängig vom Heizsystem und vom Baujahr. Wenn Sie in nächster Zeit planen, Ihre Heizung zu sanieren und dafür Fördermittel beantragen wollen, ist der hydraulische Abgleich sogar Pflicht.

Was genau ist ein hydraulischer Abgleich?

Bei einem hydraulischen Abgleich stellt ein Fachhandwerker Ihre Heizung wieder richtig ein. Ohne die richtige Einstellung kann das Wasser nicht gleichmäßig durch alle Rohre fließen. Die Folge: Es kommt nicht in der gleichen Menge und der gleichen Temperatur in den einzelnen Heizkörpern an und die geheizten Räume werden nicht gleichmäßig warm.  

Vielleicht kennen Sie das: In den Räumen im Erdgeschoß ist es fast zu warm, während Sie im ersten oder zweiten Stock kaum noch etwas von der Wärme spüren. Das ist ein Zeichen dafür, dass nicht jeder Heizkörper mit der gleichen Menge Wasser versorgt wird. Nur wenn die richtige Menge Wasser durch die Heizkörper fließt, können Sie Ihre Räume energieeffizient heizen und sparen Kosten. Damit das reibungslos läuft, muss der Heißwasserzufluss an den Verbindungsstücken zwischen Heizungsrohr und Heizung genau eingestellt sein. Passiert das nicht, versorgt das erwärmte Wasser vor allem die Heizkörper, die sich in der Nähe des Kessels befinden – weiter entfernte Heizkörper bleiben kalt.  Das verschwendet kostbare Energie und ist ineffizient.

Was bewirkt der hydraulische Abgleich?

Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass der Heizkörper in der Nähe des Kessels weniger Wasser bekommt und entsprechend mehr Wasser in die Heizkörper fließt, die weiter vom Kessel entfernt sind. Dazu ermittelt ein Profi, wie groß der Heizbedarf in den einzelnen Räumen ist und welche Wassermenge für eine optimale Wärme durch die Rohre fließen muss.

So können Sie für den hydraulischen Abgleich eine Förderung beantragen

Wenn Sie für Ihre Heizung einen hydraulischen Abgleich vornehmen lassen möchten, können Sie dafür eine Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Der Zuschuss beträgt 20 Prozent der Gesamtkosten. Auch über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können Sie eine Förderung beantragen. Hinzu kommen regionale Fördermöglichkeiten über lokale Energieversorger, Kommunen oder Energieagenturen. Wichtig ist, dass die Fachkraft Ihnen die Durchführung des hydraulischen Abgleichs mit einem Formular bestätigt. So können Sie nachweisen, dass der Abgleich professionell durchgeführt wurde. Wenn Sie einen Heizungstausch planen oder Ihre Heizungsanlage umfangreicher sanieren und Fördermittel nutzen möchten, ist der hydraulische Abgleich Pflicht.

Sie suchen weitere Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Heizung optimieren können? In unserem Ratgeber finden Sie praktische Tipps und wichtige Neuigkeiten aus der Fachwelt.

Bildnachweis: © Intelligent heizen

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