Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Haus- und Wohnungseigentümer bei der Finanzierung von energiesparenden Baumaßnahmen. Seit 2006 wurden mit den Fördermitteln der KfW bereits über 3 Millionen Wohneinheiten saniert bzw. besonders energieeffizient errichtet. Zum 1. Juni 2014 sind verschiedene Änderungen in den Programmen wirksam geworden. Hier finden Sie wichtige Neuregelungen auf einen Blick.

Unterstützung vom Staat für mehr Energieeffizienz

40 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs entfallen allein auf den Gebäudebereich. Ein Großteil des Verbrauchs ließe sich durch eine energetische Sanierung reduzieren. Deshalb fördert die Bundesregierung über die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowohl die vollständige Sanierung von Gebäuden als auch einzelne Maßnahmen, die für mehr Energieeffizienz sorgen. Je nach Programm können Sanierer bzw. Käufer von saniertem Wohnraum zinsgünstige Kredite oder attraktive Zuschüsse beantragen. Außerdem fördert die KfW auch den Bau bzw. Erwerb eines besonders energieeffizienten Neubaus.

Seit dem 1. Juni 2014 gelten neue Regelungen für die KfW-Förderprogramme. Auf der Website der KfW können Sie die neuen Merkblätter jeweils für die einzelnen Programme herunterladen (bei „Formulare & Downloads“).

Anwendung der Energieeffizienz-Expertenliste verbindlich

Zu den wichtigen Neuregelungen gehört, dass die energetische Fachplanung und Baubegleitung zukünftig durch einen Sachverständigen ausgeführt werden muss, der in der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes geführt wird. Das gilt sowohl beim Neubau eines energieeffizienten Hauses als auch bei der energetischen Sanierung eines bestehenden Gebäudes. Energieeffizienz-Experten in Ihrer Nähe finden Sie über die Website www.energie-effizienz-experten.de.

Hydraulischer Abgleich als Förderbedingung

Außerdem gelten für die KfW-Förderprogramme auch neue technische Mindestanforderungen bzw. neue Technische FAQs. Diese Dokumente finden sie ebenfalls auf der KfW-Website. Wichtig sind hier vor allem die Änderungen für den hydraulischen Abgleich. Diese Maßnahme sorgt dafür, dass sich die Heizwärme gleichmäßig im ganzen Haus verteilt. Hausbesitzer müssen bei einer Reihe von Baumaßnahmen nachweisen, dass ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde, um Fördermittel zu erhalten. Dabei gilt nach wie vor: Ein hydraulischer Abgleich ist immer erforderlich, wenn die Heizungsanlage ausgetauscht oder Heizpumpen ersetzt bzw. erstmalig eingebaut werden. Seit Juni 2014 ist der hydraulische Abgleich verpflichtend, wenn bei Gebäuden, die nach dem 31. Oktober 1977 gebaut wurden, Dämmmaßnahmen durchgeführt werden. Das Gleiche gilt für alle anderen Gebäude, wenn durch Dämmmaßnahmen mehr als 50 Prozent der Fläche der Gebäudehülle wärmeschutztechnisch verbessert werden.

Weitere Informationen zum hydraulischen Abgleich erhalten Sie auf unserem Serviceportal. Hier können Sie auch das Bestätigungsformular für die Durchführung eines Abgleich kostenlos herunterladen.