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Mit der Wohnraumlüftung trotz Allergie durchatmen

Im Frühjahr zeigt sich nicht nur die Sonne immer häufiger, auch der Pollenflug nimmt zu. Wenn Sie unter einer Allergie leiden, sind Sie mit einer Wohnraumlüftungsanlage gut versorgt. Denn diese filtert die Luft, bevor sie in den Wohnraum gelangt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Tipp.

Ein befreites Durchatmen fällt all jenen, die unter einer Allergie leiden, besonders in den Frühjahrsmonaten schwer. Denn dann senden Haselnuss, Erle, Weide, Pappel und andere Bäume ihre Pollen aus, um andere Bäume zu bestäuben. Unter freiem Himmel sind Sie den Pflanzenpollen zwar ausgesetzt, nicht aber in geschlossenen Räumen.

Wohnraumlüftung mit Pollenfilter – mehr als frische Luft                                                                       

Mit einer Wohnraumlüftung können Sie sich vor Pollenflug schützen, denn die Lüftungsgeräte  sorgen für einen kontrollierten Luftaustausch: Sie verfügen über Filtersysteme, die groben Schmutz wie Sand oder Blätter rausfiltern, damit die Rohre der Wohnraumlüftung nicht verstopfen. Das entspricht der Filterklasse G. In den meisten Geräten gibt es außerdem Filtervorrichtungen für feinere Filter, wie beispielsweise der Klasse M oder F. Diese können und für das Auge nicht sichtbare Partikel, wie Bakterien, Ruß, Feinstaub oder auch Pollen rausfiltern. Blütenstaubpollen haben einen Durchmesser von weniger als 0,01 Millimetern. Lüftungsgeräte, die die Außenluft von diesen winzigen Teilchen befreien sollen, sollten mit Filtern  der Klasse F ausgestattet werden. Meist bestehen diese aus einem speziellen Vliesstoff, der die vorbeischwebenden Partikel erfasst, ohne den Luftstrom groß zu beeinträchtigen. Besonders starke Filter können Partikel mit einem Durchmesser von 0,0025 Millimeter abhalten. Pollenfilter in der Wohnraumlüftung reinigen die Luft, bevor sie in den Wohnraum gelangt. Aufgrund der hohen Belastung in Hochzeiten des Pollenflugs sollten Sie die Filter entsprechend der vom Hersteller angegebenen Zeitintervalle regelmäßig auswechseln. Sie können Pollenfilter sowohl bei der dezentralen wie auch der zentralen Lüftung einsetzen.

Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Wenn Sie eine einzelne Wohnung vor Allergenen schützen oder ein bestehendes Gebäude mit einer Wohnraumlüftung ausrüsten möchten, bieten sich dezentrale Lüftungsanlagen an. Sie bestehen meist aus ein oder mehreren Lüftungsgeräten. Beim nachträglichen Einbau oder im Falle einer Sanierung wird eine Öffnung in die Außenwand gebohrt und die einzelnen Komponenten der Anlage eingesetzt. Das Herzstück bei dezentralen Lüftungsanlagen bilden der Lüfter und der Wärmetauscher. Der Lüfter oder Ventilator saugt die sauerstoffgesättigte Luft von außen an und befördert die verbrauchte Luft nach außen. Dabei wird die einströmende Luft gefiltert und gleichzeitig durch den Wärmetauscher erwärmt: Dieser entzieht der warmen Abluft Energie und überträgt diese auf die einströmende Luft. Mit einer Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung können Sie bis zu 90 Prozent der in Abluft gespeicherten Wärme wiederverwenden. Während Sie die dezentrale Lüftung in jedem Raum installieren können, ist die zentrale Lüftung für großflächige Wohneinheiten geeignet.

Zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Eine zentrale Lüftungsanlage besteht aus einem Gerät, das über ein verzweigtes Luftkanalsystem die einzelnen Zimmer mit frischer Luft versorgt. Die Rohre werden in den Wänden, der Decke oder im Boden verlegt. Es wird zwischen Zuluft- und Ablufträumen unterschieden. Zulufträume sind in der Regel Wohn- und Schlafbereiche, Ablufträume sind Räume, in denen sich Gerüche und Feuchtigkeit konzentrieren, wie Küche und Bad. Der Wärmetauscher im zentralen Lüftungsgerät wärmt die einströmende Luft an, sodass die Temperatur im Haus immer konstant bleibt und keine Wärmeverluste durch den ständigen Luftaustausch entstehen. Bei der zentralen Lüftung mit Wärmerückgewinnung legt die Luft größere Strecken zurück und die Rohre müssen regelmäßig gewartet werden. Sie bietet sich vor allem beim Neubau an.

Beide Lösungen können mit smarter Steuerungstechnik ausgestattet werden und sind förderfähig. So bezuschusst das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Lüftungsanlagen, die zur Erhöhung Energieeffizienz beitragen: 20 Prozent der Investitionskosten erhalten Sie bei der BAFA-Förderung zurück. 

Lüftungskonzepte

Die Zufuhr von frischer Luft in geschlossenen Räumen ist essentiell für unsere Gesundheit. Das gilt nicht nur für Allergiker oder in speziellen Situationen wie der Corona-Pandemie. Der menschliche Körper braucht frischen Sauerstoff, um selber Energie herstellen zu können. Darüber hinaus schreibt die DIN 1946-6 für Gebäudehüllen in energiesparender Bauweise ein Lüftungskonzept vor, das notwendig ist, um Schimmelbildung oder anderen Feuchteschäden vorzubeugen. Der Mindestluftwechsel für Wohngebäude wurde in der Energiesparverordnung (EnEV) verankert. Welche Lüftungsanlage zu Ihrer persönlichen Wohnsituation passt, findet am besten ein Fachhandwerker heraus oder Sie nutzen den OnlineCheck Wohnungslüftung: Damit können Sie überprüfen, ob bei Ihnen zu Hause ausreichend viel Luftaustausch stattfindet oder ob Sie eventuell eine Lüftungsmaßnahme durchführen sollten.

Bildnachweis: © Intelligent heizen/Bjoern Luelf

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