Bei der Verbrennung von Erdgas oder Heizöl entsteht Wasserdampf – und darin steckt jede Menge Wärmeenergie. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkesseln nutzen moderne Brennwertgeräte auch diese zusätzliche Energie, um ein Gebäude zu beheizen. Mit einem Kesseltausch können Sie deshalb bis zu 30 % Energie einsparen.

Hoher Wirkungsgrad sorgt für große Energieausbeute

In vielen deutschen Heizungskellern arbeiten veraltete Heizkessel, die bereits 15 oder mehr Jahre auf dem Buckel haben. Sie verbrauchen unnötig viel Energie und sorgen für hohe Heizkosten. Ihr Wirkungsgrad – also das Verhältnis von abgegebener und zugeführter Energie – liegt häufig unterhalb von 65 %. Moderne Brennwertkessel erzielen dagegen Wirkungsgrade von fast 100 %, da sie neben der Wärme, die bei der Verbrennung von Gas oder Öl entsteht, auch die Energie verwerten, die im Wasserdampf der Abgase enthalten ist. Brennwertkessel nutzen dabei das Prinzip der Kondensation: Sie kühlen die Abgase ab, bis sich der enthaltene Wasserdampf verflüssigt – und die darin gebundene Wärme freigesetzt wird. Bei herkömmlichen Heizkesseln entweicht diese Energie dagegen ungenutzt durch den Schornstein.

Wenn Sie Ihren alten Kessel gegen ein effizientes Brennwertgerät tauschen, können Sie sich daher über Energieeinsparungen von bis zu 30 % freuen. Dadurch zahlt sich der Kesseltausch schon nach wenigen Jahren aus. Wer weniger Energie verbraucht, spart gleichzeitig auch klimaschädliche CO2-Emissionen ein. Außerdem stoßen moderne Heizkessel weniger Schadstoffe und Feinstaub aus. Mit einem Brennwertgerät können Sie somit die Ökobilanz Ihrer Heizungsanlage verbessern.

Clever kombiniert – mit erneuerbaren Energien

Ein Brennwertkessel lässt sich sehr gut mit erneuerbaren Energiequellen kombinieren. Wenn Sie beispielsweise neben einem neuen Kessel eine Solarthermieanlage für die Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung installieren, können Sie insgesamt bis zu 40 % Energie einsparen. Schließen Sie außerdem einen wassergeführten Kaminofen an Ihr Heizungssystem an, sind zusätzliche Einsparungen möglich.

Auf diese Weise erhalten Sie eine zukunftsfähige Heizungsanlage, die eine größere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen ermöglicht und zugleich Schwankungen in der Versorgung mit erneuerbaren Energien auffängt.

Fördermittel richtig nutzen

Der Einbau eines modernen Brennwertkessels wird zum einen von der staatseigenen KfW-Bank im Programm „Energieeffizient Sanieren“, zum anderen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanziell unterstützt. Beide Förderungen zu kombinieren, ist nur in bestimmten Fällen möglich. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Beim BAFA können Sie zum Beispiel einen Bonus in Höhe von 500 € erhalten, wenn Sie zusätzlich zur Installation einer Solarthermieanlage auch einen Brennwertkessel einbauen. Voraussetzung für eine Förderung durch KfW oder BAFA ist immer der Nachweis eines hydraulischen Abgleichs Ihrer Heizung durch den Fachhandwerker. Denn diese Maßnahme ist notwendig, damit die Anlage auch tatsächlich energieeffizient arbeitet.

Mithilfe unserer Fördermitteldatenbank können Sie zudem prüfen, ob in Ihrer Region zusätzliche Fördertöpfe vorhanden sind. Weitere Informationen zum Thema Brennwerttechnik erhalten Sie hier.