Was haben die KfW Bankengruppe und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit Ihrer Heizung zu tun? Abgesehen davon, dass beide Institutionen in Hessen sitzen, sind die KfW und das BAFA Ihre Adressen, wenn Sie Ihre Heizung modernisieren wollen. Sie fördern die Optimierung mit Zuschüssen und Krediten, die sich teilweise kombinieren lassen. Wir stellen beide Finanzierungspartner vor.

Mehrere Geldscheine stecken in einem HeizkörperWenn Sie in eine neue oder bessere Heizungsanlage investieren wollen, müssen Sie die Kosten dafür nicht alleine stemmen. Die Modernisierung von Heizungsanlagen wird mit bis zu 30 % beziehungsweise fünfstelligen Beträgen gefördert. Die beiden wichtigsten Adressen für Fördermittel in den Bereichen energieeffizientes Heizen und private Wärmeversorgung befinden sich in Hessen: Im Bankenzentrum Frankfurt am Main sitzt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), im nahe gelegenen Eschborn hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) seinen Sitz.

Beide haben besondere Programme aufgesetzt, die Um- und Einbauten für Heizsysteme fördern. Grundsätzlich gilt: Je umweltfreundlicher das Endergebnis, umso großzügiger die Unterstützung. Teilweise sind die Fördermaßnahmen beider Stellen auch kombinierbar. Doch wie kommt es überhaupt, dass eine Bank und eine Bundesbehörde sich systematisch mit den Heizungen von Privathaushalten beschäftigen?

Die KfW und ihr Förderprogramm für Heizungen

Die KfW nahm ihre Arbeit vor rund 70 Jahren unter dem Namen Kreditanstalt für Wiederaufbau auf. Was mit den Milliardenhilfen der Alliierten begann, heißt heute – ein Wirtschaftswunder und eine Wiedervereinigung später – KfW Bankengruppe und kümmert sich in erster Linie darum, dass der deutsche Mittelstand konkurrenzfähig bleibt. Weil die Bank dem deutschen Staat gehört, legt sie außerdem regelmäßig Sonderprogramme auf, um politisch gewollte Entwicklungen deutschlandweit finanziell zu unterstützen. Dazu gehört auch die Aufwertung der Heizungsanlagen in den Privathaushalten über das Programm „Energieeffizient Sanieren“.

Die KfW bietet verschiedene Fördermaßnahmen an, die Sie für Ihre vier Wände in Anspruch nehmen können – von Energieberatung über Geld für Ein- und Umbauten bis hin zur Förderung von Heizgenossenschaften. Für den Einbau eines neuen Brennwertkessels inklusive einer Systemoptimierung im sogenannten „Heizungspaket“ wurden 2016 über 36.000 Förderanträge gestellt, davon über 30.000 für Zuschüsse und knapp 6.000 für Darlehen. Durchschnittlich konnten sich Heizungsmodernisierer über einen Zuschuss in Höhe von 2.748 € freuen.

Wenn Sie für eine umfangreichere Sanierung Zuschüsse erhalten wollen, können Sie über KfW-Programm 430 direkt bei der KfW bis zu 30.000 € beantragen. Wenn Sie stattdessen einen Kredit aufnehmen möchten, stellen Sie den Antrag zusammen mit Ihrer Hausbank. Voraussetzung für die Bewilligung aller Förderungen ist der hydraulische Abgleich Ihrer Heizung. Durch ihn stellt ein Fachhandwerker sicher, dass das Heizwasser optimal in der gesamten Anlage verteilt. Nur so ist sichergestellt, dass die Anlage effizient läuft und nicht unnötig Energie verschwendet.

Erneuerbare Energien und Optimierung der Heizung durchs BAFA fördern lassen

Im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden 2001 zwei vorher eigenständige Behörden zusammengefasst und direkt an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie angedockt. Ein Teil der 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befasst sich daher mit Exporten und Exportkontrolle – während die anderen sich Elektroautos oder Kraft-Wärme-Kopplung widmen, also der Frage, wie man die Energiewende bis in die privaten Haushalte trägt.

Für Sie als Privateigentümer sind vor allem die folgenden BAFA-Förderungen interessant: Wollen Sie auf erneuerbare Energien setzen, also zum Beispiel mit Wärmepumpen oder Solarthermie heizen, hilft Ihnen das Marktanreizprogramm (MAP). Wenn Sie gleichzeitig das Gesamtsystem optimieren, erhalten Sie im Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) nochmal 20 % der Fördersumme aus dem MAP obendrauf. Für Eigentümer, die nicht in einen neuen Wärmeerzeuger investieren, sondern ihr bestehendes System optimieren wollen, bietet das BAFA seit August 2016 das Programm Heizungsoptimierung an. Wenn Sie, um nur ein Beispiel zu nennen, Ihre Heizungspumpe austauschen, übernimmt das Amt 30 % der Kosten. Seit Start der Förderung haben sich bereits 100.000 Heizungsoptimierer für die 30-%-Förderung registriert.

Hier auf intelligent-heizen.info führen wir Sie Schritt für Schritt durch die BAFA-Optimierungs-Förderung. Zudem können Sie unsere Fördermitteldatenbank durchsuchen, um kommunale und regionale Fördermöglichkeiten von BAFA, KfW und vielen weiteren Geldgebern zu finden.