Akute Stromverschwendung: Das diagnostizieren Fachhandwerker bei vielen Heizungsanlagen. Der Grund dafür sind meist veraltete Heizungspumpen. Mit dem Einbau einer modernen Hocheffizienzpumpe lässt sich das Problem schnell beheben. Dabei unterstützt Sie der Staat mit einem attraktiven Zuschuss.

Handwerker hält Heizungspumpe in den HändenOhne Heizungspumpe läuft bei Ihrer Heizung nichts. Die Funktionsweise der Heizungspumpe, die auch als Umwälzpumpe bezeichnet wird, lässt sich mit der unseres Herzens vergleichen. Das Herz pumpt Blut durch die Gefäße und versorgt so den ganzen Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen, während gleichzeitig Stoffwechselprodukte abtransportiert werden. Im Heizkreislauf sorgt die Heizungspumpe dafür, dass das von einem Wärmeerzeuger – zum Beispiel einem Öl- oder einem Gas-Brennwertkessel – erwärmte Heizwasser über die Rohre zu Heizkörpern oder Fußbodenheizungen im gesamten Haus gelangt. Dieser Teil des Heizkreislaufs wird als Vorlauf bezeichnet. Beim Rücklauf, dem zweiten Teil des Kreislaufs, fließt das Heizwasser, das einen Großteil der Wärme an die Räume abgegeben hat, wieder zurück zum Wärmeerzeuger, wo es von neuem erwärmt wird.

Trotz ihrer zentralen Rolle für die Verteilung der Wärme im Gebäude führt die Heizungspumpe im Keller meist ein Schattendasein. Denn Heizungspumpen sind recht langlebig und können bis zu 20 Jahre störfrei funktionieren. Das spricht zwar für die Technik, hat jedoch auch einen Nachteil: Denn ältere, ungeregelte Umwälzpumpen verbrauchen unnötig viel Energie. Sie arbeiten Tag und Nacht auf vollen Touren, passen also ihre Leistung nicht dem tatsächlichen Heizbedarf an. Alte Pumpen verursachen dadurch bis zu 10 % der gesamten Stromkosten im Haushalt. Selbst Fernseher und Kühlschrank zusammengenommen verbrauchen weniger Strom als eine alte Umwälzpumpe.

Hocheffizienzpumpe bringt den Heizkreislauf in Schwung

Mit dem Austausch einer veralteten Heizungspumpe sollten Sie also nicht warten, bis das Gerät von selbst seinen Geist aufgibt. Denn mit dem Einbau einer modernen Heizungspumpe verringern sich Ihre Stromkosten erheblich: Moderne Geräte sind elektronisch geregelt und passen sich deshalb dem aktuellen Heizbedarf an. Dadurch verbraucht eine Hocheffizienzpumpe bis zu 80 % weniger Energie als ein altes Modell. Der Tausch einer alten 80-Watt-Umwälzpumpe gegen eine 10-Watt-Hocheffizienzpumpe zum Beispiel spart bis zu 100 € Stromkosten pro Jahr ein und kostet im Schnitt gerade mal 400 €. Testen Sie doch einmal unseren Optimierungsrechner, um herauszufinden, wie hoch in etwa das Einsparpotenzial eines Pumpentauschs in Ihrem Fall ist.

Der Austausch der Heizungspumpe ist von einem Fachbetrieb im Handumdrehen erledigt. Sie müssen keine aufwendigen Arbeiten oder einen Ausfall der Anlage fürchten. Empfehlenswert ist allerdings, den Pumpentausch mit einem hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage zu kombinieren. Denn erst mit einer optimalen Einstellung des gesamten Systems arbeitet auch die neue Pumpe effizient.

Mit Förderung zur neuen Heizungspumpe

Sowohl der Pumpentausch als auch der hydraulische Abgleich sparen CO2-Emissionen ein und werden bei Heizsystemen, die seit mindestens zwei Jahren in Betrieb sind, daher staatlich gefördert. Unter der Voraussetzung, dass ein Fachbetrieb die Arbeiten durchführt, können Sie sich einen Zuschuss von 30 % auf die Nettokosten sichern. Mit dem Zuschuss und den jährlich eingesparten Stromkosten haben Sie die Kosten für den Einbau einer Hocheffizienzpumpe schon nach drei Jahren heraus.

Der Weg zur Förderung ist unkompliziert. Wichtig ist aber, dass Sie sich dafür auf der Website des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) registrieren, und zwar bevor Sie einen Fachhandwerker mit den Optimierungsmaßnahmen beauftragen. Sind die Arbeiten abgeschlossen, reichen Sie innerhalb von sechs Monaten Förderantrag und Kopien der Handwerkerrechnungen ein und dürfen sich dann auf den Zuschuss freuen. Kurzum: Mit dem Einbau einer Hocheffizienzpumpe tun Sie also Ihrer Heizung, der Umwelt und Ihrem Konto etwas Gutes.