Mit der Umstellung auf die Sommerzeit ist der Winter offiziell vorbei. Ein Teil der Deutschen stellt spätestens jetzt die Heizung ab. Das hat Konfliktpotenzial: Besonders nachts wird es noch immer ziemlich frisch, und viele wollen weiter heizen. Die beste Lösung, um Umwelt und Geldbeutel langfristig zu schonen, sind Hybridheizungen. Sie regulieren die Temperatur intelligent und produzieren Wärme so nachhaltig wie möglich.

Handwerker hält Heizungspumpe in den HändenIn den meisten Familien gibt es irgendwann einmal Diskussionen über die Raumtemperatur und die Heizperioden. Gerade in der Übergangszeit zwischen Winter und Frühling, wenn es sich nach Sonnenuntergang bisweilen empfindlich abkühlt, kommt es zu Streit über abgestellte Heizungen. In extremen Fällen gehen Vermieter und Mieter sogar vor Gericht. Hausbesitzer mit einer Anlage, die Wärme speichert und flexibel auf die Außentemperatur reagiert, leisten nicht nur einen Beitrag für die Umwelt, sondern tun höchstwahrscheinlich auch etwas für den Hausfrieden.

Wärmespeicher als Herzstück

Die nachhaltigste Lösung, um Temperaturschwankungen effizient auszugleichen, ist eine Hybridheizung. Sie nutzt sowohl erneuerbare als auch fossile Wärmequellen und greift nur dann auf die nicht regenerativen Energiequellen wie Öl oder Gas zurück, wenn sich die gewünschte Temperatur mit der Solaranlage oder dem Verfeuern von Holz alleine nicht erreichen lässt. So wärmt die Hybridheizung zuverlässig auch an kalten und trüben Tagen. Das zentrale Element solcher Mischanlagen ist immer der Wärmespeicher, auch Pufferspeicher genannt. Wärme, die beispielsweise tagsüber durch die Kraft der Sonne generiert wurde, wird hier für die spätere Nutzung bereitgehalten. Die Größe des gut isolierten „Wasserfasses“ sollte zum jeweiligen Haus passen: Wenn Sie beispielsweise 800 Liter Wasser auf 85 Grad erwärmen, reicht diese Energie aus, um im Frühling (wie auch im Herbst) ein Ein- oder Zweifamilienhaus ein bis zwei Tage lang zu heizen.

Viele Kombinationsmöglichkeiten

Der wärmespeichernde Wassertank kann flexibel kombiniert werden: mit Solarthermie-Anlagen auf dem Dach, mit Heizkesseln für Öl oder Gas im Keller, mit Wärmepumpen oder mit Kachel- und Kaminöfen, die Wassertaschen haben. Sie können sich zum Beispiel am Anfang darauf beschränken, den vorhandenen Brennwertkessel mit Solarthermie und Wärmespeicher zu koppeln. Und Sie können jederzeit nachrüsten und eine Wärmepumpe und/oder einen Kaminofen einbauen. Daher ist es bereits beim Umbau oder der Neuanschaffung wichtig, von Beginn an darauf zu achten, wie viele Anschlüsse für weitere Wärmeträger der Speicher hat. Diese und andere Details besprechen Sie am besten mit einem fachkundigen Handwerker.

Die einzelnen Schritte vom Heizungs-Check finden Sie auf unserer Überblicksseite zur Hybridheizung. Die komplexeren Hybridheizungen können kostspielig sein – dafür sind sie flexibel und hängen nicht von einzelnen Rohstoffen ab. Außerdem werden sie oft im Zuge der Energiewende und mit Blick auf den Klimaschutzplan 2050 staatlich gefördert. Auch dazu berät Sie der Fachmann oder die Expertin.

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