Besonders an trüben und kalten Tagen ist ein Kachel- oder Kaminofen genau das Richtige.

Besonders an trüben und kalten Tagen ist ein Kachel- oder Kaminofen genau das Richtige: Die milde Strahlungswärme hat eine ähnliche Wirkung wie ein Sonnenbad. Wir entspannen uns und fühlen uns wohl. Außerdem ist Holz ein umweltfreundlicher Brennstoff – vorausgesetzt, Sie gehen richtig damit um.

Schnelle Wärme und der Blick aufs Feuer machen den Reiz von Öfen und Kaminen aus. Und sie ermöglichen es Ihnen, nahezu CO2-neutral zu heizen. Denn der nachwachsende Rohstoff Holz setzt bei der Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie er während des Wachstums gespeichert hat. Mit der richtigen Handhabung können Sie außerdem dazu beitragen, die Emissionen, die beim Verbrennen entstehen, möglichst gering zu halten.

Saubere Sache: Tipps zum Heizen mit Holz 

Beim Heizen mit Holz spielt neben der Herkunft des Holzes und der Lagerung, eine sachgemäße Befüllung des Brennraums eine wichtige Rolle. Um die Belastungen für Umwelt und Gesundheit so gering wie möglich zu halten, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft beziehen: Wenn Sie Ihr Holz aus der Region kaufen und es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, schaffen Sie schon mal eine gute Grundlage. Sie können auch bei der Stadt, der Gemeinde oder dem Forstamt einen sogenannten Holzleseschein beantragen. Dieser berechtigt Sie dazu das bei Waldarbeiten liegengebliebene Holz mit nach Hause zu nehmen. Die Kosten dafür sind je nach Kommune und Forstamt unterschiedlich.
  • Nur trockenes Holz verfeuern: Je feuchter das Holz ist, desto mehr Schadstoffe werden beim Verbrennen freigesetzt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie selbst gesammeltes oder frisch geschlagenes Holz rund zwei Jahre lang lagern, bevor Sie es verfeuern. Dadurch sinkt der Feuchtigkeitsgehalt von rund 40 auf unter 20 Prozent. Außerdem sollten Sie einen gut belüfteten Ort für die Lagerung wählen: Schuppen oder freistehende Stapel, die vor Feuchtigkeit geschützt werden, sind bestens geeignet, geschlossene Räume kommen dafür nicht in Frage. Wenn Sie Ihr Feuerholz im Fachhandel kaufen, lassen Sie sich den Wassergehalt bestätigen und beachten Sie die Hinweise des Händlers zur Lagerung.
  • Richtig anheizen und für ausreichende Luftzufuhr sorgen: Beim Anheizen gibt es zwei Methoden, und zwar von unten oder von oben. Von Schornsteinfegern wird das Anzünden von oben empfohlen. Dabei werden zuerst die Holzscheite im Ofen platziert und darauf dann die Anzündhölzer gelegt. Wichtig für den gesamten Verbrennungsprozess ist, dass ausreichend Verbrennungsluft zuströmen kann – insbesondere während des Anheizens. Erst wenn das Feuer gut brennt, sollten Sie die Luftzufuhr wieder verringern, diese aber nicht zu klein einstellen. Das Ofeninnere bleibt bei richtiger Luftzufuhr hell und rußfrei. Wichtig ist auch, dass die Holzmenge stets dem Wärmebedarf entspricht. Befüllen Sie den Ofen anfangs nicht mit zu viel Holz, sondern legen Sie mehrfach kleinere Mengen nach. Auch, wenn es selbstverständlich sein sollte: Zeitungen, behandeltes Holz und Plastikabfälle gehören nicht in den Ofen.

Moderne Öfen: emissionsarm und vielfältig

Vom platzsparenden Kaminofen über den klassischen Kachelofen bis hin zum Pelletofen mit automatischer Befeuerung – wenn Sie über den Kauf eines neuen Ofens nachdenken, stehen Sie einer großen Auswahl gegenüber. In Bezug auf die Emissionen müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn die Verbrennungstechnik moderner Öfen wurde in letzten Jahren optimiert und entspricht den strengen gesetzlichen Vorgaben. Bei einer Neuanschaffung sollten Sie sich auch darüber klar werden, wie Sie den Ofen nutzen möchten: Wollen Sie damit nur einen Raum oder das ganze Haus beheizen? Ist Ihnen der Blick aufs knisternde Feuer wichtig? Bei der Suche nach dem passenden Ofen ist der Ofen- und Luftheizungsbauer der richtige Ansprechpartner. Er berät Sie auch zu den Möglichkeiten, den Ofen in Ihr Heizsystem zu integrieren. Weitere Infos zum Thema Ofenheizung finden Sie außerdem in unserer Broschüre „Heizen mit Holz: Effizient und umweltfreundlich“.

Ältere Modelle austauschen

Hersteller und Betreiber von Holzöfen sind durch die Bundesimmissionsschutzverordnung verpflichtet, Grenzwerte für Emissionen einzuhalten. Öfen, die die zulässigen Grenzwerte überschreiten, müssen nachgerüstet oder stillgelegt werden. Die nächste Frist endet zum 31.12.2020 und gilt für Öfen, die vor dem 1. Januar 1995 in Betrieb genommen wurden.