Bei der Planung eines Neubaus spielt das Thema Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Anders als bei der Sanierung eines Bestandsgebäudes haben Sie bei einem Neubau oft größere Spielräume, um die Energieversorgung nach den eigenen Wünschen und Möglichkeiten zu gestalten. Doch auch hier ist ein planvolles Vorgehen unverzichtbar, um Ärger und unnötige Kosten zu vermeiden.

Für die Zukunft bauen

Bei einem Hausbau gilt es eine Fülle an Entscheidungen zu treffen. Viele davon verlangen Weitblick, so auch beim Thema Energie. Schließlich will man das neu gebaute Eigenheim nicht schon nach wenigen Jahren energetisch sanieren müssen. Umso wichtiger ist es, im Rahmen der Bauplanung ein gut durchdachtes Energiekonzept zu erstellen. Ein solches Konzept sollte die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) ebenso berücksichtigen wie individuelle Wünsche und finanzielle Möglichkeiten.
Dabei bietet moderne Heiztechnik verschiedenste Optionen für die Energieversorgung – von effizienter Brennwerttechnik über Wärmepumpen bis zur Pelletheizung. Welche Lösung sich im konkreten Fall am besten eignet, hängt unter anderem von den örtlichen Gegebenheiten und dem vorhandenen Budget ab. Experten können Hausbauer dabei unterstützen, die richtige Wahl zu treffen und ein stimmiges Energiekonzept zu erstellen. Neben der Wahl des Heizsystems ist auch die Frage der Wärmedämmung und Lüftung wichtiger Bestandteil des Energiekonzepts.

Energiestandards für Neubauten – weniger ist mehr

Meist lohnt es sich, bereits heute nach höheren Effizienzstandards zu bauen, als die EnEV aktuell vorschreibt. Denn in der Regel fallen Fördermittel umso üppiger aus, desto geringer der Energiebedarf des geplanten Neubaus ist. Entsprechend positiv wirkt sich das beispielsweise bei einem Kredit der bundeseigenen KfW-Bankengruppe auf den Tilgungszuschuss aus: Je energieeffizienter der Neubau, desto weniger müssen Hausbauer von ihrem Kredit zurückzahlen.
Außerdem sollten angehende Hausbauer im Blick behalten, dass sich die Anforderungen der EnEV zum 1. Januar 2016 verschärfen: Für Neubauten gelten dann um 25 % höhere energetische Anforderungen als bisher. Wer auf ein langfristig gedachtes Energiekonzept setzt, profitiert gleich mehrfach. Ein hoher Standard sorgt für geringe Betriebskosten und eine hohe Wohnqualität, schützt vor den negativen Folgen steigender Energiepreise und schont das Klima.

Auskunft über die verschiedenen Förderprogramme, mit denen Bund, Länder und Kommunen den Bau effizienter Gebäude unterstützen, gibt die Fördermitteldatenbank auf unserem Portal.