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Sechs Dinge, die Sie bei einem Heizungstausch beachten sollten

Never change a running system? Die englischsprachige Weisheit aus der IT-Welt gilt ganz sicher nicht, wenn das System eine Heizungsanlage ist. Denn selbst wenn das System (noch) läuft, können Eigentümer von einem Heizungstausch profitieren. Wie das geht und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Tipp.

Effizienz, Kosten, Komfort und Sicherheit: Das sind für viele die wichtigsten Kriterien bei Auswahl und Betrieb ihrer heimischen Wärmequelle. Mit dem Wunsch nach Nachhaltigkeit gibt es einen weiteren Faktor, der in den vergangenen Jahren an Relevanz noch einmal zugenommen hat. Der Markt hat für diese Entwicklung innovative, ressourcenschonende Lösungen entwickelt, die durch staatliche Förderungen für Eigentümer immer attraktiver werden. Für Heizungsmodernisierer – oder solche, die es demnächst werden wollen – gibt es aber noch mehr zu beachten, damit der Heizungstausch zum Gewinnerthema wird.   

  1. Den richtigen Zeitpunkt für den Einbau einer neuen Heizung wählen

Fällt eine veraltete Heizung mitten im Winter aus, ist der Zeitpunkt, einen Heizungstausch vorzunehmen, denkbar ungünstig. Denn in der Not fällt es nicht nur schwer, gut informiert eine Entscheidung zu treffen und zum richtigen Zeitpunkt eine Förderung zu beantragen. Auch Termine bei Fachberatern und Installationsbetrieben sind schwer zu bekommen. Setzen Sie sich also frühzeitig mit einem Fachbetrieb in Ihrer Region in Verbindung, schildern Sie Ihr Vorhaben und vereinbaren Sie Termine ohne unmittelbaren Handlungsdruck. Die Sommermonate eignen sich hierfür in der Regel am besten.   

  1. Die Gesetzeslage beim Heizungstausch berücksichtigen

Der Gesetzgeber sieht für einen Heizungstausch feste Regeln vor. So enthält nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) auch das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) – der Nachfolger der EnEV) – eine Austauschpflicht für Öl- und Gasheizungen, die 1991 oder früher eingebaut wurden, im Jahr 2021 also 30 Jahre alt sind. Bei Neubauten schreibt das GEG die Nutzung erneuerbarer Energien vor, beispielsweise eine Kombinationslösung mit einem Brennwertgerät und Solarthermie. Es gibt aber auch weitere Kombinationsmöglichkeiten, beispielsweise mit einer Wärmepumpe und sogar mit einem Kaminofen. Ab 2026 dürfen Modernisierer Öl- oder Kohleheizungen nur noch einbauen, wenn die Immobilie über keinen Gas- oder Fernwärmeanschluss verfügt, sich das Haus auf Neubaustandard befindet oder überwiegend erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Informieren Sie sich also ausführlich über die Gesetzeslage, um frühzeitig zu erfahren, welche Spielräume Sie bei Ihrem Modernisierungsprojekt haben.

  1. Das passende Modell für die neue Heizung finden

Die Vielfalt an Angeboten macht die Entscheidung für eine neue Heiztechnik gerade für Laien nicht einfach. Unser Angebot mit Tipps für die Modernisierung bietet Ihnen eine erste Orientierung und unterstützt Sie bei der Entscheidungsfindung. Grundsätzlich sollten Sie daran denken, dass Sie Ihre Heizung voraussichtlich mehrere Jahrzehnte begleiten wird, also eine Investition in die Zukunft ist. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit, um eine passende, auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Lösung zu finden. Ein paar grundsätzliche Fragen können dabei große Unterschiede machen: Wie offen sind Sie beispielsweise für Innovationen? Sind für Sie die Kosten oder die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz entscheidend?

  1. Sich ausführlich von einem Fachbetrieb zur Heizungsmodernisierung beraten lassen

Neben einer guten eigenständigen Vorbereitung und dem Studium der umfangreichen Informationsangebot im Netz, ist die persönliche Beratung durch einen Fachbetrieb dringend empfohlen. Denn eine Heizungsmodernisierung ist immer eine Kombination aus individuellen Wünschen, baulichen Gegebenheiten und für Laien oft komplizierten Rahmenbedingungen. Einen Energieberater können Sie auch hinzuziehen – eine Dienstleistung übrigens, die vom Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert wird. Darüber hinaus unterstützt unsere Handwerkersuche Sie bei der Recherche nach einem Fachbetrieb in Ihrer Region.

  1. Förderung für die Heizung prüfen            

Die Konditionen für Fördermittel im Bereich moderner, effizienter und klimaschonender Heiztechnik wurden Anfang des Jahres noch einmal deutlich verbessert und in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gebündelt. Für Sie bedeutet das eine große Auswahl an Fördermitteln: Finanzielle Unterstützung gibt es beim Heizungstausch ebenso wie beim Einbau einer neuen Heizung. Besonders hoch fallen die Fördermittel aus, wenn Sie sich für erneuerbare Energieträger bzw. energiesparende Heiztechniken entscheiden. Zuschüsse können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen, Kredite übernimmt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).  Fragen Sie Ihren Fachberater und nutzen Sie unser frisch aktualisiertes Informationsangebot sowie das praktische Online-Tool für Fördermittel

  1. Das Vorhaben tatsächlich umsetzen

Nachdem Sie sich nun für Ihre Recherche ausreichend Zeit genommen haben, einen Fachbetrieb konsultiert und einen guten Überblick über Finanzierungsmodelle gewonnen haben, fehlt nur noch der letzte Schritt: das Vorhaben tatsächlich umzusetzen. ACHTUNG: Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Förderantrag stellen, bevor Sie mit den Arbeiten loslegen. Dann können Sie nach dem Heizungstausch tatsächlich von mehr Komfort, einer besseren Klimabilanz und weniger Energiekosten profitieren! 

Bildnachweis: © Intelligent heizen/Thilo Ross

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