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Zeit für die Energiewende im Eigenheim!

Vor 25 Jahren wurde der Tag der Erneuerbaren Energien ins Leben gerufen und feiert am 24. April sein Jubiläum.

Vor 25 Jahren wurde der Tag der Erneuerbaren Energien ins Leben gerufen und feiert am 24. April sein Jubiläum. Heute spielen Energieträger wie Sonne, Umweltwärme, Holz oder organische Abfälle eine entscheidende Rolle bei der Wärmeversorgung. In unserem Tipp erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie haben, um Ihre ganz persönliche Energiewende zu starten.

Lösungen, die erneuerbare Ressourcen für die Energie- und Wärmegewinnung nutzen, leisten einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und haben dazu geführt, dass Ihnen heute eine große Bandbreite an emissionsarmen Heiztechnologien zur Verfügung steht – von Solarkollektoranlagen über Biomasseheizungen und Wärmepumpen bis hin zu Erneuerbare Energien-Hybridheizungen. Sie können diese Technologien in Ihr bestehendes Heizsystem integrieren oder geschickt kombinieren. Finanzielle Hilfe bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die Anfang 2021 eingeführt wurde.

Gesetzliche Regularien für mehr Klimaschutz

Bis 2050 will die Bundesregierung eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen. Bereits 2020 wurden die staatlichen Fördermittel für den Einsatz erneuerbarer Energien aufgestockt. Während die BEG Anreize schafft, in erneuerbare Energien zu investieren, schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) im Neubau die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien vor und verbietet im Bestand ab 2026 den Einbau von Öl- oder Kohleheizungen. Die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen wird über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Auch die 2021 eingeführte CO2– Steuer, die mit einer Preiserhöhung für fossile Brennstoffe einhergeht, setzt einen Anreiz für klimafreundliche Energieträger. Ein großer Vorteil von erneuerbaren Energien: Sie lassen sich gut kombinieren.

Erneuerbare Energien als Ergänzung zum bestehenden Heizsystem

Sie nutzen fossile Brennstoffe, heizen mit moderner Brennwerttechnik und wollen Energie einsparen, ohne gleich die ganze Heizungsanlage auszutauschen? Dann können Sie Ihre bestehende Brennwertheizung durch erneuerbare Energien ergänzen und zu einem hybriden Heizsystem ausbauen. Besonders gut geeignet zum Nachrüsten sind Solaranlagen: Sie können sowohl die Warmwasseraufbereitung übernehmen als auch beim Heizen unterstützen. Die dafür notwendigen Solarkollektoren lassen sich auf den meisten Dächern installieren. Auch wasserführende Pelletöfen lassen sich gut mit einer Brennwertheizung kombinieren: Das in der Wassertasche erwärmte Wasser wird automatisch in einen Pufferspeicher geleitet und kann bei Bedarf in das Heizsystem eingespeist werden. Über den Pufferspeicher können Sie auch eine Hybrid-Wärmepumpe, die Umweltwärme in Heizwärme umwandelt, mit Ihrem Brennwertkessel verbinden. Eine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass immer der vorteilhaftere Wärmeerzeuger angesteuert wird. Vor allem Luft-Wasser-Wärmepumpen können ohne größeren Aufwand nachträglich installiert werden. Bei hybriden Lösungen können Einzelgeräte miteinander kombiniert werden, Sie können aber auch auf Kompaktgeräte zurückgreifen. Über die BEG erhalten Sie folgende Förderzuschüsse:

  • 30 Prozent für Solarthermieanlagen
  • 35 Prozent für wasserführende Pelletöfen
  • 35 Prozent für Wärmepumpe

Erneuerbare Energieträger als alleiniges Heizsystem

Eine andere Möglichkeit ist es, vollständig auf erneuerbare Energieträger umzusteigen. Das bietet sich vor allem im Neubau an, wird aber auch im Bestand mit hohen Fördermitteln durch die BEG belohnt. Besonders lukrativ wird es, wenn Sie Ihre Ölheizung gegen eine Biomasseanlage, wie beispielsweise eine Pelletheizung, austauschen. Dann können Sie neben der Austauschprämie Ölheizung zusätzlich vom Innovationsbonus Biomasse von fünf Prozent profitieren – vorausgesetzt Ihre neue Anlage hält die Grenzwerte für Feinstaub von maximal 2,5 Milligramm je Kubikmeter ein. In diesem Fall übernimmt der Staat 55 Prozent der Kosten.

 Doppelt gemoppelt: Erneuerbare Energien-Hybridheizung

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mehrere regenerative Energieträger zu einer Erneuerbare Energien-Hybridheizung (kurz EE-Hybridheizung) zu verbinden. Eine gute Partnerschaft bilden beispielsweise eine Pelletheizung und eine Solarthermieanlage: Die aus der Sonne gespeiste Energie hilft, den Verbrauch an Pellets zu minimieren und im Sommer können Sie Ihre Pelletheizung ganz ausschalten. Oder Sie koppeln eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaik (PV)-Anlage und nutzen den selbstproduzierten Solarstrom für den Betrieb Ihrer Wärmepumpe. Je nachdem, welchen energetischen Stand Sie mit erneuerbaren Energien erreichen, können Sie Ihre Energiebilanz verbessern und Kosten sparen.

Tipp: Egal, wie Sie sich entscheiden – der Zeitpunkt, in alternative Lösungen zu fossilen Brennstoffen zu investieren, ist im Jubiläumsjahr des Tags der erneuerbaren Energien besonders günstig. Mehr zu den neuen Fördermitteln durch die BEG erfahren Sie auf unserer Förderseite.

Bildnachweis: © Pixabay/silviarita

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