Wärmepumpen sind sparsame und hocheffiziente Anlagen. Seit Anfang des Jahres bekommen Hauseigentümer mehr Fördergeld, wenn sie alte Öl- und Gaskessel gegen eine moderne Wärmepumpe tauschen. Wir erklären Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Neue Wärmepumpe lohnt sich jetzt noch mehr: Beratung durch FachhandwerkerSeit Anfang des Jahres gibt es 20 % mehr Fördergeld, wenn Sie sich für den Austausch eines ineffizienten Öl- oder Gasheizkessels ohne Brennwerttechnik entscheiden. Das ermöglicht das Marktanreizprogramm (MAP) für erneuerbare Energien in Kombination mit dem „Heizungspaket“ aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für die nach dem Kesseltausch notwendige Optimierung der gesamten Heizungsanlage erhalten Sie darüber hinaus eine Pauschale in Höhe von 600 €. Voraussetzung ist jedoch, dass für Ihre alte Anlage nicht ohnehin eine gesetzliche Austauschpflicht besteht. Das ist nach den Bestimmungen der EnEV 2014 bei Öl- und Gasheizungen nach Ablauf von 30 Jahren der Fall.

Wärmepumpen nutzen Umweltwärme

Neben Solarthermie und Biomasseanlagen fördert das BAFA auch den Einbau von Wärmepumpen. Mit diesen setzen Sie auf eine Technik, die die im Erdreich, im Grundwasser oder in der Luft gespeicherte Umweltwärme nutzt. Je nach Wärmequelle gewinnen die Pumpen mit nur einer Kilowattstunde elektrischer Energie ein Mehrfaches an kostenloser Wärme. Wie effizient das Verhältnis zwischen eingesetzter Stromzufuhr und erzeugter Wärme ist, gibt die sogenannte COP-Leistungszahl an.

Die COP-Leistungszahl ist ein unter Laborbedingungen ermittelter Prüfwert, den Sie beim Hersteller erfragen können. Je höher die Leistungszahl ist, desto besser sind Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit der Pumpe. Empfehlenswert ist ein Wert zwischen drei und fünf, darunter handelt es sich um ein unwirtschaftlich arbeitendes Gerät. Das gilt auch für bereits eingebaute Wärmepumpen: liegt die COP-Leistungszahl unter drei oder ist die Wärmepumpe älter als 15 Jahre, sollten Sie dringend über den Kauf eines neuen Gerätes nachdenken.

BAFA finanziert Wärmepumpen-Austausch mit

Auch dabei können Sie von der BAFA-Förderung profitieren. Für den Einbau einer neuen, effizienteren Wärmepumpe in ein Bestandsgebäude gilt die „Basis- und Zusatzförderung“. Für Luft-Wasser-Wärmepumpen können Sie bis zu 1.500 € Förderung erhalten. Nutzt die Wärmepumpe Wärme aus der Erde (Sole-Wasser-Wärmepumpe) oder dem Grundwasser (Wasser-Wasser-Wärmepumpe), sind sogar bis zu 4.500 € Förderung möglich. Diesen Förderantrag können Privatpersonen auch nachträglich innerhalb von neun Monaten einreichen.

Für besonders effiziente Wärmepumpen gibt es das Programm „Innovationsförderung“. Wird es für Neubauten in Anspruch genommen, dann gelten dieselben Fördersätze wie bei der bereits genannten „Basisförderung“. Soll hingegen ein Bestandsgebäude mit einer innovativen Wärmepumpe ausgerüstet werden, beträgt die Förderung das Eineinhalbfache der Basis-Sätze. Will man die „Innovationsförderung“ in Anspruch nehmen, müssen die Anträge vor Beginn der Vorhaben eingereicht werden.

So erhalten Sie weitere Fördergelder

Wenn Sie die neue Wärmepumpe zusätzlich mit einer förderfähigen Solarkollektoranlage oder einer Biomasseanlage kombinieren, ist ein weiterer Bonus von 500 € möglich. Die BAFA-Förderung lässt sich auch mit dem KfW-Ergänzungskredit (Programmnummer 167) oder dem Kredit „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) verbinden. Für alle Details der Förderprogramme und den idealen Einsatz von Wärmepumpen empfiehlt sich vor der Anschaffung eine ausführliche Beratung von Experten in Ihrer Nähe. Einen guten Überblick bietet zudem unsere Fördermitteldatenbank.